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Schweiz

Nach Spengler-Cup-Absage: Was droht dem Schweizer Eishockey als Nächstes?

Nachdem bereits der Spengler Cup 2020 wegen der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, musste auch die Ausgabe 2021 kurzfristig abgesagt werden. Zuvor hatte schon Ambri-Piotta einen Rückzieher anhand von einiger Covid-Fällen innerhalb des Teams machen müssen. Nun wurde bekannt gegeben, dass der HCD 17 positive Testergebnisse zu beklagen hatte und sich das Team daher in Quarantäne befindet. Aufgrund der zu erwartenden negativen Auswirkungen des Großanlasses auf die epidemiologische Lage in Davos hatte der Kanton Graubünden in Rücksprache mit den Turnier-Verantwortlichen beschlossen, dem OK des Turniers die Eventbewilligung entziehen.

 

Bis zuletzt hatte das Organisationskomitee um die Durchführung des diesjährigen Turniers gekämpft. Verschiedene Probleme, vor allem die der teilnehmenden Teams, konnte man vorerst noch lösen, auch die Absage des Team Canada und Ambri-Piotta konnten kurzfristig mit zwei neuen Mannschaften komplettiert werden. Doch kurz vor Heiligabend wurden beim HC Davos mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet, und musste den Turnier-Verantwortlichen nach Rücksprache mit dem Kanton Graubünden definitiv Forfait geben.

Das Coronavirus hatte das Traditionsturnier somit nach der pandemiebedingten Absage 2020 auch dieses Jahr in die Knie gezwungen. Ein Horrorszenario für die Organisatoren und dem Gastgeber Davos. Der finanzielle Schaden dürfte riesig sein und noch längere Zeit nachhallen. Ein Schock für Catering, Hotels und Restaurants, welche auf ihrer Ware sitzen bleiben und der HCD verliert dabei mehr als zwei Millionen. Da der Ausfall für den HCD von grosser existenzieller Bedeutung ist, trifft er den Verein noch härter als die letztjährige Absage.

Da die Zuschauereinnahmen aus dem Spengler Cup grösser sind als die der gesamten Qualifikation trifft es den HCD wirtschaftlich beinahe fast so hart wie die letzte Saison mit den Geisterspielen. Nur der Spengler Cup macht es den Davosern möglich, ein Spitzenteam zu finanzieren und ist auch im 21. Jahrhundert konkurrenzfähig als Europas einziges hochalpines Team.

Fragen über Fragen
Von den rund 11 Millionen Franken Einnahmen kommt nicht ganz die Hälfte aus dem Marketing. Aber wieviel muss der HCD zurückzahlen bzw. wie viel kann er nicht in Rechnung stellen? Hauptsponsor ist das Geldhaus UBS, das sich die Präsenz beim Turnier rund zwei Millionen kosten lässt. Auch hier wird in erster Linie das Verhandlungsgeschick entscheiden. Mit fast allen Sponsoren pflegt der HCD eine langjährige Beziehung, trotzdem werden die Davoser monetäre Zugeständnisse machen müssen.

Die Spenglercup-Absage gehört nun bereits Vergangenheit an, aber wie geht es mit der Meisterschaft weiter? Kann wenigstens die Meisterschaft wie geplant am 2. Januar fortgesetzt werden? Spielplan-General Willi Vögtlin gibt sich vorsichtig optimistisch.

Ambri-Piotta musste anhand der 14 Covid-Fälle in Quarantäne und die Teilnahme am Turnier absagen. Genéve-Servette wurde ebenfalls in Quarantäne geschickt. Fünf Meisterschaftspartien mussten wegen der Pandemie verschoben werden. 17 Covid-Fälle beim HC Davos führten zur definitiven Annullation des Traditionsturniers. Zusätzlich wurde vom Verband hat auch das internationale U18-Turnier in Zuchwil definitiv abgesagt. Abgesagt wurde vom Verband auch das internationale U18-Turnier in Zuchwil,  welches ebenfalls in der Altjahrswoche ausgetragen worden wäre.

Die Frage bleibt daher, wo haben sich die Davoser überhaupt infiziert? Beim Spiel vom 23. Dezember in Ajoie? Weil es eine bestimmte Inkubationszeit braucht, bis ein Test eine Infektion anzeigt, gehen man nun davon aus, dass sich die Bündner mit ziemlicher Sicherheit bereits schon vor der Partie im Jura angesteckt hatten, den Virus also nicht im Jura erwischt haben. Ist nun die Fortsetzung der Meisterschaft mit der nächsten Runde am 2. Januar in Gefahr? Die Qualifikation wird am 2. Januar mit den Partien Ajoie gegen Lugano, Biel gegen Bern, Langnau gegen Lausanne, ZSC gegen Rapperswil-Jona und Zug gegen Gottéron fortgesetzt.
 

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