Österreich

Nächster Ex-Profi geht im Kärntner Unterhaus aufs Eis!

Trotz personeller Nachbesserung ist Meister Steindorf in der Eishockey-Division I hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Kärntner griffen noch einmal auf dem Transfermarkt zu und verpflichteten mit dem Slowenen Tadej Cimzar einen international erfahrenen Ex-Profi. Der 31-Jährige absolvierte zwei Spielzeiten in der ICE Hockey League mit Ljubljana und stand 2022/23 auch im WM-Kader seines Heimatlandes.

„Wir mussten reagieren. Kristian Kravanja fällt sehr wahrscheinlich die gesamte Saison aus. Er hat massive Adduktorenprobleme und kann derzeit nicht einmal eislaufen“, erklärte Sportchef Armin Ratz die Verpflichtung.

Cimzar, der am Freitag erstmals mit dem Team trainiert hatte, feierte am Samstag gegen Velden sein Debüt – und traf prompt. Am Ende stand für Steindorf dennoch eine bittere 6:8-Heimniederlage zu Buche. Der Grund dafür lag in einem völlig misslungenen Start: Velden überrollte den Titelverteidiger förmlich und führte nach nur 364 Sekunden mit 5:0.

„Ich bin seit 40 Jahren im Eishockey unterwegs, aber so ein Drittel habe ich noch nie erlebt. Das war eine Katastrophe, jeder Schuss war ein Tor“, haderte Ratz nach der Partie. Für Steindorf war es bereits die dritte Saisonniederlage im achten Spiel – genauso viele wie in der gesamten Grunddurchgangsphase der Vorsaison nach 18 Spielen. In der Spielzeit 2023/24 hatte der Meister insgesamt überhaupt nur zwei Niederlagen kassiert. Velden hingegen durfte über den ersten Sieg nach regulärer Spielzeit in dieser Saison jubeln.

Benefizspiel gegen den VSV

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Steindorf nicht. Bereits heute steht ein besonderes Highlight auf dem Programm: ICE-Liga-Klub VSV gastiert zum Benefizmatch in Steindorf. Gespielt werden drei Drittel zu je 15 Minuten, anschließend folgt ein Penaltyschießen. Zudem gibt es eine Autogrammstunde mit den VSV-Spielern. Der gute Zweck steht im Vordergrund: 50 Prozent der Einnahmen gehen an bedürftige Familien, die andere Hälfte kommt dem Nachwuchs des VSV zugute.

 

Bild: Grega Valancic, HKO/Sportida

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