Der ehemalige NHL-Verteidiger Simon Després denkt auch mit 34 Jahren noch lange nicht ans Karriereende. Nachdem der Kanadier in der vergangenen Saison sowohl in Nordamerika als auch in Großbritannien aktiv war, zieht es ihn nun ans andere Ende der Welt. Der frühere Spieler des Villacher SV wird künftig für Melbourne Ice in der australischen AIHL auflaufen.
Vom NHL-Erstrundenpick zum Weltenbummler
Després galt einst als großes Verteidigertalent. Die Pittsburgh Penguins wählten den 1,94 Meter großen Abwehrspieler im NHL-Draft 2009 an Position 30. Insgesamt absolvierte er 193 NHL-Partien für die Penguins und die Anaheim Ducks, ehe Verletzungen seine Karriere auf höchstem Niveau ausbremsten. In den vergangenen Jahren führte ihn sein Weg quer durch die Hockeywelt. Stationen in der KHL, SHL, DEL, ICEHL und EIHL folgten. Besonders erfolgreich war er mit den Eisbären Berlin, mit denen er zweimal die deutsche Meisterschaft gewann.
Kurzes Gastspiel in Villach blieb hinter den Erwartungen
In Österreich lief Després in der Saison 2022/23 für den Villacher SV auf. Die Hoffnungen auf einen dominanten Top-Verteidiger erfüllten sich allerdings nur teilweise. In 43 Grunddurchgangsspielen verbuchte er drei Tore und zwölf Assists, konnte dem VSV aber nicht dauerhaft die gewünschte Stabilität verleihen.
Nach nur einer Saison trennten sich die Wege wieder. In Villach wird sein Engagement daher von vielen Fans als enttäuschendes Kapitel in Erinnerung behalten.
Über Großbritannien nach Australien
Nach seiner Zeit in Kärnten wechselte Després zunächst zu den Nottingham Panthers und anschließend zum Glasgow Clan in die britische EIHL. Die vergangene Spielzeit begann er bei Saint-Hyacinthe Bataillon in der kanadischen LNAH, ehe er sich den Fife Flyers anschloss.
Nun wartet mit Melbourne Ice das nächste Abenteuer. Der Traditionsklub zählt zu den bekanntesten Organisationen der Australian Ice Hockey League und verstärkt sich mit einem Spieler, der trotz seines fortgeschrittenen Hockeyalters noch immer über enorme internationale Erfahrung verfügt.
Bild: VSV/Krammer









