Die Steinbach Black Wings starten bereits am morgigen Dienstag den nächsten Versuch, endlich den Turnaround zu schaffen. Im Heimspiel treffen die Linzer auf Asiago.
Weiter geht’s! Der wenig erfreuliche September liegt hinter den Steinbach Black Wings und mit dem neuen Monat, soll auch endlich neuer Schwung in die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas fahren. Der aktuelle Rhythmus kostete den Linzern in der ersten Meisterschaftswoche zwar mit vier Niederlagen bereits wertvolle Punkte, bietet den Oberösterreichern dafür aber die Chance, nicht lange nachzudenken und sich sofort auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Diese heißt am morgigen Dienstag Asiago. Die Italiener gelten seit ihrem Einstieg in die win2day ICE hockey League 2022 seit jeher als äußerst unangenehmer Kontrahent für Brian Lebler und Co. Zwar liegen die Stahlstädter in der bisherigen Bilanz mit fünf zu vier Siegen hauchdünn vorne, mussten dabei aber vor allem in der letzten Saison ordentlich arbeiten, um Punkte mitzunehmen. So setzten sich die Linzer je einmal daheim und einmal auswärts durch, mussten aber ebenso zweimal in der Verlängerung Zähler liegen lassen. Zur neuen Spielzeit krempelte auch das Team aus dem Gebirge Venetiens einiges um.
Mit dem Kanadier Ron Fogarty als neuen Chef an der Bande tauschte Asiago vor allem am Legionärs-Sektor fast alle Kräfte durch. Die Personal-Rochaden zeigten sich bei bislang einem gewonnenen Punkt in der Tabelle nur bedingt erfolgreich, beim Blick auf die einzelnen Spiele scheiterten die Italiener jedoch stets knapp. Bis auf ein 2:5 zum Auftakt in Laibach unterlagen die morgigen Gäste jeweils nur mit einem Verlusttreffer Unterschied. Gegen Salzburg lag Asiago bereits 2:0 beim dreifachen Meister vorne, musste nach vier unbeantworteten Gegentoren aber doch den Eisbullen den Sieg überlassen. Gestern Abend ergatterten William Rapuzzi und Co. aber in Innsbruck ihren ersten Zähler und werden daher auch für die Steinbach Black Wings morgen eine harte Nuss.
Locker Room
Update
In der Stahlstadt heißt es nach der erfolglosen ersten
Meisterschaftswoche tief durchzuatmen. Auch wenn der Trost am Ende
des Tages schwach ausfällt, konnten die Oberösterreicher in den
beiden Matches am Wochenenden zumindest in vielen Teilen ihres
Spiels Schritte nach vorne machen. Nach den beiden deutlichen 0:5
Niederlagen zum Auftakt präsentierten sich die Linzer um einiges
kämpferischer, durch das Formtief aber sehr verunsichert. In Graz
hielten sich die Steinbach Black Wings erneut bis zum Schluss auf
Augenhöhe mit den ungeschlagenen 99ers. Angeführt von einem starken
Rasmus Tirronen hielten Patrick Söllinger und seine Abwehrkollegen
den Druck großteils stand. Im eigenen Spiel mit der Scheibe fehlt
den Oberösterreichern aber die Geradlinigkeit und die Feuerkraft
auf das gegnerische Tor. Einerseits bleieben die wenigen zwingenden
Möglichkeiten in der Steiermark ungenutzt, andererseits war bei nur
17 Abschlüssen auch noch Luft nach obern, überhaupt Schüsse
abzugeben. Head Coach Philipp Lukas wird daher im Angriff einige
Umstellungen für das Spiel gegen Asiago vornehmen und seine
Formationen neu einteilen. Im Tor startet abermals Rasmus
Tirronen.
Tickets für das Match gegen Asiago sind online unter tickets.blackwings.at und an der Abendkasse erhältlich.
Stimmen:
Head Coach Philipp Lukas: „Im Spiel gegen die Scheibe waren wir in
vielen Belangen besser. Mit der Scheibe jedoch nicht. Das macht es
für uns im Moment extrem schwierig produktiv zu sein. Es ist extrem
aufwendig für uns und noch sehr viel Luft nach oben. Darunter
leidet unser Scoring. Natürlich ist es eine unserer Devisen, dass
wir Spieler und Pucks vor das Tor bekommen. Um produktiv sein zu
können, müssen wir aber dennoch auch die Ruhe im Abschluss haben
und die richtige Entscheidungsfindung haben. Das ist verbunden mit
Selbstvertrauen. Das müssen wir uns erarbeiten, in dem wir mehr in
solche Situationen kommen. Die Möglichkeiten sind hier. Wenn man im
richtigen Zeitpunkt Kapital schlägt, bekommt man einen Aufschwung
und kann sich offensiv entfalten. Wir müssen daran arbeiten, diese
finalen Plays zu finden. Ich denke, dass auch Asiago eine sehr
gefährliche Mannschaft ist, die mit viel Tempo spielen kann.“
Sean Collins: „Wir müssen einfach einen Weg finden, die Scheibe im
Tor unterzubringen. Darin tun wir uns extrem schwer. In den letzten
beiden Spielen waren wir nah dran. Es war ein Ein-Tor-Spiel gegen
Wien und auch gestern in Graz. Das ist positiv, dass wir enge
Matches spielen und uns eine Chance geben zu gewinnen. Im Vergleich
zu den ersten beiden Spielen ist das ein Fortschritt. Jetzt geht es
um unser Selbstvertrauen, da sind wir zu zögerlich und daher
brauchen wir unbedingt ein ”Ugly-Tor”, damit wir uns wieder
Selbstvertrauen aufbauen. Wir müssen mehr auf den Torhüter bringen,
mehr Schüsse und mehr Körper. Dennoch startet alles, wie wir in
unserem Drittel spielen und in der neutralen Zone. Wenn wir nicht
in Puckbesitz sind und geordnet in den Angriff kommen, ist es
schwer Offensive zu kreieren.“
blackwings.at , Bild: BWL / Eisenbauer









