Nach dem überraschenden Einzug ins Finale der ICE Hockey League zieht HC-Pustertal-Präsident Erich Falkensteiner eine positive Bilanz der vergangenen Saison. Auch blickt der Unternehmer auf die Liga-Zukunft.
Mit einem erhöhten Budget und gezielten Verstärkungen sei das Ziel ursprünglich gewesen, die Top Sechs zu erreichen. Der Vorstoß bis ins Finale habe die Erwartungen übertroffen, auch wenn man sich dort dem letztlich zu starken Meister Graz geschlagen geben musste.
Budget der Wölfe wird erhöht
Für die kommende Saison plant der Vizemeister eine weitere Budgeterhöhung, allerdings ohne große Investitionen. „Einen Meistertitel oder einen Finaleinzug kann man nicht planen, aber das Ziel für die nächste Saison ist ein Platz unter den ersten Vier und danach ist vieles möglich – wie man heuer gesehen hat“, so Falkensteiner gegenüber der „Kronen Zeitung„.
Mailand als Liga-Newcomer
Im Hinblick auf die Generalversammlung der ICE Hockey League am 1. Juni positioniert sich Falkensteiner klar für die Aufnahme eines Mailänder Klubs. Aus wirtschaftlicher Sicht sieht er großes Potenzial: Mailand sei ein international bedeutender Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Verbindungen zu österreichischen Unternehmen. Davon könnten sowohl die Liga als auch ihre Vereine profitieren. Zudem verweist er auf die lange Eishockey-Tradition der Stadt und das vorhandene Zuschauerpotenzial.
Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile überwiegen für ihn die positiven Aspekte. Er hofft, dass sich mindestens sieben weitere Vereine dem anschließen und ist überzeugt, dass ein Mailänder Klub einen echten Mehrwert für die ICE Hockey League darstellen kann. „Grundsätzlich bin ich für Mailand“, so Falkensteiner.
Sportlich würde ein weiterer italienischer Klub die Situation jedoch komplizierter machen. Die ohnehin begrenzte Anzahl italienischer Spieler müsste künftig auf drei Vereine aufgeteilt werden. Gerade deshalb verfolgt der HC Pustertal eine langfristige Strategie zur Förderung eigener Talente. Mit der Gründung einer eigenen Akademie sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren verstärkt Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die Profimannschaft schaffen.
Legionärsanzahl reduzieren
Falkensteiner spricht sich zudem für eine schrittweise Reduzierung der Importspieler in der Liga aus. Zwar wolle er sich nicht auf konkrete Zahlen festlegen, die Entwicklung müsse aber in diese Richtung gehen. Angesichts wirtschaftlich schwierigerer Zeiten und rückläufiger Sponsoreneinnahmen werde es für viele Vereine zunehmend notwendig, verstärkt auf eigene Spieler zu setzen und die Kosten für ausländische Profis zu senken.
Bild: Foppa Iwan – HC Pustertal









