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NHL

NHL: Das sind die Top 5 Prospects für den Entry Draft 2018

In der Nacht von Freitag auf Samstag steigt in Dallas die erste Runde des NHL Entry Drafts, wo sich die Buffalo Sabres eines der talentiertesten Verteidiger-Prospects der letzten Jahrzehnte krallen werden. Hockey-News-info wirft für euch einen Blick auf die Top 5 Prospects der heurigen Draftklasse.

Rasmus Dahlin, D (Frölunda HC, SHL)
Der Verteidiger konnte bisher auf jeder Ebene vollends überzeugen und stand in den letzten beiden Jahren in der höchsten schwedischen Spielklasse auf dem Eis. Damit hatte er keine Probleme und konnte seine Vorzüge regelmäßig zur Schau stellen. Dahlin bezeichnet sich selbst als 2-Wege-Verteidiger, der sein Spiel nach niemand Geringerem wie Nicklas Lidstrom modelliert. In 41 Partien für die Indians aus Göteborg kam der Defender auf sieben Tore und 13 Vorlagen. Experten bezeichnen Dahlin als den vermutlich besten Verteidiger seit Lidstrom. Der Schwede macht so gut wie keine Fehler, fühlt sich in der Offensive, wo er durch sein Skating und seinen Hockey-Sense besticht, wie auch in der Defensive wohl. Wie bei vielen auch offensiv ausgerichteten Spielern könnte das Körperspiel etwas forciert werden. Dahlin wird nach Mats Sundin der zweite Schwede, der seinen Namen an #1 hören wird.

Andrei Svechnikov, RW (Barrie Colts, OHL)
Der russischer Stürmer gilt schon seit geraumer Zeit als die logische #2 hinter Rasmus Dahlin und hat sich diesen Platz auch über die vergangene Saison gefestigt. Scouts gaben sogar zu Protokoll, dass der Abstand zwischen Dahlin und Svechnikov geringer ist, als jener zwishen Svechnikov und dessen Verfolgern. Der Russe besticht durch ein sehr weit entwickeltes Game, welches aber natürlich in der Offensive am meisten zu bieten hat. Svechnikov debutierte 2016 für die Muskegon Lumberjacks in der USHL und wechselte zur abgelaufenen Saison nach Barrie, wo er mit 40 Toren in 44 Partien einschlug. Mit seinen knapp 190cm und 87 Kilogramm bringt er auch physisch gute Voraussetzungen mit, um sich gegen seine Gegner behaupten zu können. Seine Stärken liegen ganz klar im Skating, der Kreativität am Puck, sowie im Abschluss. Gut möglich, dass hier ein zweiter Ilya Kovalchuk „heranwächst“.

Filip Zadina, RW (Halifax Mooseheads, QMJHL)
Die Mooseheads sind seit Jahren eine wahre 1st Round Pick Schmiede. Nico Hischier, Jonathan Drouin, Nathan MacKinnon – sie alle absolvierten ihre Junior-Jahre in Kanada. Zadina gab heuer sein Debut und schlug sofort ein. In 57 Partien erzielte der Tscheche satte 44 Treffer und steuerte 38 Vorlagen bei. Ein Scorer mit „shoot first“-Menatität – er wird als der beste pure Goalgetter der gesamten Draftklasse gehandelt. Der Flügelstürmer besticht durch einen äußerst akkuraten und scharfen Schuss, aber auch durch gute Übersicht, vor allem vor dem Tor. Zadina könnte ein typischer 1st Line Winger werden, der konstant Punkte abliefert und in allen offensiven Situationen ein Schlüsselspieler sein kann. Vergleiche mit Nashvilles Filip Forsberg sind nicht ganz abwegig.

Quinn Hughes, D (University of Michigan Wolverines, NCAA)
Der wieselflinke Verteidiger aus Orlando, Florida wusste in seiner ersten Saison am College sofort zu überzeugen. Hughes zählt zu den besten Skatern der Draftklasse und spielt diesen Vorteil, so oft es geht, aus. Sein herausragendes Skating, gepaart mit hohem Hockey-IQ, brachten dem US-Boy auch einen Platz im WM-Aufgebot der „stars and stripes“ bei den Titelkämpfen in Dänemark ein, wo er zehn Spiele absolvierte und die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen konnte. Bei den Wolverines war er mit 29 Punkten in 37 Spielen ein verlässlicher Punktegarant vom „backend“, der auch in den Special-Teams zum Einsatz kam. Für einen Verteidiger hat Hughes mit 178cm und knapp 80 Kilogramm nicht zwingend die Gardemaße, er versteht es aber sehr gut, kritischen Situationen auch Dank seiner eisläuferischen Fähigkeiten aus dem Weg zu gehen. Sein Defensivspiel, wie auch Körperspiel brauchen noch etwas Politur, dennoch sind Vergleiche mit Philadelphia Verteidiger Ivan Provorov durchaus gerechtfertigt.

Brady Tkachuk, C/LW (Boston University Terriers, NCAA)
Nach seinem Vater Keith Tkachuk und seinem Bruder Matt Tkachuk steht nun der nächste aus der Hockey-Familie in den Startlöchern. Wie auch seine Familienmitglieder besticht Brady Tkachuk durch spielerische Finesse, gepaart mit durchaus hartem Körperspiel und einem unbändigen Willen. Es gab in der heurigen Spielzeit zwar Phasen, wo sein Offensivspiel etwas schwächelte, am Einsatz lag es beim US-Amerikaner aber nie. In 40 Partien für die Terriers schaffte es Tkachuk auf 31 Punkte – gut möglich, dass der 18-Jährige bereits in der kommenden NHL-Saison im Aufgebot eines Teams steht. Durch sein Körperspiel schafft er regelmäßig Räume für seine Mitspieler, verfügt aber auch über starke Stocktechnik und ein hoch ausgeprägtes Spielverständnis, sein Skating bzw. seine Geschwindigkeit sind aber noch verbesserungswürdig. Die Vergleiche mit seinem Bruder Matt kommen nicht von ungefähr.

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