In der Nacht von Freitag auf Samstag steigt in Dallas die erste Runde des NHL Entry Drafts, wo sich die Buffalo Sabres eines der talentiertesten Verteidiger-Prospects der letzten Jahrzehnte krallen werden. Hockey-News-info wirft für euch einen Blick auf die Top 5 Prospects der heurigen Draftklasse.
Rasmus Dahlin, D (Frölunda
HC, SHL)
Der Verteidiger konnte bisher auf jeder Ebene vollends überzeugen
und stand in den letzten beiden Jahren in der höchsten schwedischen
Spielklasse auf dem Eis. Damit hatte er keine Probleme und konnte
seine Vorzüge regelmäßig zur Schau stellen. Dahlin bezeichnet sich
selbst als 2-Wege-Verteidiger, der sein Spiel nach niemand
Geringerem wie Nicklas Lidstrom modelliert. In 41
Partien für die Indians aus Göteborg kam der Defender auf sieben
Tore und 13 Vorlagen. Experten bezeichnen Dahlin als den vermutlich
besten Verteidiger seit Lidstrom. Der Schwede macht so gut wie
keine Fehler, fühlt sich in der Offensive, wo er durch sein Skating
und seinen Hockey-Sense besticht, wie auch in der Defensive wohl.
Wie bei vielen auch offensiv ausgerichteten Spielern könnte das
Körperspiel etwas forciert werden. Dahlin wird nach Mats Sundin der
zweite Schwede, der seinen Namen an #1 hören wird.
Andrei Svechnikov, RW
(Barrie Colts, OHL)
Der russischer Stürmer gilt schon seit geraumer Zeit als die
logische #2 hinter Rasmus Dahlin und hat sich diesen Platz auch
über die vergangene Saison gefestigt. Scouts gaben sogar zu
Protokoll, dass der Abstand zwischen Dahlin und Svechnikov geringer
ist, als jener zwishen Svechnikov und dessen Verfolgern. Der Russe
besticht durch ein sehr weit entwickeltes Game, welches aber
natürlich in der Offensive am meisten zu bieten hat. Svechnikov
debutierte 2016 für die Muskegon Lumberjacks in der USHL und
wechselte zur abgelaufenen Saison nach Barrie, wo er mit 40 Toren
in 44 Partien einschlug. Mit seinen knapp 190cm und 87 Kilogramm
bringt er auch physisch gute Voraussetzungen mit, um sich gegen
seine Gegner behaupten zu können. Seine Stärken liegen ganz klar im
Skating, der Kreativität am Puck, sowie im Abschluss. Gut möglich,
dass hier ein zweiter Ilya
Kovalchuk „heranwächst“.
Filip Zadina, RW (Halifax
Mooseheads, QMJHL)
Die Mooseheads sind seit Jahren eine wahre 1st Round Pick Schmiede.
Nico Hischier, Jonathan Drouin, Nathan MacKinnon – sie alle
absolvierten ihre Junior-Jahre in Kanada. Zadina gab heuer sein
Debut und schlug sofort ein. In 57 Partien erzielte der Tscheche
satte 44 Treffer und steuerte 38 Vorlagen bei. Ein Scorer mit
„shoot first“-Menatität – er wird als der beste pure Goalgetter der
gesamten Draftklasse gehandelt. Der Flügelstürmer besticht durch
einen äußerst akkuraten und scharfen Schuss, aber auch durch gute
Übersicht, vor allem vor dem Tor. Zadina könnte ein typischer 1st
Line Winger werden, der konstant Punkte abliefert und in allen
offensiven Situationen ein Schlüsselspieler sein kann. Vergleiche
mit Nashvilles Filip Forsberg sind nicht ganz
abwegig.
Quinn Hughes, D (University
of Michigan Wolverines, NCAA)
Der wieselflinke Verteidiger aus Orlando, Florida wusste in seiner
ersten Saison am College sofort zu überzeugen. Hughes zählt zu den
besten Skatern der Draftklasse und spielt diesen Vorteil, so oft es
geht, aus. Sein herausragendes Skating, gepaart mit hohem
Hockey-IQ, brachten dem US-Boy auch einen Platz im WM-Aufgebot der
„stars and stripes“ bei den Titelkämpfen in Dänemark ein, wo er
zehn Spiele absolvierte und die Bronzemedaille mit nach Hause
nehmen konnte. Bei den Wolverines war er mit 29 Punkten in 37
Spielen ein verlässlicher Punktegarant vom „backend“, der auch in
den Special-Teams zum Einsatz kam. Für einen Verteidiger hat Hughes
mit 178cm und knapp 80 Kilogramm nicht zwingend die Gardemaße, er
versteht es aber sehr gut, kritischen Situationen auch Dank seiner
eisläuferischen Fähigkeiten aus dem Weg zu gehen. Sein
Defensivspiel, wie auch Körperspiel brauchen noch etwas Politur,
dennoch sind Vergleiche mit Philadelphia Verteidiger Ivan
Provorov durchaus gerechtfertigt.
Brady Tkachuk, C/LW (Boston
University Terriers, NCAA)
Nach seinem Vater Keith Tkachuk und seinem Bruder Matt Tkachuk
steht nun der nächste aus der Hockey-Familie in den Startlöchern.
Wie auch seine Familienmitglieder besticht Brady Tkachuk durch
spielerische Finesse, gepaart mit durchaus hartem Körperspiel und
einem unbändigen Willen. Es gab in der heurigen Spielzeit zwar
Phasen, wo sein Offensivspiel etwas schwächelte, am Einsatz lag es
beim US-Amerikaner aber nie. In 40 Partien für die Terriers
schaffte es Tkachuk auf 31 Punkte – gut möglich, dass der
18-Jährige bereits in der kommenden NHL-Saison im Aufgebot eines
Teams steht. Durch sein Körperspiel schafft er regelmäßig Räume für
seine Mitspieler, verfügt aber auch über starke Stocktechnik und
ein hoch ausgeprägtes Spielverständnis, sein Skating bzw. seine
Geschwindigkeit sind aber noch verbesserungswürdig. Die Vergleiche
mit seinem Bruder Matt kommen nicht von ungefähr.
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