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NHL

NHL Entry Draft 2020: Top 5 Prospects

Nach dem Stanley Cup Finale ist vor dem NHL Entry Draft. Wie jedes Jahr wirft Hockey-News.info wieder einen Blick auf die besten Prospects der diesjährigen Draftklasse. Heute werden die Top 5 vorgestellt, morgen folgt der finale Mockdraft.

Alexis Lafreniere
Position:Linker Flügel
Team:Rimouski Oceanic
Liga:QMJHL
Spiele/Punkte:52/112
Spielt wie:Vincent Lecavalier

Credits: RoadTrippinHockey (CC BY-SA 4.0)

Alexis Lafreniere ist der Hauptpreis der heurigen Draftklasse. Die New York Rangers zogen bei der diesjährigen Lottery das ganz große Los und dürfen sich auf einen powervollen Flügelstürmer freuen, der eine Franchise verändern kann. Bei den World Juniors 2020 war Lafreniere mit seinen erst 17 Jahren Kanadas bester Akteur und führte die Ahornblätter zum Sieg. In 173 Spielen für die Rimouski Oceanic – das Junior-Team von niemand Geringerem als Sidney Crosby – kam er auf unglaubliche 297 Zähler. Im letzten Jahr führte Lafreniere die Scoringwertung der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) an.

Lafreniere gilt als in allen Bereichen als überdurchschnittlich, besticht aber vor allem durch seine offensiven Qualitäten. Sehr gutes, wenn auch nicht herausragendes Skating, Übersicht, auch den notwendigen Torriecher – Lafreniere hat alles, was man sich von einem offensiven Leistungsträger erwartet. Er kann die Rolle des Playmakers oder des Goalgetters einnehmen. Auch verfügt er mit 186cm und knapp 90 Kilogramm über einen „NHL-ready“ Körper. Der stilistische Vergleich mit Vinny Lecavalier ist durchaus zulässig, auch wenn die Lecavalier als Mittelstürmer übers Eis flitzte. Es bestehen keine Zweifel, dass Lafreniere bereits in der kommenden Saison in der NHL auf Torejagd gehen und in Zukunft vermutlich auch das „C“ auf der Brust tragen wird.

Jamie Drysdale
Position:Verteidiger
Team:Erie Otters
Liga:OHL
Spiele/Punkte:49/47
Spielt wie:Scott Niedermayer

Jamie Drysdale wird als bester Verteidiger des heurigen Jahrganges gehandelt. Ein Grund dafür ist das offensive Skillset des Kanadiers, was er mit 87 Punkten in 112 Spielen für die Erie Otters definitiv unter Beweis gestellt hat. Drysdale zählt vermutlich zu den besten Skatern der gesamten Klasse – ein Faktor, der für einen Defender besonders wertvoll ist. Somit schafft er es, kritische Situationen oftmals durch sein Skating zu lösen und somit Körperkontakt zu entgehen. Aus seiner eigenen Zone leitet er oft den Angriff ein: entweder mit akkuraten Pässen oder mit sehenswerten Rushes. Gerade im offensiven Bereich gibt es eigentlich nichts, was Drysdale nicht kann.

Ein geborener Powerplay-Quarterback, der es aber eher bevorzugt die Scheibe abzugeben, als selbst zu schießen – nur 16 seiner 87 Punkte waren Volltreffer. Mit 180cm und nur 77 Kilogramm ist er für einen Verteidiger vielleicht etwas „undersized“ – in den kommenden Jahren muss er in diesen Bereich sicherlich noch etwas drauflegen, um auch dem gegnerischen Forecheck an der Bande gut standzuhalten. Noch ein oder zwei Jahre Entwicklung im Junior-Bereich und Drysdale könnte sich zu einem #1-Verteidiger a la Scott Niedermayer entwickeln.

Tim Stützle
Position:Center / Linker Flügel
Team:Adler Mannheim
Liga:DEL
Spiele/Punkte:41/34
Spielt wie:Patrick Kane

Tim Stützle hat eine gewaltige Entwicklung hinter sich. Vor Saisonbeginn lag er in den Draft-Rankings noch weit entfernt von der Spitze – nun ist der gebürtige Viersener eine der heißesten Aktien und das auch mit Recht. Bereits in seinem ersten DEL-Jahr überzeugte Stützle auf ganzer Linie. In 41 Spielen erzielte er sieben Treffer und bereitete 27 weitere vor. Beeindruckend für einen 18-Jährigen in einer „Männer-Liga“. Der Stürmer, der sowohl als Mittel- als auch als Flügelstürmer eingesetzt werden kann, besticht vor allem durch seine brillante Stocktechnik, die Vergleiche mit Supertechniker Patrick Kane oder Matt Barzal hervorrufen.

Ein hervorragender Skater, der auch durch hohes Spielverständnis überzeugt. Manchmal sucht er vielleicht zu oft die Pass-Option, auch sein Schuss könnte noch etwas besser werden. Auch ein paar Kilogramm mehr könnten dem Offensiv-Talent nicht schaden. Definitiv arbeiten muss er an seinem Defensivspiel, was er im Verlauf der letzten Saison allerdings schon verbessern konnte. Auch wenn es hier und da ein paar Punkte gibt, die noch einen Feinschliff erfordern, sein offensives Skillset ist aber so stark, dass Stützle ein echter Gamechanger werden könnte.

Marco Rossi
Position:Center
Team:Ottawa 67s
Liga:OHL
Spiele/Punkte:56/120
Spielt wie:Brayden Point

(Pic: Ottawa 67’s/Facebook)

Mit 120 Punkten war Marco Rossi in der vergangenen Saison der Ontario Hockey League der punktbeste Crack der gesamten Liga. Der Vorarlberger erzielte in nur 56 Spielen satte 39 Tore und bereitete 81 weitere vor – unglaublich. Nach dieser herausragenden Saison wurde er mit League-Awards ausgezeichnet und auch seine Draftaktie wurde wertvoller und wertvoller, auch wenn man bereits seit längerem von Marco Rossi, dem Supertalent aus Österreich spricht. Der linksschießende Center verfügt über alle Tools, die ein moderner Mittelstürmer haben muss.

Hoher Hockey-IQ und der Blick für die Mitspieler, starkes Skating und Beschleunigung, aber auch die Qualität, aus 1on1-Situationen als Sieger hervorzugehen und Spielzüge selbst abzuschließen. Auch in der eigenen Zone weiß der Feldkircher zu überzeugen und kann somit als 200ft-Spieler bezeichnet werden. Mit 175cm gehört er definitiv zu den etwas kleineren Centern, mit seinem Skillset könnte er dieses Defizit aber durchaus kompensieren. Trotzdem steht hinter seiner Size das wohl größte Fragezeichen, sind die 1st und 2nd Line Center der heutigen NHL doch um ein paar Zentimeter größer – der Trend zu etwas kleineren und schnelleren Spielern ist aber ein Aspekt, der Rossi zugutekommen wird.

Quinton Byfield
Position:Center
Team:Sudbury Wolves
Liga:OHL
Spiele/Punkte:45/82
Spielt wie:Evgeni Malkin

Auch Quinton Byfield war im Aufgebot des kanadischen Goldkaders bei den WJCs 2020. Dort nahm er aber eine grundlegend andere Rolle als Lafreniere ein. Er wurde größtenteils in den Bottom-Lines eingesetzt, machte hier aber seine Sache gut und zeigte damit auch, dass er nicht nur eine reine Offensiv-Maschine ist. Die ist der Center nämlich, was 61 Tore in zwei Jahren bei den Sudbury Wolves beweisen. Byfield wurde nach seiner Rookie-Saison als bester Rookie der OHL und auch CHL (Canadian Hockey League) gewählt.

Mit 193cm Körpergröße verfügt er über einen idealen Frame um die Rolle eines Top 2 Centers auszufüllen – knapp 100 Kilogramm bringt er noch dazu auf die Waage, was ihm gerade im physischen Bereich enorme Vorteile gibt. Sein Körper würde es ihm durchaus erlauben, bereits im kommenden Jahr in der NHL zu stürmen, ob es aber das beste für seine Entwicklung ist, sei dahingestellt. Offensiv gibt es nichts, was Byfield nicht kann: Passing, Shooting, das nötige Auge für den besser positionierten Mitspieler. Auch sein 2way-Game ist auf einem sehr hohen Niveau, auch am Bullypunkt weiß der Kanadier zu überzeugen. Vergleiche mit Evgeni Malkin oder Anze Kopitar sind definitiv angebracht.

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