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NHL

NHL-Playoffs-Preview: Edmonton gegen LA in der Favoritenrolle!

1893 wurde der Stanley Cup zum ersten Mal vergeben, heuer gehen 16 Teams auf die Jagd nach der begehrten Trophäe. Bis zu Lord Stanleys Hardware sind es 16 Siege, was den Stanley Cup zu einer zu am schwierigsten gewinnenden Trophäe der Sportwelt macht!

Edmonton Oilers (P2) : Los Angeles Kings (P3)
Season-Series:
3:1 (1:5, 5:2, 4:3 SO, 3:2)
Playoff-History: zwischen 1981 und 1992 standen sich die beiden Teams nicht weniger als 7x gegenüber (5:2 für Edmonton)

Nach vier Saisonduellen gibt es für beide Teams nun noch einen Nachschlag gegeneinander. Die Oilers sicherten sich drei der vier Spiele gegen die Kalifornier und gehen als leichter Favorit in das Matchup mit dem zweifachen Cup-Champ aus der „City of Angels“.

Die Edmonton Oilers kratzten mit 49 Siegen an der 50-Wins-Marke und sicherten sich 104 Punkten den zweiten Rang in der Pacific Division. Vor allem Zuhause war man nur selten zu biegen, 28 der 41 Heimspiele konnten gewonnen werden – das ist der drittbeste Wert in der Western Conference. Es verwundert absolut niemanden, dass die Oilers auch heuer wieder von ihrem unwiderstehlichen Duo Connor McDavid und Leon Draisaitl angeführt wurden. Erneut liefen die beiden aber in unterschiedlichen Formationen auf, lediglich im Powerplay standen die beiden regelmäßig gemeinsam auf dem Eis. Zusammen sammelten die beiden Ausnahmespieler 233 Punkte, McDavid sicherte sic mit einem karrierebestwert von 123 Zählern die „Art Ross Trophy“, Draisaitl ist der erste Spieler seit 1996, der 55 Tore und 55 Assists einsammeln konnte. Damals schaffte Jaromir Jagr diese eindrucksvollen Statistiken. In der NHL-Geschichte gelang das nur 18 Spielern. In den Playoffs wird sich der Fokus erneut auf beide richten – viel wird heuer erwartet werden. Im Vorjahr blieben beide Cracks gegen die Winnipeg Jets eher blass – zusammen kamen die #97 und die #29 auf drei Tore und neun Punkte.

Heuer verfügt der Kader der Oilers aber über bedeutend mehr Tiefe, vor allem die Verpflichtung von Evander Kane hat der kanadischen Franchise nochmals enorm aufgewertet. In nur 43 Spielen kam Kane auf 22 Tore und 17 Vorlagen. Neben McDavid, Draisaitl und Kane knackten mit Zach Hyman und Kailer Yamamoto noch zwei weitere Spieler die 20-Toremarke – ein Beweis für eine gewisse Breite im Scoring. Mit 26%-iger Erfolgsquote verfügten die Oilers auch über das drittbeste Powerplay der Liga, das Penaltykilling lag mit 79,4% aber nur im Mittelfeld – hier muss man in den Playoffs noch etwas nachlegen. Defensiv machte vor allem der junge Evan Bouchard auf sich aufmerksam. In seiner ersten vollen NHL-Saison führte er die Oilers-Verteidiger im Scoring mit 42 Punkten an. Im Tor lieferte Routinier Mike Smith vor allem in den letzten Wochen beeindruckende Leistungen ab. Kann der 40-jährige Kanadier auch in den Playoffs solche Leistungen abrufen, ist für das Team von Jay Woodcroft, der Dave Tippett im Februar als Headcoach ablöste, vieles möglich.

Bild: https://www.facebook.com/NHL

Die Los Angeles Kings qualifizierten sich erst recht spät für die Playoffs, stehen nun aber zum bereits 31. Mal in der „postseason“ – für den Gegner aus Alberta ist es die 24. Teilnahme. Mit 99 Punkten kratzte man an der 100er-Marke, am Ende hatte man auf die das „bubble team“ im Westen, die Vegas Golden Knights, fünf Punkte Vorsprung. Mit nur 16,1% Erfolgsquote war das Powerplay nur auf Rang 27, Das PK war mit 76,7% auch nur im hinteren Drittel angesiedelt. Hier muss sich das Team von Headcoach Todd McLellan, der zwischen 2015 und 2019 Trainer der Oilers war, noch deutlich steigern. Angeführt wurden die Kalifornier wieder einmal von ihrem Captain, Anze Kopitar, der mit 67 Punkten der beste Scorer der Kings war. Mit Adrian Kempe zeigte aber ein Eigengewächs an der Spitze der Goalscoring-Liste – 35 Volltreffer lieferte der Schwede in der heurigen Saison ab. Zusammen mit Kopitar sorgt er im ersten Angriffsblock für jede Menge Gefahr. Phillip Danault, der im Sommer aus Montreal kam, fügte sich gut ins Mannschaftsgefüge ein – dem begnadeten 2-way-Center, der heuer auf starke 51 Punkte kam, wird in den Playoffs eine besondere Rolle zukommen. Er darf versuchen McDavid und Konsorten am Torerfolg zu hindern.

Bitter für die Kings: aufgrund einer Handgelenks-Opertation muss man für den Rest der Saison auf Drew Doughty verzichten. Seit Anfang März bestreiten die Royalen ihre Spiele bereits ohne ihren #1-Verteidiger. Gerade seine Erfahrung könnte in den Playoffs vermisst werden. Diese bringt aber Dustin Brown mit, der vor wenigen Tagen sein Karriere-Ende nach den Playoffs bekannt gab. Auch Sean Walker wird der Defensive fehlen – in LA geht man mit einer recht jungen und eher unerfahrenen Verteidigung in das Erstrundenduell mit den Oilers – am Ende sicherlich nicht die besten Voraussetzungen. Wieder gut in Form zeigte sich der zweifache Cup-Goalie Jonathan Quick, der 23 Spiele für die Kings gewinnen konnte. Er wird die Kings heute Nacht in Game 1 führen.

Schon während der Saison zeigten sich die Oilers als das etwas kompaktere und spielerisch bessere Team, LAs „hartes“ Spiel hat in den Playoffs aber schon mehrfach überzeugt. Die Favoritenrolle muss aber auf alle Fälle den Oilers zugeschoben werden – ein Ausscheiden gegen Los Angeles wäre am Ende dann doch eine Überraschung.

hockey-news.info , Bild: facebook.com/Oilers.NHL

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