Dominik Zwerger schiesst den Gastgeber, die SCL Tigers im Alleingang ab.
Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Ambri eine Strafe wegen zuvielen Spielern auf dem Eis ausfasste. Die SCL Tigers lagen 0:1 im Rückstand, von daher eine gute Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Eero Elo mit freier Schussbahn zum gegnerischen Tor: verzieht. Anschliessend herrschte einige Verwirrung vor dem Gehäuse des Ambri Goalie’s Benjamin Conz. Andrea Glauser brachte den Puck in die gefährliche Zone, Alexei Dostoinov konnte davon nicht profitieren und das Powerplay der Gastgeber endete erfolglos.
Nach der abgesessenen Strafe fiel die Entscheidung zugunsten der Biancoblu. Diego Kostner liess Glauser in der Ecke neben dem Gehäuse stehen, der Puck fand den Weg vors gegnerische Tor und Dominic Zwerger abgebrüht, erzielte seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Bereits im Mitteldrittel brachte Zwerger in der 33. Minute sein Team mit seinem ersten Saisontreffer in Führung, wo Michael Ngoy den entscheidenden Pass zu Zwerger spielte. Aber nicht nur der Doppeltorschütze war ein wichtiger Mann auf dem Eis, denn Keeper Benjamin Conz hielt alles was auf sein Tor zukam und wurde zum besten Spieler von Ambri-Piotta gewählt.
Obwohl die Tigers gewillt waren, die Punkte zu Hause zu behalten, verpassten sie es bereits im ersten etwas langweiligen Drittel, gute Torchancen zu verwerten. Zwei Überzahlspiele liessen sie ungenutzt und agierten auch sonst erschreckend harmlos. Erst im 2. Drittel lief es besser für den Gastgeber. Nach zwei gespielten Minuten fasste Ambri’s Dotti wegen Haltens eine 2-Minuten-Strafe, wobei sich Huguenin die Scheibe etwas zu einfach an der blauen Linie abluchsen liess und Ivars Punnenovs den Shorthander gerade noch verhindern konnte. Ein weiteres Powerplay verlief ohne Erfolg und nach einer Unterzahlsituation, welche die Tigers aber souverän verwalteten, schoss Zwerger mit seinem zweiten Treffer die Leventiner in Front. Die Langnauer aber gaben sich noch nicht geschlagen, griffen weiter munter an und setzten die Gäste teilweise unter Druck. Doch der Erfolg blieb an diesem Abend aus.
Zweiter Saisonsieg für Lugano in der Resega
In der Partie zwischen Lugano und Lausanne ging es teilweise ziemlich turbulent zu und her, trotzdem konnten sich die Bianconeri vor eigenem Publikum mit 4:3 gegen die Waadtländer durchsetzen. Matchwinner waren Elvis Merzlikins und starke Weitschützen in den Reihen der Luganesi.
Die Bianconeri siegten vor allem
dank ihrer Leistungssteigerung ab dem zweiten Drittel,und dank
einem starken Merzlikins im Gehäuse stand es nach dem ersten
Drittel unentschieden 1:1. Bei Lausanne kam der Ex-Kloten Goalie
Luca Boltshauser zu seinem ersten Meisterschafts-Einsatz und
Lausanne hatte auch weitaus die besseren Möglichkeiten, scheiterten
jedoch immer wieder am Lugano-Keeper Elvis Merzlikins.
Bei den Luganesi wurden alle drei Tore zum 1:0, 2:1 und 3:1 nach
dem gleichen Prinzip erzielt, und zwar jedesmal nach einem Schuss
von der blauen Linie.
Julien Vauclair war bereits nach 70 Sekunden erfolgreich, worauf Lausanne fünf Minuten später mit dem 1:1 Ausgleich konterte . Raffaele Sannitz kurz vor Spielmitte lenkte den Schuss von Benoit Jecker ab, kurz danch fiel das 3:1 durch Bürgler und zu allerletzt kam Romain Loeffel in der 43. Minute zu seinem ersten Saisontor im Dress des HC Lugano.
Im Schlussdrittel brachte der Nordamerika-Rückkehrer Christoph Bertschy sechs Sekunden nach dem Wiederanpfiff und Herren den HC Lausanne nochmals auf 2:3 und 3:4 heran, doch zu mehr reichte es nicht mehr. Stefan Ulmer kam bis anhin noch nicht auf Touren.
Weitere Begegnungen:
Überlegener SCB fügt
Aufsteiger Rapperwil-Jona die vierte Niederlage zu
Zu
sehen bekamen die Zuschauer in der Eishalle am Obersee einen
Klassenunterschied. Der SC Bern trat nach den zuletzt zwei Siegen
ohne Gegentor, anstelle von Leonardo Genoni mit dessen Ersatz
Pascal Caminada an, welcher von den Rapperswilern nur selten
gefordert wurde. Mit dem vierten Sieg in Serie bewahrten die Berner
weiterhin eine weisse Weste, während die Rosenstädter eine klare
5:1 Niederlage erlitten.
Nach den vorherigen drei verloren gegangenen Spielen, starteten
Lakers mit viel Glück in die vierte Partie, da die Berner innerhalb
von 45 Sekunden nur die Torumrandung trafen. Erst nach diesen
Schrecksekunden kamen sie etwas besser ins Spiel und hatten nach
acht Minuten zwei guten Torchancen. Nach der Drittelshälfte schoss
Simon Moser den SCB verdient in Front, wobei Jan Mursak kurz danach
mit dem Tor zum 2:0 nachlegte. Den besseren Start ins 2. Drittel
erwischte Rapperswil und kamen vermehrt gefährlich vors gegnerische
Tor. Trotzdem waren die Gäste auch im Mittelabschnitt das
gefährlichere Team, scheiterten immer wieder an Melvin Nyffeler und
dennoch fiel das 3:0 für den SCB fiel im Powerplay der 36.
Minute.
Im Schlussdrittel aber vermieste Frédéric Iglesias bei nummerischem Gleichstand Caminada den Shutout, Im Anschluss gingen der SCRJ etwas optimistischer in die Offensiv, gaben alles um einen noch grösseren Schaden zu verhindern, liefen aber in der 52. Minute in einen Konter, der von Gaëtan Haas eiskalt abgeschlossen wurde. Zwei Minuten vor Spielende erzielte Untersander mit dem 5:1 schliesslich den Schlusspunkt. Für die Lakers, die bis zuletzt tapfer weiter gekämpft hatten, war der SCB einfach eine Nummer zu gross.
Fribourg-Gottéron bisher
punktelos, schiesst sich vom 0:2 zum 3:2
Tabellenleader Biel mit dem bisher makellosen Saisonstart und dem
Punktemaximum aus den ersten drei Spielen wird ausgerechnet vom
Schlusslicht Fribourg-Gottéron in die Schranken gewiesen. Die
Fribourger machten einen 2:0 Rückstand wett und gingen am Ende mit
3:2 als Sieger vom Eis. Das Siegertor erzielte der hervorragend
spielende Andrej Bykow anhand eines Backhand-Schlenzer über die
Stockhand von Hiller. Grossen Anteil am Sieg der „Drachen“ hatte
ihr Goalie Reto Berra, welcher sich nach dem Treffer von Damien
Riat nicht mehr bezwingen liess.
Die Seeländer hingegen gaben die Partie nach ihrer 2:0 Führung zu leicht aus der Hand, Gottéron dagegen legte bei Fortdauer der Partie immer mehr an Entschlossenheit zu. So vermochten Nathan Marchon und Julien Sprunger bei Spielmitte innerhalb von 104 Sekunden auszugleichen. Andrej Bykov schliesslich sorgte mit seinem Treffer in der 44. Minute für den Fribourger 3:2 Sieg.
Davoser Sieg dank Inti
Pestoni und Anders Lindbäck
In der 48. Minute
entschied Inti Pestoni die Partie zwischen dem EV Zug und Davos.
Der Stürmer des HCD konnte alleine durch die gesamte Zuger
Verteidigung laufen und beförderte die Scheibe während eines
Fallens am EVZ-Goalie Tobias Stephan vorbei ins Netz. Es war
bereits das dritte Tor für Pestoni nach seinem Wechsel vom ZSC zum
HC Davos. Zuvor in der 15. Minute hatte Paschoud auf Pass von
Pestoni den Davoser Ausgleich erzielt
Aufgefallen bei den Davosern war vor allem der schwedische Goalie Anders Lindbäck. Lindbäck, der erst kurz vor Saisonbeginn aus Nordamerika zum HCD gestossen, wurde zwar bereits nach 129 Sekunden durch Fabian Schnyder bezwungen, danach aber hielt der Torhüter sämtliche Schüsse auf seinen Kasten und wurde mit 41 Paraden zum Matchwinner gewählt. Der EVZ, zuvor ohne Verlustpunkte, drückte in der Endphase vehement, jedoch erfolglos auf den Ausgleich.
Die ZSC Lions treten an Ort
und Stelle, kommen nicht in die Gänge
Die dritte Niederlage der Lions im vierten Meisterschaftsspiel
befördert die Zürcher auf den drittletzten Tabellenrang, Tanner
Richard hatte mit seinem Tor zum 2:1 zu Beginn des letzten
Abschnitts für den Sieg seiner Mannschaft gesorgt. Die Zürcher
traten viel zu gleichgültig auf, von daher verzeichneten die Genfer
bereits im ersten Drittel dreimal mehr Torschüsse als die Lions
(15:5). Mit Mattia Hinterkircher, Pius Suter und Maxim Noreau kamen
die Lions noch zu drei erstklassigen Chancen, welche das Team unter
Serge Aubin jedoch nicht in Tore ummünzen konnte. Die Genfer,
welche ohne die verletzten Wingels und Bouma antreten mussten, war
es wenn auch knapp ein redlich verdienter Sieg. Zu seinem Debüt bei
den ZSC Lions kam der zuvor verletzt gewesene Neuzugang Roman
Cervenka, vermochte aber noch keine Akzente zu setzen.
Resultate NLA: 4.Runde
SCL Tigers – Ambri-Piotta
(0:0, 0:1, 0:1)
Tore: 33. Zwerger (D’Agostini, Novotny) 0:1. 58.
Zwerger (Kostner) 0:2.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Peter und Nüssli
(beide verletzt), Gagnon (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Lerg,
Bianchi und Plastino (alle verletzt).
Lugano – Lausanne 4:3 (1:1,
2:0, 1:2)
Tore: 2. Vauclair (Loeffel) 1:0. 7. Herren
(Zangger, Jeffrey/Ausschluss Bertaggia) 1:1. 30. Sannitz (Jecker,
Walker) 2:1. 34. Loeffel (Lajunen, Hofmann) 3:1. 41. (40:06)
Bertschy (Genazzi/Ausschluss Reuille) 3:2. 44. Hofmann (Bürgler)
4:2. 46. Herren (Kenins, Grossmann) 4:3.
Bemerkungen: Lugano ohne Sartori, Cunti,
Haussener, Klasen, Wellinger, Lausanne ohne In-Albon (alle
verletzt
Zug – Davos 1:2 (1:1, 0:0,
0:1)
Genève – Servette – ZSC Lions 2:1 (1:0, 0:1,
1:0)
Biel – Fribourg-Gottéron 2:3 (2:0, 0:2, 0:1)
Bern- Rapperswil-Jona Lakers 5:1 (0:2 0:1 1:2)
(Pic: HC Ambri-Piotta)









