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National League

NLA: Der SC Bern holt sich den 16. Schweizer Meistertitel !

Die fünfte Partie zwischen dem SC Bern und EV Zug war von Beginn weg sehr spannend und hart umkämpft. Trotzdem behielt der SCB die Oberhand und feierte mit einem knappen 2:1-Sieg seinen 16. Meistertitel in der Clubgeschichte, den Dritten in den letzten vier Jahren und den zweiten unter Trainer Jalonen.

Der Meistertitel 2018/19 wird in die Geschichte des SCB eingehen, als Triumph über alle Widerstände und einer grossartigen Charakterleistung, mussten sie doch von Anfang an unheimlich viel investieren. Hatten im Viertelfinale gegen Genéve-Servette eine harte Nuss zu knacken, plus vier Verlängerungen mit dem dem Overtime-Rekordspiel und zudem bereitete der EHC Biel ihnen im Halbfinal äusserste Schwerstarbeit. In der Final-Serie gegen den EV Zug hatte Bern zuerst alle Vorteile auf seiner Seite, geriet aber dennoch in Rücklage. Erst dank einer starken Reaktion und mit vier Siegen in Folge erkämpften sie sich den 16. Meistertitel. In der Qualifikation und zu Beginn der Playoffs erfolgte eine Feineinstellung der Berner Mannschaft, agierten danach stets aktiv, gefährlich aggressiv und vermochten es den Zentralschweizern den Schneid abzukaufen. Mit dem dritten Meistertitel in den vergangenen vier Jahren und der 5. Meisterschaft dieses Jahrzehnts hat der SCB somit seine Stellung als das erfolgreichstes Schweizer Eishockey-Unternehmen der Gegenwart beeindruckend bewiesen.

Dass der Schweizer Meistertitel in diesem Jahr genau mit dem Meistertitel des Berner Fussballvereins YB (eine Woche zuvor) zusammenfällt, macht das Ganze noch spezieller und kürt die Stadt Bern zur aktuell Schweizer Sport-Hochburg. Doch Bern sollte diesen aussergewöhnlichen Moment geniessen und ihn ausgiebig feiern, denn die Zukunft des SC Bern könnte sich anhand eines nicht zu unterschätzenden Umbruchs weitaus schwieriger gestalten als gedacht.

Mit Leonardo Genoni, der die Berner in Richtung EV Zug verlässt, geht eine Goalie-Persönlichkeit, der auch in diesen Playoffs in den entscheidenden Partien seine einzigartige Zauberkunst zerstäubt, und die Zentralschweizer förmlich zur Verzweiflung gebracht hatte. So kann sich der EV Zug glücklich schätzen, dass der Goalie-Zauberer ab der kommenden neuen Saison einer der ihren sein wird. Genoni’s Nachfolger, Niklas Schlegel, bei den ZSC Lions meist nur Ersatzgoalie muss sich erst noch beweisen. Schlegel ist ohne Zweifel ein guter Torhüter, logischerweise fehlt ihm die Austrahlung eines Leonardo Genoni, welche er als erst 24-Jähriger und seiner bisherigen Rolle als Ersatzgoalie noch gar nicht haben kann. Doch es gibt es noch andere Probleme bei den Bernern und müssen auch bei den anderen Akteuren dringend einen Umbau vornehmen, vor allem in der Defensive. Gerber wird im Mai 37-Jährig, Eric Blum und Justin Krueger in der kommenden Saison 33 und kommen damit langsam in einen problematischen Bereich. Zudem erhält der SCB auf dem Transfermarkt, dies seit geraumer Zeit, seine Wunschspieler nicht mehr, da Lausanne und Zug zwei erfolgversprechende Teams hinzugekommen sind und auch die ZSC Lions und der HC Lugano, wollen sie einen Spieler unbedingt haben, weder Mühe noch Kosten scheuen. Doch der SC Bern nicht dazu bereit, bei der Preistreiberei diverser Clubs um die „Stars“ bedenkenlos mitzumachen.

Neben Niklas Schlegel tätigte der SC Bern im Hinblick auf die neue Saison auch erst einen Transfer, welcher zudem noch mit einem Risiko verbunden ist. Für den ohne Zweifel sehr talentierten Inti Pestoni ist es womöglich die letzte Möglichkeit, bei einem sogenannten Grossclub Fuss zu fassen. Pestoni war bei den Lions hochkant gescheitert und konnte beim HC Davos nur Nichtsdestrotrotz besteht beim SC Bern weiterhin eine starke Basis mit Spielen wie Simon Moser, Tristan Scherwey, Mark Arcobello, Ramon Untersander, Calle Andersson und Gaëtan Haas, wobei Gaëtan Haas mit der NHL liebäugelt und will es anscheinend in Nordamerika versuchen, so haben die Berner immer noch überdurchschnittliche Spieler an Bord wie zum Beispiel auch die vielversprechenden André Heim oder Yanik Burren aus dem eigenen Nachwuchs. Und sollte Vincent Praplan sein Nordamerika-Abenteuer beenden, wird auch er zum SCB stossen.

Telegramm Playoff-Final Spiel 5
Bern – Zug 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) Stand 4:1
Tore
: 8. Haas (Blum/Ausschluss Lammer) 1:0. 21. (20:35) Martschini (Diaz, Suri) 1:1. 39. Blum (Ebbett, Boychuk) 2:1
Bemerkungen: Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Grassi (beide verletzt), Marti und Brügger (beide überzählig), Zug ohne Roe (abwesend), Widerström und Stadler (beide überzählig). Tor von McIntyre nach Coaches Challenge (Offside) aberkannt (32.)

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