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National League

NLA-Finale: Bern geht dank Heimsieg in Front!

Das Steuer herumgerissen hatte der SC Bern dank einem abgeklärten Heimsieg. Ein stark gespieltes erstes Drittel reichte den Bernern für einen 4:1 Sieg, welche nun in der Serie erstmals 2:1 vorne liegen.

Die Basis zum Sieg legten die Berner in den ersten 20 Minten dank zwei Treffern im Powerplay und dominierten das Startdrittel nicht nur physisch, sondern auch in punkto Tempo. Zudem bremsten die die Zuger mit ihren vielen Strafen im ersten Drittel gleich selber aus. Die erste Überzahl nutzte der SC Bern gleich zur Führung aus. Mark Arcobello bemerkte von der blauen Linie aus die Lücke, während dem Zuger Goalie die Sicht durch den Berner Captain Simon Moser verdeckt wurde und rein gar nichts sah.
Obwohl der SCB dominierte, kassierte Leonardo Genoni mitten in einer Druckphase ein Ei, als er die Scheibe nach einem Ablenker von Klingberg mit dem Schoner selbst ins Nest legte.

Die Antwort der Berner liess nicht lange auf sich warten. Erneut schoss Arcobello von der blauen Linie und wieder nahm Moser dem EVZ-Goalie die Sicht und dieser den Puck nicht kommen sah. Ein weiterer Treffer in Überzahl gelang den Hausherren im ersten Drittel, als Jan Mursak den Turbo zündete und Tristan Scherwey den Angriff mit einem Schuss unter die Latte vervollständigte.

Die Zuger aber fielen vorerst nur mit Stürzen auf, blieben aber im Spiel und stellten mit zunehmender Spieldauer die Berner vor vor einige Probleme. Vor allem Garrett Roe, der seine schauspielerischen Darbietung in der ersten Partie unter Beweis stellte, wurde vom Berner Publikum gnadenlos mit Pfiffen begleitet, sorgte aber mit seinen schnellen Querpässen immer wieder für Gefahr vor dem Berner Tor. Rückkehrer Reto Suri aber vergab eine beste Gelegenheit für einen Anschluss, indem er den Puck kurz vor der zweiten Pause an den Pfosten setzte.

Im Schlussdrittel verpasste Berns Zach Boychuk eine frühe Entscheidung, wobei die Berner kurzzeitig in ihr altes Muster verfielen, indem sie zu passiv, agierten, dennoch geschickt verteidigen vermochten. Der EVZ hingegen kamen zu keinen wirklich guten Möglichkeiten mehr, zumal entzog ihnen ihr Youngster Yannick Zehnder während einer Druckphase mit seiner Strafe die letzten Chancen. Danach traf Tristan Scherwey zweieinhalb Minuten vor Spielende in Überzahl noch zum vermeintlichen 4:1, worauf der EVZ-Trainer Tangnes sein Veto einlegte und die Coaches Challenge nahm. Tatsächlich hatte der Puck für einen kurzen Moment das Drittel verlassen, was aber am 4:1 nichts änderte, weil Arcobello kurz danach per Weitschuss ins leere Tor traf.

Beim EVZ kehrte nach Reto Suri auch Dennis Everberg, der am Montag zum ersten Mal Vater wurde und kurzfristig nach Schweden geflogen war, rechtzeitig zurück. Auch setzte Coach Tangnes in der Ausländerposition erstmals auf David McIntyre, welcher den bisher blassgebliebenen Brian Flynn ersetzte. Diese Maßnahme aber brachte nichts, denn McIntyre, zuvor einer der wichtigsten Zuger Stürmer konnte keine Akzente setzen.
Auch beim SCB kam es zu zwei Änderungen in der Aufstellung. Verteidiger Calle Andersson gab nach seiner Verletzung früher als erwartet sein Comeback, dafür musste Jalonen auf den an der Schulter verletzten Daniele Grassi (Saisonende) verzichten. Doch weil sich auch Gaëtan Haas mittlerweile zurückgemeldet hatte, konnte der SCB den Ausfall von Grassi locker verkraften.

Bern – Zug 4:1 (3:1, 0:0, 1:0)
Tore:
4. Moser (Arcobello, Untersander/Ausschluss Diaz) 1:0. 8. (7:12) Klingberg (Everberg, Roe) 1:1. 9. (8:40) Arcobello (Andersson) 2:1. 13. Scherwey (Mursak, Haas/Ausschluss Roe) 3:1. 58. Arcobello 4:1 (ins leere Tor).
Bemerkungen: Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Grassi (beide verletzt), Marti und Brügger (beide überzählig), Zug ohne Flynn, Widerström und Stadler (alle überzählig). Tor von Scherwey nach erfolgreicher Coaches Challenge wegen Offsides aberkannt (57.).

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