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National League

NLA: Rekordmeister HC Davos kämpft gegen den Abstieg!

Der dereinst stolze HC Davos muss um den Ligaerhalt kämpfen und gegen den letztjährigen Wiederaufsteiger Rapperswil-Jona Lakers beweisen, dass er für den Abstiegskampf bereit ist.

Eine gewöhnungssache für den HCD. Während sich Bern, Biel, Lausanne und Zug in den Playoff-Halbfinals um den Einzug ins Finale und die Eroberung des Meistertittels duellieren, muss die erfolgreichste NLA-Mannschaft der letzten zwanzig Jahren ab heute Abend gegen den Abstieg in die NLB kämpfen. Eine heikle Aufgabe für Davos, doch konnten sie sich schon während Wochen auf diese Playoutserie gegen die Lakers vorbereiten.

Nun ist es soweit und wird zur reinen Nervenangelegenheit der Bündner. Praktisch kein Spieler des HCD Erfahrung im Abstiegskampf, denn das Selbstverständnis ihres Erfolges, welches den HCD während Jahren begleitet hatte, ist im Kopf und Umfeld immer noch unterschwellig präsent, obschon die Spieler immer wieder betonen, dass sie den Ernst der Lage erkannt hätten. Doch auch für Routiniers wie Ambühl, die Gebrüder Wieser oder Perttu Lindgren ist ein Abstiegskampf eine neue Erfahrung.

Die Rapperswiler hingegen, welche von Beginn an in ihrer ersten NLA-Saison damit rechneten, dass ihr Weg in dieser Saison im Playout enden würde und nur 10 von 50 Qualifikationspartien gewannen, hinterliessen immer einen intakten Eindruck. Das Team und ihre Anhängerschaft schmolzen immer mehr zusammen was sich durchaus als positiv in dieser Serie erweisen könnte. In der eher überflüssigen und bedeutungslosen Klassierungsrunde gewannen die Rosenstädter vier von sechs Partien, die Bündner, welche allerdings ihre wichtigsten Akteure mehrheitlich schonten, nur ein Spiel und daher ist es gut möglich ist, dass dies gewisse Auswirkungen auf ihr Selbstvertrauen hat.

Als interessant kann man auch die Tatsache bezeichen, dass die Lakers unmittelbar vor Beginn dieses Abstiegsduells den Kontrakt mit ihrem Coach Jeff Tomlinson verlängert haben. Denn hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass man die Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Kanadier, welcher das Team auf eine eindrückliche Art und Weise in die höchste Spielklasse zurückgeführt hatte, nicht verlängern würde. Doch die Erkenntnis, dass Tomlinson auch als Ausbildner sehr gute Arbeit geleistet hat und is im Hinblick auf die Playouts ein sehr starkes Signal, das die Mannschaft noch enger zusammenrücken lassen könnte. Daher sollten die Davoser gewarnt sein und müssen sich reinhängen, wollen sie den Abstieg in die 2.Liga vermeiden, dies betrifft natürlich auch die Rapperswil-Jona Lakers..

Fakten zu dieser Serie:
Pro HCD: Leistungsträger wie Andres Ambühl, Enzo Corvi, Sven Jung, Magnus Nygren, Dino und Marc Wieser haben ihre Verträge verlängert und werden bei der Mission Ligaerhalt mit viel Herzblut bei der Sache sein, da es ja auch um ihre eigene Zukunft geht.
Contra HCD: Niemand hat Davos nach den absolvierten 50 Runden in der Tabelle an der zweitletzten Position erwartet, zudem die Bündner lange Zeit brauchten um zu realisieren wo sie standen und nun stehen.
Pro Rapperswil-Jona: Da die Lakers von Beginn an eine sehr schwere erste NLA-Saison nach ihrem Wiederaufstieg erwarteten, konnten sie sich von Anfang an auf diese Serie vorbereiten, da sie als Aufsteiger keinerlei Chancen sich für die höchste Liga zu verstärken und daher rein sportlich gesehen einen sehr schweren Stand hatten. Dennoch blieb man am Obersee ruhig, dies auch im Management und zu guterletzt wurde am vergangenen Wochenende die Vertragsverlängerung mit Trainer Jeff Tomlinson bekannt gegeben.
Contra Lakers: Das Team weist weniger Substanz auf als der Gegner und erwies sich zuletzt als zu schwach für die NLA, aber für die NLB zu stark. Entscheidend für diese Serie wird der Kopf sein und welches Team mit dem Druck besser umgehen kann, meinten die ehemaligen Spieler Marco Capaul (Rapperswil-Jona Lakers) und Daniele Paganini (Davos) in einem Interview mit der „Südostschweiz“ am vergangenen Wochenende.

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