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National League

NLA: Saisonende für Ulmer & Müller – Zwerger & Hofer erkämpfen sich ein fünftes Spiel

Der HC Lugano verliert die Viertelsfinal-Serie gegen den EV Zug mit 0:4 und scheidet somit aus. Gleichzeitig war es auch eine Abschiedsvorstellung ihres langjährigen Torhüter Elvis Merzlikins, welcher sich in der kommenden Saison 2019/20 in der NHL in der Organisation der Columbus Blue Jackets beweisen will. Auch könnte es der letzte Auftritt von Lugano-Coach Greg Ireland gewesen sein, da man bereits auf der Suche nach einem Nachfolger sei. Laut Luca Sciarini (Teleticino) soll der Nachfolger ein Finne sein und Sami Kapanen der Wunschkandidat des HC Lugano. Kapanen ist nicht nur Headcoach von Kalpa Kuopio, sondern seit drei Jahren auch der Besitzer des Vereins.

Die Partie begann ausgeglichen, gestaltete sich aber mit der Zeit zu einem offensiven Spektakel und die normale Spielzeit vin 60 Minuten plus einer Verlängerung nicht für eine Entscheidung reichte. Erst in der 96. Minute gelang es dem EVZ-Stürmer Brian Flynn mit seinem Siegtreffer zum 5:4 sein Team ins Halbfinale zu schiessen. Somit sind die Playoffs für Lugano (letzte Saison noch Finalist) in den Viertelfinals bereits zu Ende.

Lugano ging in der 5.Minute mit 1:0 in Front. Dabei bediente Haapala Luganos -Topskorer Grégory Hofmann, welcher den gegnerischen Goalie Stephan bezwang. Auch die Zuger Sven Leuenberger und Everberg kame zu ersten Möglichkeiten. In Überzahl vergaben die Innerschweizer durch McIntyre, Flynn und erneut Everberg weitere Chancen und Lugano lag bis zur ersten Pause weiter mit 1:0 in Führung.

Die Gäste konnten das zweite Drittel in Überzahl in Angriff nehmen, da Lugano’s Walker am Ende der ersten 20 Minuten nach einem Duell mit Zug’s Morant eine mehr als zweifelhafte Vierminutenstrafe kassierte. Nach einem Zuspiel von Alatalo traf Garrett Roe per Direktschuss zum 1:1 Ausgleich. Auch die Luganesi kamen zu zwei Powerplay’s, wobei Fazzini und Sannitz im ersten Powerplay ihre Möglichkeiten vergaben und Fazzini auch bei der zweiten Überzahl an Tobias Stepahn scheiterte, Lapieere aber genau richtig stand und den Abpraller zum 2:1 verwertete. Sannitz und Bertaggia hatten danach sogar die Gelegenheit den dritten Treffer zu erzielen. Dann kassierte Lapierre eine lachhafte Strafe nach einer kleinen Bagatelle mit einem Gegner. Genau in dem Moment als die Strafe am ablaufen war, erzielte Everberg auf Zuspiel von Roe den 2:2 Ausgleich. Der Ausgleich beflügelte die Gäste und nach einem Konter stand Leuenbergrer allein und frei vor Lugano-Keeper Merzlikins und brachte den EVZ zum ersten Mal in Front. Obschon die Bianconeri noch eine Gelegenheit für den Ausgleich hatten, blieb es beim 2:3.

Zu Beginn des Schlussdrittels kamen die Gäste erneut zu einigen Chancen, das Spiel und auch die Serie für sich zu entscheiden. Eine kritische Situation überstand Lugano, als Ulmer und Chorney wegen Spielverzögerung in die Kühlbox mussten und dem EVZ eine 115 Sekunden dauernde Überzahl bescherten. Roe, Everberg dreimal und Diaz hatten beste Möglichkeiten. Bei einer Überzahl der Luganesi streichelte Fazzini’s Schuss nur die Latte, danach bei 5 gegen 5 versuchte es Haapala mit einem Schuss aus der Distanz, dabei liess der Zuger Goalie den 3:3 Ausgleich passieren. Sieben Minuten vor Schluss traf Romain Loeffel mit einer mustergültigen Einzelaktion zur 4:3 Führung. Aber die Freude währte nicht lange und Yannick-Lennart Albrecht traf anhand eines verdeckten Schuss zum 4:4. Danach ging es hektisch zu und her, als der EVZ zwei Strafen kassierte, welche die Bianconeri jedoch nicht zur Führung nutzen konnten und es deshalb zur Verlängerung kam.

In der ersten Verlängerung kamen beide Teams zu einigen Powerplays, doch kam es zu keiner Entscheidung, also musste eine zweite Overtime die Entscheidung bringen. Auch in dieser wogte das Spiel auf und ab und man befürchtete schon eine dritte Verlängerung. Dann aber fiel die Entscheidung in der 96. Minute, als Brian Flynn vor Merzlikins einen Ablenker im Tor versenkte und der EV Zug damit im Halbfinal steht.
Für den HC Lugano und Greg Ireland ein bitteres Ende nach nur vier Spielen, war Lugano doch in den letzten beiden Spielen ein ebenbürtiger Gegner, die Zuger am Ende aber zweimal knapp gewinnen konnten. Die Schiedsrichterleistung darf man am Schluss ruhig etwas bemängeln, fehlte ihnen vor allem in den Verlängerungen das nötige Fingerspitzengefühl, indem sie fragliche Strafen verteilten und andere wirkliche Straftaten dafür übersahen

Ambri-Piotta mit dem verdienten ersten Sieg in den Playoffs seit 2006 erzwingt ein fünftes Spiel.
Ambri in der Serie gegen den EHC Biel feierte einen 2:1 Heimsieg und verkürzt die Serie auf 1:3. Michael Fora erzielte das Siegtor im Powerplay mit einem Schuss von der blauen Linie. Damit beendeten die Leventiner eine Negativ-Serie von sieben Niederlagen in Folge gegen Biel, zudem fielen alle drei Treffer in Überzahl.

Wild entschlossen und mit grossem Willen stemmten sich die Biancoblu in dieser vierten Partie gegen ein mögliches Ausscheiden in den Playoffs. So überstanden die spielerisch etwas limitierteren Nordtessiner praktisch alle ihre Unterzahlphasen. Zwölf von 14 Minuten konnten die Leventiner ohne ein Gegentor überstehen. Nur im ersten Überzahlspiel des EHC Biel kassierten sie durch Damien Riat in der 9. Minute das 1:0. Den verdienten 1:1 Ausgleich erzielte Ambri in Überzahl in der 17. Minute durch Dominic Zwerger, der von Kubalik und Hofer bedient wurde.

Auch in Unterzahl-Situationen kam Ambri durch Trisconi und D’Agostini zu zwei erstklassigen Gelegenheiten. Als die Referee’s sieben Minuten vor Spielschluss den Einheimischen ein drittes Powerplay der Partie ermöglichten, brach in den vollbesetzten Rängen riesiger Jubel aus. Ambri benötigte mit dem besten Powerplay-Team der Quali nur gerade 19 Sekunden für das spielentscheidende 2:1 durch Michael Fora, der zuvor schon einmal die Latte getroffen hatte.

Ambri war zu Beginn des 2. Drittels die spielbestimmendere Mannschaft. Bei einem einzigen Konterangriff der Bieler traf Riat nur den Pfosten und im Überzahlspiel einige Augenblicke später verhinderte Ambri-Goalie Conz mit einer glänzenden Parade sein Team vor einem 1:2 Rückstand

Lausanne gewinnt bei den SCL Tigers
Nur noch einen Sieg benötigen die Waadtländer für ihren ersten Halbfinal-Einzug in der National League. Mit dem 2:1 Sieg gegen die Emmentaler liegt Lausanne in der Best-of-7-Serie mit 3:1 vorn. Lagen mit 0:2 nach gespielten zwei Drittel in Front. Für die Tigers mehr als bitter, lenkte doch der Langnauer Verteidiger Erni den Schuss von Lausannes Antonietti unglücklich ins eigene Gehäuse. Vermins 2:0 ging ein Handpass von Dustin Jeffrey voraus, dennoch gaben die Schiedsrichter das Tor auch nach der Konsultation des Videos. Den Tigers hingegen gelang es nicht, die Mauer der Waadtländer zu durchbrechen, erst in der 58. Minute durften man in der Ilfis jubelln, als der wiedererwachte Di Domenico den Anschluss erzielte, es aber beim 2:1 Sieg des Lausanne HC blieb.

Mc Sorley’s Poker ging in die Hose
Genève-Servette verspielte seine vielversprechende Ausgangslage in der Serie gegen Bern und verloren in der ausverkauften Les-Vernets mit 1:2.Damit konnte der SC Bern die Serie 2:2 ausgleichen.
In den letzten beiden Duellen verspielte der SCB in den letzten Dritteln jeweils eine 2:0-Führung, ein drittes Mal aber liessen sie sich nicht mehr übertölpen. Ideal lief es aber für die Berner trotzdem nicht, gelang doch Kevin Romy sechs Minuten vor Ende noch der Anschlusstreffer. Danach kamen die Genfer zu keinem Treffer mehr.

Der Schachzug vom Genfer Coach Chris McSorley, welcher den Stock von Berns Beat Gerber nachmessen liess, ging in die Hose. Die Stockmasse waren regulär und deshalb musste ein Servettien auf der Strafbank Platz nehmen. Die Vorentscheidung fiel in der ersten Spielhälfte, wobei die Grenats das erste Drittel dominierten, es ihnen aber nicht gelang den Führungstreffer zu erzielen. Nach der ersten Pause diktierte der SC Bern das Geschehen auf Eis, wobei sie effizienter als Servette agierten. Daniele Grassi, der in der vierten Sturmlinie spielte, brachte den Bernern in der 28. Minute die Führung und Simon Moser erhöhte sieben Minuten später auf 2:0 als Bezina während der Vorwärtsbewegung die Scheibe verlor.

Resultate Playoff-Viertelfinals

Lugano – Zug 4:5 (1:0, 1:3, 2:1, 0:0, 0:1) n.V. Stand 0:4
Tore:
5. Hofmann (Haapala) 1:0. 22. Roe (Alatalo, Martschini/Ausschluss Walker) 1:1. 28. Lapierre (Fazzini, Sannitz/Ausschluss Albrecht) 2:1. 34. (33:13) Everberg (Roe, Martschini) 2:2. 35. (34:11) Leuenberger (Albrecht, Zgraggen) 2:3. 48. Haapala 3:3. 53. (52:34) Loeffel (Hofmann) 4:3. 53. (52:58) Albrecht 4:4. 96. (95:33) Flynn (Senteler, Diaz) 4:5
Bemerkungen: Lugano ohne Cunti und Klasen (beide verletzt). Zug ohne Klingberg (krank). 94. Everberg verletzt ausgeschieden.

Ambri-Piotta – Biel 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) Stand 1:3
Tore:
9. Riat (Fuchs, Brunner/Ausschluss Kubalik) 0:1. 17. Zwerger (Kubalik, Hofer/Ausschluss Künzle) 1:1. 54. Fora (Kubalik, Zwerger/Ausschluss Neuenschwander) 2:1
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Lerg und Pinana (beide verletzt), Biel ohne Paupe (verletzt) und Pouliot (krank).

SCL Tigers – Lausanne 1:2 (0:0, 0:2, 1:0) Stand 3:1
Bemerkungen:
SCL Tigers ohne Giliati (überzähliger Ausländer), Blaser, Johansson, Gustafsson und Punnenovs. Lausanne ohne Borlat, Mitchell und Partanen (alle verletzt).

Genève-Servette – Bern 1:2 (0:0, 0:2, 1:0) Stand 2:2
Bemerkungen:
Genève-Servette ohne Almond, Bouma, Douay, Vukovic, Wick (alle verletzt), Wingels (gesperrt) und Martinsson (überzähliger Ausländer), Bern ohne Kamerzin, Kämpf, Mursak (alle verletzt) und Berger (gesperrt). Tömmernes verletzt ausgeschieden (41.).

Abstiegsrunde:
ZSC Lions – Davos 3:2 (3:1, 0:1, 0:0).
Bemerkungen:
ZSC Lions ohne Blindenbacher, Klein, Nilsson, Cervenka, Sutter, Bodenmann, Wick, Flüeler, Backman, Bachofner und Hollenstein. Davos ohne Hischier, Sandell, Dino Wieser, Paschoud, Kundratek, Egli, Portmann (alle verletzt) und Lindgren (krank).
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Fribourg-Gottéron – Rapperswil-Jona Lakers 2:3 (1:1, 0:1, 1:1).
Bemerkungen:
Fribourg-Gottéron ohne Abplanalp, Bykow, Furrer, Holös (alle verletzt) und Berra (krank), Rapperswil-Jona Lakers ohne Iglesias, Mason, Ness (alle verletzt) und Knelsen (überzähliger Ausländer). Slater verletzt ausgeschieden


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