International

Paukenschlag vor Heim-WM: Headcoach muss gehen!

Der Schweizer Eishockeyverband hat Nati-Trainer Patrick Fischer per sofort freigestellt. Die Entscheidung wurde am 15. April 2026 bestätigt. Für die bevorstehende Heim-Weltmeisterschaft übernimmt Jan Cadieux die Leitung der Nationalmannschaft.

Auslöser: Fälschungsskandal um Covid-Zertifikat

Auslöser der Entlassung ist ein Skandal rund um ein gefälschtes Covid-Zertifikat. Patrick Fischer hatte öffentlich eingeräumt, für die Olympischen Spiele in Peking ein solches Dokument beschafft zu haben. Bereits 2023 war er deshalb wegen Urkundenfälschung rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Der Fall wurde erneut öffentlich diskutiert, nachdem Fischer sich in einem TV-Dreh gegenüber SRF entsprechend geäußert hatte.

Reaktion des Verbands

Zunächst hatte der Verband erklärt, die Angelegenheit sei intern geklärt und abgeschlossen. Nach zunehmender öffentlicher Kritik und wachsendem Druck änderte die Führung jedoch ihre Haltung.

In einer späteren Stellungnahme betonte der Verband, dass der Fall zwar rechtlich abgeschlossen sei, jedoch eine breite Vertrauens- und Werte-Diskussion ausgelöst habe. Integrität und Vorbildfunktion im Sport seien zentrale Gründe für die Konsequenz gewesen.

Verdienste von Patrick Fischer

Trotz der Entlassung würdigte der Verband Fischers sportliche Bilanz. Seit 2015 stand er an der Bande der Nationalmannschaft. In dieser Zeit führte er das Team mehrfach in WM-Finals und verbesserte die internationale Position der Schweiz deutlich.

Folgen und Ausblick

Mit dem Trainerwechsel kurz vor der Heim-WM steht die Schweizer Nationalmannschaft vor einer bedeutenden Umstellung. Die Vorbereitung auf das Turnier, das in Zürich und Fribourg stattfindet, erfolgt nun unter der Leitung von Jan Cadieux.

 

Bild: facebook.com/2023iihfwm

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