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International

Spengler Cup: Nürnberg wirft Metallurg raus / Davos im Halbfinale

Metallurg Magnitogorsk, russischer Top-Favorit, scheidet nach der 1:3 Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers als erstes Team aus dem Spengler Cup aus. Es ist nicht das erste Mal, dass ein KHL-Team am Spengler Cup enttäuscht. Die russisch geprägte, mit vielen Petrol-Dollars dotierte KHL wollte ein Gegengewicht zur weltweit dominanten NHL sein, doch am Spengler Cup scheiterten die KHL-Teams in den letzten Jahren bereits an einer niedrigeren Hürde. Seit 2010 und ausser dem Team SKA St. Petersburg hatte kein russisches Team mehr das Davoser Traditionsturnier gewonnen.

Die Nürnberg Ice Tigers aber zeigte gegen die Schmach nach der 2:6 Niederlage gegen das Team Canada viel Moral und gewannen gegen Metallurg Magnitogorsk mehr als verdient mit 3:1 und warfen die Russen aus dem Turnier. Stunden nach dem Spiel gegen die Kanadier mussten die Ice Tigers erneut aufs Eis und in die erste K.O.Phase am diesjährigen Spengler Cup. Auch Metallurg hatte schon enge Spiele hinter sich, wobei ihre zwei Partien mindestens in die Overtime ging, die Folge davon, sie spielten ohne Effizienz und Kampfwillen.

Dass ein Weiterkommen im Spengler Cup durchaus noch zu erreichen ist, bewiesen die Deutschen dank grossem Stolz und Kampfgeist, und führten dank dieser Einstellung in der 5.Minute durch ihren Captain Patrick Reimer 1:0. Irgendwie war klar, dass die Russen das frühe Gegentor nicht einfach so hinnehmen würden, kamen sie doch auch zu einigen Möglichkeitgen, welche sie jedoch nicht zu nutzen wussten. Mehr als ein einziger Pfostenschuss in der zehnten Minute lag nicht drin.

Bei einer wichtigen Schlüsselszene im 2.Drittel verpasste es Brown, im Boxplay vorzeitig auf 2:0 zu erhöhen und kassierten in der 22. Minute den 1:1 Ausgleich durch Kulemin

Auffallend bei den Nürnbergern war ihr Überzahlspiel, schon gegen die Kanadier war es jeweils die einzigen Chance die sie noch hatten. Auch gegen Magnitogorsk war das Powerplay ein wichtiger Teil, daher fiel die erneute Führung der Deutschen in Überzahl in der 27. Minute, Sekunden später folgte das 3:1 durch Pfoederl. Nach dieser Führung der Deutschen war Metallurg zu keiner Reaktion mehr fähig. Überhaupt hatten die Russen von Beginn weg und durch das ganze Turnier hindurch Probleme mit der Chancenauswertung. In der russischen Meisterschaft war das anscheinend kein Problem für sie, am Spengler Cup jedoch bedeutete dies das Aus.
Ein Zurückkommen ins Spiel gelang Metallurg nicht mehr. Keine weitere Tore fielen und damit schieden die Russen als erstes Team am diesjährigen Spengler Cups aus dem Turnier aus. Die Nürnberg Ice Tigers und müssen sich im heutigen Halbfinal gegen das Team Canada beweisen.

Davos schafft den Einzug in den Halbfinal
Dank ihrem 3:1 Sieg gegen Ocelari Trinec qualifiziert sich Gastgeber für den Halbfinal vom Sonntagabend und müssen gegen das finnische Team KalPa Kuopio antreten.

In der Schweizer Meisterschaft läuft es dem HCD mehr schlecht als recht und kassierten in ihren Heimspielen zehnmal in Folge Niederlagen. Unter Harijs Vintolins, ihren neuen Coach, scheint es nun wieder besser zu laufen.

So gewann der HCD am diesjährigen Spengler Cup gar zwei Heimspiele hintereinander. Nach dem 3:2 Sieg gegen Nürnberg vom Donnerstag folgte gestern ein 3:1 Sieg gegen Ocelari Trinec.

Dennoch wäre es zu vermessen zu behaupten, dass Davos nun über dem Berg sei. Zumal die Davoser ihren Sieg gegen in erster Linie ihren Verstärkunsspielern zu verdanken hatten, vor allem Linus Klasen, welcher beide Treffer zum 2:1 erzielte. Beim HC Lugano, seinem Stammklub, war Klasen meist überzählig und musste bei fünf der letzten sechs Spielen die Wolldecke fassen. Dario Simion, Verstärkungsspieler aus Zug, der sich beim Wechsel vom HCD zum EVZ die Freigabe für den Spengler Cup in seinen Kontrakt hatte schreiben lassen, bereitete beide Treffer vor. Mit in der Formation Klasen, Simion wirbelte auch Andres Ambühl über das Eis, welcher bereits sein 45. Spengler-Cup-Spiel bestritt, mehr als jeder andere Spieler der Neuzeit am Traditionsturnier. Für den Schlusspunkt mittels einem Weitschuss zum 3:1 ins leere Tor und in der allerletzten Sekunde sorgte Dino Wieser.

Zu den Matchwinnern des HCD gehörte logischerweise Linus Klasen und auch der schwedische Goalie Anders Lindbäck mit seinen 27 Paraden. Headcoach Harijs, dem die Qualifikation fürs Halbfinal noch zu wenig ist, schonte im Hinblick für das entscheidende Spiel gegen die Tschechen den Davoser Inti Pestoni, welcher am Donnerstag beim 3:1 Sieg über die Ice Tigers zu den besten Spieler gehörte.

Davos absolvierte ein starkes Spiel, was auch nötig war, denn Trinec dachte nie ans Aufgeben und hatten in den letzten 5 Spielminuten drei Gelegenheiten für einen Ausgleich. Pechvogel der Partie wurde der tschechische Weltmeister Martin Ruzicka, mehrmaliger Meister und Skorer-König, welcher die Möglichkeit gehabt hätte, einmal im Startdrittel und zweimal letzten Drittel sein Team in Führung zu schiessen.

Telegrammvom 29.12.2018:

Metallurg Magnitogorsk – Nürnberg Ice Tigers 1:3 (0:1, 1:2, 0:0)
Tore:
4:06 0:1 Reimer (Weiss), 21:04 1:1 Kulemin (Varfolomeyev), 26:29 1:2 Buck, 28:28 1:3 Pfoederl (Reimer/Weiss),
Metallurg Magnitogorsk: Sagidulin; Saizew, Matuschkin; Birjukow, Rylow; Wereschtschagin, Wassiljew; Igoschew; Warfolomejew, Ellison, Kulemin; Pakarinen, Rasmussen, Dorofejew; Bulir, Chibissow, Ljubimow; Juri Platonow, Nekolenko, Jaskow; Djukarew.
Nürnberg Ice Tigers: Treutle; Weber, Gilbert; Aronson, Festerling; Mebus, Lalonde; Bender, Jurcina; Bassen, Bast, Buck; Pföderl, Weiss, Reimer; Mieszkowski, Acton, Brown; Fox, Lerg, Segal.
Bemerkungen: Pfostenschüsse: Djukarew (11.), Gilbert (57.).

Davos – Ocelari Trinec 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)
Tore:
15. Klasen (Simion) 1:0. 37. Kovarcik (Krajicek) 1:1. 48. Klasen (Ambühl, Simion) 2:1. 60. (59:59) Dino Wieser 3:1 (ins leere Tor).
Davos: Lindbäck; Nygren, Payr; Du Bois, Buchli; Stoop, Sanguinetti; Jung, Heldner; Klasen, Simion, Ambühl; Frehner, Meyer, Bader; Corvi, Dino Wieser, Hischier; Egli, Aeschlimann, Kessler.
Ocelari Trinec: Hrubec; Gernat, Krajicek; Kundratek, Galwins; Roth, Musil; Adamek; Hrna, Marcinko, Ruzicka; Adamsky, Polansky, Svacina; Cienciala, Korvacik, Chielewski; Bukarts, Mikulik, Dravecky; Christov.
Bemerkungen: Davos ohne Kparghai, Lindgren, Pestoni, Rödin und Marc Wieser (alle überzählig).

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