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International

U20-WM: So will Österreichs Nachwuchselite den Klassenerhalt schaffen!

Die Vorbereitungen auf die IIHF World Junior Championships vom 26. Dezember 2021 bis 5. Januar 2022 in Edmonton und Red Deer in Kanada laufen bei Österreichs Herreneishockey U20-Nationalteam auf Hochtouren. Teamchef Marco Pewal sieht die WM als große Chance für Österreich, sich auf der großen Eishockey-Bühne zu präsentieren: „Wenn wir gute Leistungen bringen, können sich die Cracks ins internationale Rampenlicht spielen!“ – ÖEHV Sportdirektor Roger Bader führt die österreichische Abordnung in Kanada als Head of Delegation an und übernimmt wichtige Funktionen in Zusammenarbeit mit der IIHF. 

Bereits am 15. Dezember reist die österreichische Delegation zur Vorbereitung ins Eishockey-Mutterland. Zunächst wird die rot-weiß-rote Auswahl ihr Trainingscamp in Red Deer beziehen. Die mit rund 100.000 Einwohnern drittgrößte Stadt der Provinz Alberta liegt in der Aspen Parkland Region genau in der Mitte zwischen Edmonton im Norden und Calgary im Süden.

Neuland ist diese nordamerikanische Region für ÖEHV-U20-Teamchef Marco Pewal und seinen Betreuerstab nicht, hatte Österreich ja auch bei der letztjährigen Ausgabe der U20-WM teilgenommen. Seine Vorfreude auf und seine Begeisterung für das erneute Kräftemessen mit den Topnationen sind bei ihm schon spürbar.

Vor allem auf die WM-Spiele im imposanten Rogers Place, im tagesaktuellen NHL-Eishockeygeschäft Heimstätte der Edmonton Oilers, freut sich der Villacher besonders: „Ich hoffe sehr, dass Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen bleiben. Es gibt für so junge Spieler nichts Schöneres, als sich vor 18.000 Fans zu präsentieren und sein Land zu vertreten!“ Österreich trifft in der Gruppe B auf Finnland (27. Dezember), Gastgeber Kanada (28. Dezember), Tschechien (30. Dezember) und Deutschland (31. Dezember). Keine leichte Aufgabe für das U20-Nationalteam, wie der Headcoach analysiert: „Die Topnationen Finnland und Kanada sind sicher die Favoriten in der Gruppe, dann kommt Tschechien. Auch Deutschland ist von der Papierform über uns zu stellen.“

Auch wenn Marco Pewal Deutschland favorisiert, sieht er für das Duell mit dem Nachbarn am letzten Tag des Jahres Chancen: „Unser großes Ziel ist es, Deutschland zu schlagen. An einem guten Tag, an dem bei uns alles passt, mit einer sehr guten Torhüterleistung und natürlich auch mit ein bisschen Glück ist das möglich!“

Platz vier nach der Vorrunde würde den Viertelfinal-Einzug bedeuten, bei Tabellen-Rang fünf geht’s in die Relegation gegen den Abstieg. Die Auslosung ergab, dass das vermeintliche Entscheidungsspiel gegen die Deutschen als letztes Spiel der Vorrunde gespielt werden muss. Der Headcoach sieht das positiv: „Die Auslosung sehe ich nicht als Nachteil, die Spieler können auf der kleineren Eisfläche Erfahrungen sammeln, natürlich kosten die Spiele zuvor Substanz, aber sie sind fit genug, um auch im letzten Match voll angreifen zu können. Die Spieler sollen die Partien gegen Finnland, Kanada und Tschechien genießen. Österreich ist bei so einem Turnier normal alle zehn bis 15 Jahre dabei, das ist von der internationalen Aufmerksamkeit das zweitgrößte Turnier nach den Olympischen Spielen.“

Angst, dass seine jungen Cracks bei der zu erwartenden Kulisse nervös sein werden, hat Pewal nicht: „Klar werden die Burschen zu Beginn nervös sein, aber das legt sich mit jedem Shift. Je länger ein Match dauert, umso mehr werden sich die Spieler auf die Umgebung und die Kulisse einstellen.“ Vielmehr muss bei aller Ernsthaftigkeit des Unterfangens „Klassenerhalt“ der Spaß und die Möglichkeit, sich in einem außergewöhnlichen Rahmen der Eishockey-Welt und den zahlreichen Scouts zu präsentieren im Vordergrund stehen: „Vorweg ist klar, dass wir nur als kompakte Einheit, als Mannschaft bestehen können. Aber bei diesem Turnier sieht man die zukünftigen Superstars. Wenn wir gute Leistungen bringen, können sich die Spieler natürlich sehr gut präsentieren und ins internationale Rampenlicht spielen.“

Ein Blick in die Historie auf die U20-WM Allstar-Teams seit 1977 bestätigt den Headcoach: Von Vyacheslav Fetisov, Wayne Gretzky, Igor Larionov über Eric Lindros, Peter Forsberg, Paul Kariya, Roberto Luongo, Marc-André Fleury bis hin zu Alexander Ovechkin, Evgeni Malkin und Connor McDavid sind bei jedem U20-Turnier ehemalige und aktuelle NHL-Stars zum ersten Mal auf der großen Eishockey-Bühne aufgetreten.

Unterstützung im Betreuerstab erhält Headcoach Marco Pewal durch Jürgen Penker, der sich in Übersee mit seiner Erfahrung um das Torhütertraining und die Analyse der Goalie-Leistungen kümmert. Philipp Pinter ist auf der Trainerbank für die Verteidigung und Powerplays zuständig. Philipp Lukas analysiert Fehler und beobachtet, wie der Gegner spielt, ist zuständig für das Unterzahlspiel und gibt die Infos direkt an die Cracks weiter: „Wir sind ein super Team, die Zusammenarbeit macht sehr viel Spaß, wir haben untereinander ein großes Vertrauen, jeder kennt seine Funktionen genau!“

Bevor es in Edmonton ernst wird, gibt es zwei Testspiele gegen die Slowakei (21. Dezember) und gegen Schweden. Nach dem zweiten Testspiel gegen Schweden am 23. Dezember gibt es den Final Cut, wenn der endgültige WM-Kader nominiert wird. 25 Spieler und der gesamte Betreuerstab beziehen dann laut Pewal am Heiligen Abend in Edmonton das WM-Quartier: „Natürlich wird das so knapp vor Weihnachten nicht leicht, den betreffenden Spielern ihre Streichung aus dem Kader mitzuteilen, aber die Jungs wissen das und müssen damit umgehen können!“

ÖEHV Sportdirektor Roger Bader als Head of Delegation
Head of Delegation bei den IIHF World Junior Championships in Kanada ist ÖEHV Sportdirektor Roger Bader. Er übernimmt wichtige organisatorische Funktionen in Zusammenarbeit mit dem Eishockey-Weltverband IIHF: „Man ist in Kontakt mit den anderen teilnehmenden Nationen, alle zwei Tage gibt es regelmäßige Meetings mit der IIHF, in denen zum Beispiel Strafen, Sperren und andere wichtige Turnierfragen besprochen werden.“ Der Schweizer steht dem Trainerteam beratend zur Seite, in die sportlichen Belange des Betreuerstabes mischt er sich, wie er selbst klar sagt, nicht ein: „Marco Pewal ist der Teamchef und trifft die sportlichen Entscheidungen!“

Die Chancen der österreichischen Auswahl sieht Bader ähnlich wie der U20-Headcoach: „Wir sind Außenseiter, wir sind ja eigentlich noch immer Aufsteiger, weil es ja bei der letzten WM eine außergewöhnliche Situation war und es keinen Auf- und Absteiger gab. Bis zum Vorjahr ist es zehn Jahre her, dass wir bei diesem Turnier dabei waren. Am meisten Chancen rechnen wir uns gegen Deutschland aus, das seine stärksten Spieler nicht dabei hat, weil sie in den nordamerikanischen Ligen spielen.“

Sollte es mit dem Viertelfinale nicht klappen, gilt es, in der Relegation noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, um den Klassenerhalt zu schaffen: „Gegen den Tabellenletzten der anderen Gruppe ist einem Best-of-Three alles möglich!“

Zeit- und Spielplan
Start Vorbereitung: am 15. Dezember übersiedelt die rotweißrote Delegation nach Red Deer in Kanada zur WM-Vorbereitung. Nach dem zweiten Testspiel gegen Schweden am 23. Dezember wird der definitive WM-Kader nominiert. 25 Mann, zuzüglich dem Betreuerstab, beziehen dann am 24. Dezember in Edmonton das WM-Quartier.

Testspiele

Österreich vs. Slowakei
Di., 21. Dezember 2021, 19:30 Uhr Ortszeit (Mi., 22. Dezember, 03:30 Uhr CET)

Österreich vs. Schweden
Do., 23. Dezember 2021, 19:30 Uhr Ortszeit (Fr., 24. Dezember, 03:30 Uhr CET)

WM Spielplan

Österreich vs. Finnland
Mo., 27. Dezember 2021, 12:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr CET)

Österreich vs. Kanada
Di., 28. Dezember 2021, 17:00 Uhr Ortszeit (Mi., 29. Dezember, 01:00 Uhr CET)

Tschechien vs. Österreich
Do., 30. Dezember 2021, 14:30 Uhr Ortszeit (22:30 Uhr CET)

Deutschland vs. Österreich
Fr., 31. Dezember 2021, 12:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr CET)

Nach Neujahr folgen die Finalserie sowie die Relegation.

Modus
Die vier erstplatzierten Teams nach der Vorrunde qualifizieren sich für das Viertelfinale, das, wie auch das Halbfinale und Finale, im K.o.-Modus ausgetragen wird und so der Weltmeister ermittelt wird. Die beiden fünftplatzierten Nationen nach der Vorrunde bestreiten die Relegation im Modus „Best of Three“ und ermitteln dabei den Absteiger in die Gruppe A der Division I.

Kader

Name Vorname Pos Verein
MOSER Lukas GK EC GRAND Immo VSV (AUT)
SOMMER Leon GK Steel Wings Linz (AUT)
WRANESCHITZ Sebastian GK Victoria Royals (CAN)
ERNE Luca D Fresno Monsters (USA)
HÖRL Lukas D EC Red Bull Salzburg (AUT)
LINDNER Lorenz D EC-KAC (AUT)
MITROVIC Matteo D Eishockeyclub HTC – Black Bulls Ferlach (AUT)
MUßBACHER Mark D GCK/ZSC Lions (SUI)
NECESANY Lukas D EC Red Bull Salzburg (AUT)
REINBACHER David D EHC Kloten (SUI)
SABLATTNIG Tobias D EC-KAC (AUT)
TIALLER Christoph D EC-KAC (AUT)
URBANEK Martin D EC GRAND Immo VSV (AUT)
AUER Luca F EC Red Bull Salzburg (AUT)
BÖHM Mathias F Eishockeyverein spusu VIENNA CAPITALS (AUT)
CERNIK David F EC Red Bull Salzburg (AUT)
GEIFES Tim F South Shore Kings (USA)
HENGELMÜLLER Maximilian F EC Red Bull Salzburg (AUT)
KASPER Marco F Rögle BK (SWE)
MAIER Oskar F EC Red Bull Salzburg (AUT)
PEETERS Senna F Halifax Mooseheads (CAN)
RAPPOLD Kilian F Moser Medical Graz99ers (AUT)
ROHRER Vinzenz F Ottawa 67´s (CAN)
THALER Lucas F EC Red Bull Salzburg (AUT)
TSCHURNIG Johannes F EC GRAND Immo VSV (AUT)
VAN EE Finn F EC-KAC (AUT)
WALLNER Leon F Södertalje SK (SWE)
WERNICKE Janick F Eishockeyclub HTC – Black Bulls Ferlach (AUT)

www.eishockey.at

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