Die dramatischen Szenen rund um KAC-Verteidiger Jordan Murray haben im österreichischen Eishockey große Betroffenheit ausgelöst. Auch bei einem ehemaligen Spieler des VSV wurden dadurch Erinnerungen wach: Ex-Adler-Stürmer Martin Ulmer weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell sich im Profisport alles ändern kann.
Der Vorarlberger, der von 2019 bis 2021 für den VSV auflief, erlebte selbst einen medizinischen Schockmoment. Im November 2022 – nur wenige Stunden nach einem Spiel – brach der damalige Innsbruck-Stürmer am nächsten Morgen beim Frühstück plötzlich zusammen. „Mir war auf einmal total schlecht, ich bekam heftige Kopfschmerzen, dann wurde mir schwarz vor den Augen“, schildert der heute 37-Jährige gegenüber der „Kronen Zeitung“.
Ulmer wurde daraufhin mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen – zunächst sogar mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt. Nach zahlreichen Untersuchungen konnte er das Spital noch am selben Abend wieder verlassen. „Es wurde bei mir nichts gefunden – bis heute. Wahrscheinlich war es ein Kreislaufkollaps.“
Sportlich stand der Stürmer überraschend schnell wieder auf dem Eis: Nur eine Woche später lief Ulmer bereits wieder in einem Spiel auf. Die Nachwirkungen begleiteten ihn jedoch lange. „Es war ganz schwierig für mich. Bei jeder Anstrengung hatte ich Bedenken, dass wieder etwas passiert. Schon beim Treppensteigen oder Autofahren. Die Angst war immer dabei.“
Gerade deshalb gingen ihm die Szenen rund um KAC-Verteidiger Jordan Murray besonders nahe. „Nur Zeit heilt die Wunden. Es hat Jahre gedauert, bis ich das alles verarbeitet hatte.“
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