EHC Black Wings Linz

Zahlen lügen nicht: Warum Linz heuer hinterherhinkt

Nach Platz vier im Grunddurchgang der Vorsaison und dem Beinahe-Finaleinzug sind die EHC Black Wings Linz heuer deutlich zurückgefallen. Statt Spitzenplatzierung landete man nur auf Rang 9 – ein herber Absturz.

Offensive mit Ladehemmung & mehr Gegentore

Zwar überzeugten die Topscorer Graham Knott (49), Travis Barron (42), Brian Lebler (41), insgesamt mangelte es dem Team aber an Durchschlagskraft. Die Torschützenkrone der Linzer ging heuer an Knott, der zwar gleich viele Tore wie die Linz-Legender Lebler erzielen konnte – nämlich 21 – dafür aber drei Spiele weniger benötigte. „Nur“ vier Spieler erzielten mehr als neun Tore. Zum Vergleich: beim offensivstärksten Team der Liga, Olimpija Ljubljana, waren es nicht weniger als neun. Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und unterstreichen den offensiven Absturz der Oberösterreicher:

  • 141 erzielte Tore (Liga-Rang 8)

  • Nur 7 Treffer in den letzten 6 Spielen

  • Zuletzt mehrere Heimniederlagen mit lediglich einem erzielten Tor

  • 27 Gegentore mehr als in der Spielzeit 2024/25

Auch die Special Teams (Powerplay: 21,32 %, Rang 8 / Penalty Killing: 80,25 %, Rang 8) blieben im Mittelfeld. Schwach präsentierten sich zudem die Goalies mit einer Fangquote von 88,59 % (Rang 12).

Fans halten die Treue

Trotz sportlicher Krise stehen die Anhänger hinter dem Team: Mit durchschnittlich 4.188 Zuschauern belegen die Linzer ligaweit Platz zwei.

Präsident Peter Nader gegenüber der „Kronen Zeitung„: „Ich dachte, ich bin Präsident eines Eishockey-Klubs, aber ich komm’ mir vor wie im Fußball“.

Heute startet die Pre-Playoff-Serie zwischen den Black Wings und dem EC iDM Wärmepumpen VSV. Die Villacher haben Heimrecht – das einzige Heimspiel im Pre-Playoff steigt am kommenden Freitag.

Bild: Black Wings Linz/Eisenbauer

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