Der Abgang von Lukas Haudum zu TPS Turku sorgt bei den Graz99ers weiterhin für Diskussionen. Nachdem der österreichische Nationalspieler seine Ausstiegsklausel gezogen hatte, äußerte sich Präsident Herbert Jerich in der Kleinen Zeitung deutlich zur Entscheidung des 29-Jährigen.
„Das war alles korrekt und ich verstehe, dass Haudi ins Ausland wollte“, erklärte Jerich zunächst. Mit der Wahl des neuen Arbeitgebers kann sich der 99ers-Boss jedoch nicht anfreunden: „Aber, dass er zu so einem mittelklassigen Verein geht, versteh ich nicht. Das schockiert mich, dass er für dieses Team die Klausel genutzt hat.“
Graz sah bessere Voraussetzungen
Jerich betonte zudem, dass aus seiner Sicht viele Argumente für einen Verbleib in Graz gesprochen hätten. „Er bekommt dort nicht mehr Geld als in Graz, das Gesamtpaket der 99ers ist auch besser, hier könnte er in der Champions Hockey League spielen“, sagte der Präsident.
Darüber hinaus sei Haudum fest in die Planungen für die kommende Saison eingebunden gewesen. „Haudi war sogar ins Design der Trikots für die kommende Saison eingebunden und wir haben ihm alle Wünsche erfüllt“, so Jerich weiter.
Trotz Enttäuschung kein böses Blut
Der Präsident hätte den Nationalspieler gerne noch ein weiteres Jahr in Graz gesehen. „Er ist ja erst 29 Jahre alt, hätte hier noch ein Jahr spielen sollen. In der Champions League schaut jeder Scout zu, da hätte er sich für einen großen Klub in die Auslage spielen können“, erklärte Jerich gegenüber der „Kleinen“.
Trotz der Enttäuschung betonte der 99ers-Präsident, dass das Verhältnis zum Stürmer weiterhin intakt sei. Haudum verlasse den Klub „als Freund“. Gleichzeitig kündigte Jerich bereits an, dass die Grazer auf dem Transfermarkt reagieren werden. Einen österreichischen Ersatz auf vergleichbarem Niveau schließt er allerdings aus: „Da werden wir einen Legionär holen. Das wird ein Kapazunder, ein nächster Liga-MVP.“
Bild: VSV/Krammer









