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International

Chaos im Schweizer Eishockey wegen des Coronavirus: Wackelt auch die WM?

Nachdem der Bundesrat sämtliche Großveranstaltungen wegen des Coronavirus verboten hatte, wirbelt der Hockey-Alltag mächtig durcheinander. Der geplante Start in die Playoffs am Samstag, 7. März wurde eine Woche nach hinten auf den 13. März verschoben.

Am vergangenen Montag traf sich die Nationalliga, um diese Ausnahmesituation betr. des Coronavirus zu beraten. Der Spielraum ist minim, denn Spiele ohne Publikum wie am vergangenen Wochenende schließen ZSC-CEO Peter Zahner und sein SCB-Kollege Marc Lüthi aus. Tatsache ist, wird man ohne Zuschauer spielen, erleidet man Millionen-Verluste. Daher verlangt der ZSC-CEO, das der Playoffstart auf den 17. März verschoben wird. Sollte bis dahin das bundesrätliche Verbot für Großveranstaltungen nicht aufgehoben werden, könnte die Meisterschaft möglicherweise abgesagt werden.

Auch die Vertreter der National-und der Swiss-League trafen sich sich zu einer Sitzung in Bern, wo über alle Eventualitäten diskutiert wurde und danach ein Szenario festgelegt werden soll. Viele Fragen sind offen wie: Wird der Qualifikations-Sieger auch Schweizer-Meister? Gibt es einen -und Aufsteiger,  oder wird die National-League möglicherweise aufgestockt und wer rückt nach, der  EHC Kloten? Was geschieht mit den Playoffs allgemein, auch diejenige der Swiss League? Oder spielen die Vereine in der Swiss-League ihre Playoffs ohne Zuschauer?

Belastend wirkt die Situation auch auf die bevorstehende Eishockey-WM in der Schweiz, welche Anfang Mai beginnen soll und mittlerweile ernsthaft in Frage gestellt wird. So meinte der OK-Präsident Gian Gilli in der Online-Plattform „Watson“,  dass er davon ausgehe, dass die WM planmäßig stattfinden werde, was als Zweckoptimismus aufgefasst wird, um den Vorverkauf nicht zu stören.

Laut dem Präsidenten der IIHF, René Fasel, werde man spätestens Anfang April entscheiden, ob die WM wie geplant durchgezogen werden kann oder abgesagt wird. Zumindest der Schaden bei einer Absage der WM wäre abgefedert, da der Schweizer-Verband sowie die IIHF versichert sind. Diese Ausfallversicherung besteht seit 2012, die Prämie  alles andere als billig und kostet jährlich etwa 250’000 Franken.

Alternativen wären Sotschi und Weißrussland, welche bereit wären die Eishockey-WM 2020 von der Schweiz zu übernehmen
Sollte die Schweiz wegen des Coronavirus verzichten müssen, würden Sotschi und Weissrussland die Eishockey-WM 2020 durchführen, ein entsprechendes Angebot wurde von René Fasel bestätigt.

Fasel, der noch nicht über einen  Plan B sprechen möchte, bestätigt dass ihm die Russen einen Vorschlag unterbreitet hätten und im Fall eines Falles bereit wären, dafür sei er ihnen sehr dankbar. So verfüge Sotschi über zwei Eishallen und über genügend Hotelzimmer, um alle unterzubringen.

Der Entscheid soll am 15. April gefällt werden
Dass man alles im letzten Moment noch schnell ändern könne, sei illusorisch, so der IIHF-Präsident, und keine einfache Sache, zumal der Zeitplan beim Verband steht. Man wolle nun den 15. März abwarten und schauen, wie der Bund anhand der Beschränkung von 1’000 Zuschauern entscheidet. Sollte die Beschränkung bestehen bleiben,, wird man sich Anfangs April an einen Tisch setzen und beraten was man noch tun könne. Auch muss man zu allererst einen Schritt nach dem Anderen gehen ohne gleich in Panik zu geraten, denn das Ziel ist immer noch, die WM in der Schweiz durchzuführen.

Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter

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