Rund einen Monat nach Saisonstart zog PENNY DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in der vergangenen Woche ein erstes Zwischenfazit. Die große Frage im Vorfeld in Bezug auf den Bereich Corona-Testing konnte positiv beantwortet werden.
„Bisher sind wir praktisch problemlos durch die Saison gekommen. Wir tun wirklich alles Mögliche, sowohl von den prophylaktischen Maßnahmen als auch beim Bewusstsein der Clubs bei allen Mitarbeitern und Spielern.“ Jörg Von Ameln, Leiter Spielbetrieb, lobte: „Bisher ist das Verhalten der einzelnen Spieler und Mannschaften sehr vernünftig. Jeder Club hat von uns Hygienebeauftragte, die Kontakt zum Gesundheitsamt halten. Das klappt bisher ganz gut.“ Das zahlt sich aus, Verschiebungen oder gar Ausfälle von angesetzten Partien gab es noch nicht. Viele Spiele sind hart umkämpft und torreich, Teams wie Iserlohn oder Schwenningen überraschen mit konstant starken Leistungen. „Das Produkt, das was auf dem Eis passiert, macht schon echt Spaß. Das System, das wir praktisch jeden Tag spielen, funktioniert sehr gut“, sagte Tripcke.
Großes Interesse an den
Bildschirmen
Das belegt auch der Blick auf die
durchschnittlichen Zuschauerzahlen an den heimischen TV-Geräten. So
hat sich der Schnitt der Ligaspiele in den ersten Wochen der
Hauptrunde bei MagentaSport gegenüber der Vorsaison mehr als
verdoppelt. Offizielle Zahlen veröffentlicht der Medienpartner der
PENNY DEL Ende dieses Monats. Zusätzlich überträgt SPORT1
regelmäßig Livespiele im Free-TV. „Priorität sind aber definitiv
die Stadionzuschauer. Da haben wir hinlänglich drüber gesprochen,
wie wirtschaftlich wichtig die sind“, betonte Tripcke. Sollte der
Fall eintreten, dass in den kommenden Monaten eine Zulassung von 20
Prozent an Besuchern in den Stadien möglich ist, stellt sich die
Rechnung für jeden Verein anders dar. „Das muss man dann
individuell rechnen. Aber selbst wenn es wirtschaftlich keinen Sinn
macht, ist es ein Signal gegenüber den Fans. Es bringt einfach
Stimmung.“
Ob der attraktive Spielmodus auch für die Zukunft ein Modell sein könnte, bleibt noch abzuwarten. „Wir werden im nächsten Sommer wieder Champions League spielen und die internationalen Pausen in vollem Umfang haben. Da muss man einfach gucken, was möglich ist. Die Message an die Fans ist schon, dass sie weiter Priorität bei uns haben. Das ist ganz klar und alles andere muss sich weisen.“
Junge Talente nutzen ihre
Chance
Sehr positiv ist auch weiterhin der Trend im
Bereich der Jugendspieler. Junge Akteure, wie Maksymilian Szuber
(18, EHC Red Bull München) oder Florian Elias (18, Adler Mannheim),
der bereits bei der U20-Weltmeisterschaft zwischen den Jahren für
Aufsehen sorgte, absolvierten ihre ersten Einsätze in der PENNY
DEL. Mit Roman Kechter und Moritz Elias debütierten sogar zwei
16-Jährige für die Nürnberg Ice Tigers. „Die bessere
Nachwuchsarbeit der letzten Jahre trägt jetzt Früchte, die ersten
Jahrgänge kommen jetzt an. Durch die Corona-Situation kriegt der
ein oder andere junge Spieler noch mehr eine Chance. Und das ist
unglaublich gut für die Liga, wenn wir das Angebot im deutschen
Spielerbereich verbreitern“, sagte Tripcke.
www.del.org, Pic: Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH









