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EBEL

EBEL-Finals: Die Stimmen nach dem Bozener Titelgewinn:

Der HC Bozen ist Meister der Erste Bank Eishockey Liga 2017/18. Die Südtiroler gewinnen den Showdown in „Game 7“ auswärts gegen Red Bull Salzburg mit 3:2 (Spielbericht). Alle Stimmen zu Spiel 7 powered by Sky Sport Austria HD.

Kai Suikkanen (Head Coach HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Es fühlt sich großartig an, ich kann gar nicht sagen, wie großartig das ist. Wir haben das verdient, wenn du KAC, Vienna und Salzburg geschlagen hast, dann musst du Champion werden. Ich weiß nicht, ob ich jemals so großartige Spieler gecoacht habe. Sie haben so eine Leidenschaft für das Eishockey. Und diese Fans… Ich werde mich für den Rest meines Lebens an das alles erinnern. Es wurde am Schluss noch eng, aber wen interessiert das jetzt, wir sind Champion. Ich bin zu alt für Parties, ich trete einen Schritt zurück und lasse die Spieler feiern. Sie haben die Tore gemacht, nicht wir Coaches, wir bleiben im Hintergrund.“

Greg Poss (Head Coach Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Ich habe jedem Spieler individuell die Hand geschüttelt (gerade in der Kabine, Anm.), sie haben eine sehr gute Saison gespielt. So grausam ist der Sport. Wir sind wenigstens in die Position gekommen die Meisterschaft holen zu können, viele andere wollten das auch. In Überzahl haben wir nicht getroffen, das war eigentlich unsere Stärke über die ganze Saison. In Überzahl zu Beginn musst du ein, zwei Tore machen. Bozen war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Andere Leute müssen (für verletzte Spieler) einspringen und es ist eine Gelegenheit für sie das zu tun. Heute haben wir zu viel Glück gebraucht, um zu gewinnen. Wir müssen das analysieren und in Zukunft besser machen. Bozen war kein Außenseiter, sie haben eine sehr gute Mannschaft und verdient gewonnen.“

Daniel Frank (HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels „Ich weiß nicht was ich sagen soll. Wir waren so lange am letzten Platz … sowas passiert nicht oft. Danke an alle. Salzburg hat bis zum Schluss gekämpft, Hut ab. Wir haben ein bisschen mehr Herz gehabt. (In den letzten Sekunden) habe ich mir fast in die Hose gebrunzt. Wahnsinn, was wir geleistet haben, wir haben immer an uns geglaubt.“

Anton Bernard (HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Absolut geil, wenn man die Saison bedenkt. Heute war es ein nahezu perfektes Spiel. Im dritten Drittel hat Salzburg mehr vom Spiel gehabt und wir mehr Schüsse geblockt. Im Dezember waren wir Letzter und jetzt stehen wir ganz oben. Schwierig das in Worte zu fassen. Stolz auf meine Mannschaft. Die Fans haben uns das ganze Jahr so unterstützt, auch als wir am letzten Platz waren. 2014 waren wir Liganeuling, immer unter den Top-4 und haben eine gute Saison gespielt, heuer sind wir von ganz unten nach ganz oben. Wir sind gut zusammengewachsen als Truppe, das haben wir nicht einmal 2014 gehabt.“

Luca Frigo (HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Wir sind eine großartige Truppe, nach den Problemen sind wir in der Saison zurückgekommen und dann im Finale unglaublich. Der Coach hat einen guten Job gemacht und uns nicht zu euphorisch werden lassen. Der Coach ist ein cooler Typ, immer positiv, schreit nie mit uns. Wir stehen zusammen. Das wird heute eine tolle Party. Großartig unsere Fans.“

Pekka Tuokkola (Goalie HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Es ist großartig, es war ein langer Weg hierher zu kommen. Unglaublich, so harte Schlachten geschlagen. Ich denke es war eine Championship Performance von mir in den Playoffs.“

Alexander Egger (HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Eine Ehre, einfach Freude, es übertrifft alles. Man kommt in Gedanken immer wieder auf Dezember, als die Mannschaft am Boden war. Mit dem neuen Trainer wurde alles aufgerappelt und wir hatten wieder Freude am Spiel. Man hat heute gesehen, jeder kämpft für jeden. Was wir heuer gemacht haben, ist einzigartig. Als erste Mannschaft als Achter den Pokal zu holen. Das macht uns stolz – für den Verein, unser Land, unsere Stadt. Wir haben so viele tolle Spiele gehabt, als es siegen oder fliegen geheißen hat, einzelne Momente will ich nicht rauspicken, die ganze Saison bleibt in Erinnerung.“

Dieter Knoll (Geschäftsführender Vorstand HC Bozen):

…nach dem Gewinn des Meistertitels: „Es hat sich ein Märchen zugetragen, das hätte niemand so schreiben können. Wir haben uns fast nicht qualifiziert und ich habe mir schon vorgestellt, was das für meinen Verein bedeutet. Und dann haben wir die drei besten österreichischen Mannschaften nacheinander aus den Playoffs hinausgeworfen, die auch das dreifache Budget von uns haben. Man sieht, Geld alleine heißt noch lange nichts. Wir arbeiten das ganze Jahr hart, das Scouting ist sehr wichtig, um jedes Jahr gute junge Spieler nach Bozen zu holen. Wir werden viele Spieler verlieren, das ist normal, wir arbeiten schon an der nächsten Saison. Wir haben jetzt gute Argumente für Sponsoren und die Fans, die gleich das neue Abo unterzeichnen können. Aus finanzieller Sicht geht es uns sehr gut, sodass wir sofort weiterplanen können. Das Team steht im Vordergrund, die Mannschaft steht zusammen und kämpft zusammen – das ist der Grund für unseren Sieg. Obwohl Wien und Salzburg personell besser besetzt waren.“

Peter Hochkofler (Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Man kann nichts machen, Gratulation an Bozen. Heute haben wir von Anfang an nicht unsere Leistung gezeigt. Eine ausgeglichene Serie, aber trotzdem hat es Bozen verdient. Bozen ist nicht irgendeine Mannschaft. Es war schwierig.“

Matthias Trattnig (Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Sie sind schnell in Führung gegangen und wenn sie vorne sind, sind sie schwer zu schlagen. Sie haben eine super Serie gespielt, man kann nur gratulieren. Wir spielen in der Ecke, das Tor ist nicht in der Ecke, dann ist es schwer zu gewinnen. In den nächsten Tagen analysieren und dann geht es weiter. Ich bin stolz auf den österreichischen Meistertitel, aber das war vor ein paar Wochen und heute zählt das gar nichts.“

Daniel Welser (Red Bull Salzburg):

…nach dem ersten Drittel: „Ich sehe das emotionslos. Ich freue mich, dass ich mit euch analysieren kann. Ich habe eine Situation im September erlebt und bin froh, dass ich auf beiden Beinen bei euch stehen kann. Nach dem ersten Drittel in Bozen Spiel 6, habe ich mir gedacht, dass wir drüberfahren werden, aber dann hat man eine andere Mannschaft gesehen. Die Spieler müssen die Nervosität ablegen, man spürt in der Kabine wie jeder angespannt ist, ein volles Haus, das kann auch lähmen. Ich traue der Mannschaft noch einiges zu, sie müssen das erste Tor machen und dann schaut das Spiel ganz anders aus.“

Peter Mennel (Präsident der Erste Bank Eishockey Liga):

…nach dem zweiten Drittel: „Die Liga hat gezeigt, dass sie sehr, sehr erfolgreich gearbeitet hat. Ausgeglichene Mannschaften haben die Zuschauer begeistert und wenn man heute diese Stimmung hier sieht, ist es begeisternd. Die ganze Saison ist sensationell. Wir haben die zweitmeisten Zuschauer in der Geschichte, viele ausgeglichene und spannende Spiele. An Spieler, Mitarbeiter und Schiedsrichter ein großes Kompliment. Ich glaube, es ist alles möglich, alle haben in den letzten Jahren in den Playoffs zumindest einmal gespielt. Man kann auch mit kleineren Budgets sehr viel erreichen. Zagreb hat tolle Spiele abgeliefert – eine Bereicherung, dass sie bei uns mitspielen. Es ist alles noch offen, Salzburg braucht kein Wunder um drei Tore zu erzielen, im Eishockey kann es schnell gehen.“

Bernd Brückler (Sky Experte):

…nach dem ersten Drittel: „Bozen war extrem effizient, furchtlos, voller Energie auswärts. Das Game 7 Fieber. Bozen war unglaublich effizient. Die Südtiroler Fans geben Gas im Hexenkessel in Salzburg. Extrem auffällig, dass Thomas Raffl, der so viel Verkehr vor dem Tor erzeugt, einfach auf Seiten der Salzburger fehlt. Starkbaum war etwas unglücklich, fünf Schüsse auf sein Tor und zwei Gegentore. Es hat damit zu tun, dass er in den letzten beiden Partien viele Tore bekommen hat. Vielleicht doch nicht mit so viel Selbstvertrauen dabei, da passiert es schon mal, dass man hinter sich schaut (0:1). DeSousa wird beim 2:0 für Bozen sträflich alleine gelassen vor Starkbaum. Bozen blockt die Schüsse wieder. Welser, Latusa, Raffl fehlen natürlich, sie sind Galionsfiguren und von Red Bull nicht wegzudenken. Es sind noch 40 Minuten, die Salzburger Mannschaft kann das, sie haben zu Beginn jetzt das Powerplay. Eine tolle Unterstützung hier für die Heimmannschaft, die Fans werden ihre Mannschaft anpeitschen.“

…nach dem zweiten Drittel: „Der Titel ist sehr nahe für Bozen, 20 Minuten nahe. Unglaublich mit diesem Kampfgeist, mit dem sie hier auftreten. Es ist ganz klar zu wenig von Salzburg, sie müssen viel mehr Schüsse auf das Tor bringen. Bozen macht den Raum vor Pekka Tuokkola sehr eng, sie geben Salzburg nur die Schüsse von außen. Bozen ist sehr effizient, sie spielen es einfach und schlau. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Greg Poss die Mannschaft aufwecken will und den Tormann wechselt. Luka Gracnar ist schon länger nicht zum Einsatz gekommen, Starkbaum wird das Spiel zu Ende spielen, außer es passieren noch zwei schnelle Tore. Ich kann ein Lied davon singen, man steht als Goalie in Salzburg ganz wenig im Mittelpunkt, die Mannschaft verbringt viel Zeit im Angriffsdrittel. Salzburg wird das Drittel jetzt in fünf Minuten Abschnitte teilen und sagen, nach fünf Minuten das erste Tor, in den nächsten fünf Minuten das nächste Tor. In einer nächsten starken Unterzahl kommen wir zu Selbstvertrauen. Ein absolutes Reset in der Kabine und dann hinaus und 20 wirklich starke Minuten spielen. Wenn das erste Tor gleich fällt, spüren sie das Feuer wieder.“

…nach dem dritten Drittel: „Es war angerichtet für diese Mannschaft, ich bin etwas sprachlos … Gänsehaut. Diese Mannschaft hat schon so viel durchgemacht, man kann nur gratulieren. Bozen hat verdient gewonnen, alle in dieser Organisation haben an einem Strang gezogen, dieses Gefühl hat man als Außenstehender und es ist wirklich so. Angefangen von Dieter und Sohn Georg Knoll und diese einzigartige Mannschaft. Jeder hat geglaubt, dass Salzburg, Wien, die Übermächtigen es machen werden. Diese Südtiroler Mannschaft hat sich das erkämpft. Vor dieser Mannschaftsleistung kann man nur den Hut vor Bozen ziehen.“

www.sky.at, Pic: HC Bozen: Vanna Antonella

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