EHC Black Wings Linz

EBEL: Knalleffekt in Linz: Die drei Vizepräsidenten ziehen sich zurück!

Die „Causa Linz“ ist um ein Kapitel reicher und es könnte das (vorerst) letzte sein. Denn gestern Abend gaben die drei geschassten Vizepräsidenten bekannt sich zurückzuziehen.

Die Fehde zwischen Linz-Präsident Peter Freunschlag und den drei Vizepräsidenten Karl Egger, Peter Zauner und Peter Matausch dürfte nun vorerst zu Ende sein. Denn gestern Abend verkündeten die Vorstandsmitglieder dass sie akzeptieren nicht mehr erwünscht zu sein.

Was war passiert? Peter Freunschlag nutzte eine in den Vertragsstatuten festgelegte Regelung, die es ihm ermöglichte jeden Vorstandsbeschluss zu widerrufen. Dies setzte er bei der Abservierung von Manager Perthaler um und installierte vor wenigen Tagen Gregor Baumgartner als dessen Nachfolger.

Die drei Vizepräsidenten liefen dagegen Sturm, sahen diesen Alleingang als einerseits nicht Rechtens und andererseits die Entscheidung auch nicht im Sinne des Vereins. Breite Unterstützung erhielten sie von diversen Großsponsoren und den Fanklubs der Black Wings, welche allesamt mit Rückzug, Supporteinstellung drohten, sollte Freunschlag nicht umschwenken.

WIR BERICHTETEN AUSFÜHRLICH ÜBER DIE CAUSA LINZ

Doch dieser blieb standhaft und führte den weg der Neuorientierung seiner Black Wings fort. Zudem gab er bekannt dass Egger, Zauner und Matausch aus seiner Sicht keine Vorstandsmitglieder mehr wären, da sie ihren Rückzug ankündigten. Das dies in aller Form passierte, streiten die drei jedoch ab.

Nun jedoch gaben die drei (ehemaligen) Vizepräsidenten bekannt, dass sie sich geschlossen zurückziehen. Zwar stünden sie weiter hinter ihrer Meinung dass Freunschlag keine juristische Handhabe gegen sie hätte und werfen ihm Machtgier und Egoismus vor. Doch Sinne des Linzer Eishockeys wollen sie sich nun zurückzuziehen, stehen aber künftig, sofern sie gebraucht werden, weiter zur Verfügung. Jedoch nicht unter Präsident Freunschlag.

Dies Pressemitteilung im Originaltext:

Wir nehmen zur Kenntnis …

Die letzten Wochen haben uns gezeigt, wie man einen Eishockey-Verein in kürzester Zeit an den Rand des Abgrunds führen kann. Der Sport spielte dabei keine Rolle, es ging für alle sichtbar um Macht und Egoismus. Doch der Eishockey-Verein Linz ist mehr als eine One-Man-Show.

Nach den bekannten Fakten und mehreren konstruktiven Vermittlungsversuchen nehmen wir zur Kenntnis, dass Peter Freunschlag auf dem Standpunkt beharrt, dass wir nicht nur aus dem Vorstand zurückgetreten wären, sondern auch unsere Mitgliedschaft zurückgelegt hätten. Juristisch beides haltlos, doch wem nützt es, Konflikte auf juristischem Wege auf dem Rücken des Vereins auszutragen? Dem Eishockey-Verein Linz sicher nicht.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Peter Freunschlag, den Verein alleine führen möchte. Dazu passt auch, dass die „Black Wings Marketing GmbH“, in welche die Sponsorengelder fließen, zu 94 % seiner Frau Andrea Freunschlag und zu 6 % Peter Freunschlag gehört und dass die „LIWEST Black Wings Profis GmbH“ zu 100 % Peter Freunschlag gehört, bei der die Profi-Spieler unter Vertrag stehen und an den Verein verliehen werden. Das ist nicht nur unüblich, sondern für einen Verein, der auch öffentliche Mittel erhält, zumindest fragwürdig. Dazu passt auch, dass Peter Freunschlag behauptet, ihm würden die Rechte am Namen „Black Wings“ zur Hälfte gehören.

Nicht nachvollziehbar ist für uns die Forderung von Peter Freunschlag im Falle eines Rückzugs: „Ich fände es fair, dass ich das, was ich – abgesehen von Sponsor-Leistungen – in den Verein gesteckt habe, abgegolten bekomme.“ Wir verstehen unter Ehrenamt etwas anderes.

Wir bedauern diese Entwicklung sehr und noch mehr, dass wir in der aktuellen Situation gezwungen sind beziehungsweise wurden, uns zurückzuziehen. Wenn wir für einen Linzer Eishockey-Verein etwas tun können, sind wir jederzeit wieder bereit, doch in der derzeitigen Konstellation ist das leider nicht mehr möglich.

Daher nehmen wir zur Kenntnis, im Verein „EHC LIWEST Black Wings Linz“ keine Vorstandsmitglieder zu sein. Natürlich bleiben wir weiter einfache Vereinsmitglieder und werden als solche auf der kommenden Generalversammlung, deren Einberufung wir bereits verlangt haben, vom Präsidenten die Einhaltung der gültigen Statuten und Offenlegung aller Geschäfte mit seinen privaten Gesellschaften verlangen.“

Karl Egger KE KELIT
Peter Matausch CBC-X
Peter Zauner Molin

Pic: fodo.media/Harald Dostal

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