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ICEHL

EBEL: Vienna Capitals besiegen vor 10.000 imaginären Fans den HC COVID 19

Die spusu Vienna Capitals sorgten heute Abend für eine Top-Sensation. Österreichs Hauptstadtklub bezwang den HC COVID 19, derzeit wohl der meist gefürchtete Gegner im internationalen Eishockey, klar mit 4:1.

Die Treffer beim imaginär auf der Xbox ausgetragenen Duell – presented by IMMOunited, bei dem mit 10.000 Fans in der extra „ausgebauten“ Erste Bank Arena ein neuer Zuschauer-Rekord aufgestellt wurde, erzielten Ty Loney (16. Min.), Niki Hartl (30. Min.), Riley Holzapfel (35. Min.) und Mike Zalewski (40. Min.). Die Ticketeinnahmen dieses in der Realität nie stattgefundenen Aufeinandertreffens gehen direkt als Spenden an den Caps-Nachwuchs.

Head-Coach Dave Cameron kann im Vergleich zum abrupten Liga-Saisonende vor gut zwei Monaten sein Team in absoluter Bestbesetzung auf das Eis schicken. Patrick Peter und Brenden Kichton sind nach ihren Knieverletzungen wieder voll fit. Sascha Bauer, der mit den Caps stellvertretend für das gesamte Team auf der Xbox gegen den HC COVID 19 antritt, stürmt in der ersten Linie mit Riley Holzapfel und Niki Hartl. Das Tor der spusu Vienna Capitals hütet US-Olympia-Goalie Ryan Zapolski.

Die seit Tagen imaginär restlos ausverkaufte und aufgrund des großen Andrangs kurzfristig auf ein imaginäres Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauern ausgebaute Erste Bank Arena, erlebt vom Startbully weg ein packendes Spiel. Die spusu Vienna Capitals versuchen die viralen Attacken des HC COVID 19 mit frühem Stören und schnellem Forecheck im Keim zu ersticken. Den ersten Schuss eines Corona-Cracks aus dem hohen Slot muss Caps-Goalie Ryan Zapolski nach knapp zwei Minuten entschärfen (2. Min.).

Auf der anderen Seite wird kurz darauf Sascha Bauer gefährlich. Der Power-Forward scheitert, nach einem dynamischen Antritt über rechts und anschließendem Haken, aus kurzer Distanz am COVID-Keeper (4. Min.). Die völlig unbekannten Gäste aus der „Pandemie-Liga“ sorgen jedoch im weiteren Verlauf des ersten Drittels immer wieder geschickt, mit schnellen, überfallsartigen Break-Outs, für Gefahr. In Minute 5 rettet Zapolski im Eins-gegen-Eins gegen einen Corona-Crack (5. Min.), kurz darauf ist der US-Amerikaner bei einem Schuss von den linken Hashmarks zur Stelle (6. Min.). Ein Entlastungsangriff, eingeleitet von Ali Wukovits, bringt dann die erste Top-Chance für die Hausherren. Defender Mark Flood zeigt einem Viren-Verteidiger mit einem sehenswerten Move an der rechten Bande im Offensivdrittel die kalte Schulter. Seinen Pass in den hohen Slot nimmt Mike Zalewski per One-Timer (7. Min.). Doch auch der HC COVID 19-Goalie, dessen Name sowie jene seiner Teamkollegen vom Corona-Verein nicht preisgegeben werden, zeigt seine Klasse (8. Min.).

Es entwickelt sich fortan ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Kyle Baun scheitert in Minute 8 mit einem Schuss Richtung rechtes Kreuzeck nur knapp (9. Min.), im Gegenzug macht Zapolski im Eins-gegen-Eins aus kurzer Distanz die linke Ecke zu (11. Min.). Der HC COVID 19 hat zunehmend Probleme mit der Härte der spusu Vienna Capitals. Vor allem bei Caps-Urgestein Phil Lakos ist für die eishockeyspielende Virenschleuder oft Endstation. Und dringen die Corona-Cracks einmal in die gelb-schwarze Gefahrenzone ein, dann ist Zapolski gegen jeden Schuss immun (16. Min.).

Ein überlegter Aufbaupass von Lakos aus dem eigenen Drittel ist der Ausgangspunkt in Minute 16 für die 1:0-Führung der spusu Vienna Capitals. Der COVID-Goalie kann einen Schuss von Captain Mario Fischer vom rechten Bullykreis nicht festhalten. Ty Loney steht am Crease goldrichtig und sorgt beim HC COVID 19 mit einem eiskalten Rebound-Treffer für den ersten Schüttelfrost (17. Min.). Rafael Rotter (sein Schuss geht knapp neben die linke Stange, 19. Min.) und Defender Marc-André Dorion (aus dem hohen Slot drüber, 20. Min.) haben vor der ersten Drittelpause noch Chancen die Führung der Hausherren auszubauen.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts kommt es doppelt bitter für die spusu Vienna Capitals. Zuerst schicken die diesmal makellosen Referees Brenden Kichton wegen Beinstellens für zwei Minuten in die „Quarantäne-Box“ (19. Min). Wenige Sekunden später folgt ihm Riley Holzapfel für ebenfalls zwei Minuten wegen Spielverzögerung (18. Min.). Die Caps wehren sich mit allen Abwehrkräften. Vor allem Lakos, mit knapp 40 Jahren auf dem Buckel, räumt einen Corona-Angreifer nach dem anderen aus dem Weg. Wien hat allerdings auch Glück. In Minute 24 verhindert die rechte Stange bei einem Break-Away der Gäste den Ausgleich (24. Min.). Die spusu Vienna Capitals retten sich mit einem starken Penalty-Killing über die doppelte Unterzahl, müssen sich – wieder komplett – erneut bei ihrem Goalie Zapolski bedanken. Erneut bricht ein Viren-Wirbelwind durch, wieder ist der KHL-erfahrene Kanadier im Eins-gegen-Eins unbezwingbar (27. Min.).

Das Team von Head-Coach Dave Cameron präsentiert sich hingegen eiskalt. Patrick Peter bedient, bei seinem Comeback nach einem im Herbst erlittenen Kreuzbandriss, vom rechten Bullykreis Niki Hartl im Slot mit einem feinen Querpass. Der Jungvater mit der Nummer „96“ braucht nur noch seinen Schläger hinzuhalten und stellt auf 2:0 (30. Min.).

Fünf Minuten später steht die mit 10.000 Fans imaginär restlos ausverkaufte Erste Bank Arena endgültig Kopf. Captain Mario Fischer bringt den Puck von den linken Hashmarks ideal in den Slot auf Riley Holzapfel. Der Liga-MVP 2017 sagt „Danke“ und baut die Führung auf 3:0 aus (35. Min.). Doch der HC COVID 19 findet nur drei Minuten später zurück ins Spiel. Während Sondre Olden wegen Beinstellens für zwei Minuten in Quarantäne muss, stellen die Gäste im Powerplay auf 1:3 (38. Min., PP1).

Die spusu Vienna Capitals stecken den Gegentreffer schnell weg und haben noch vor der zweiten Drittelpause die richtige Antwort parat. Wukovits bedient Baun im hohen Slot, dessen Schuss muss der COVID-Goalie prallen lassen und Mike Zalewski verwertet den Rebound – nur 4,1 Sekunden vor der Pausensirene – zum 4:1 (40. Min.).

Das Schlussdrittel startet mit einem Backhand-Schuss von Bauer, bei dem der COVID-Goalie gerade noch rettet (42. Min.), und im Gegenzug mit einer Chance für die Gäste, bei der der Puck nur um Zentimeter neben der linken Stange vorbeiflitzt (42. Min.). Der HC COVID 19 wirft infolgedessen alles nach vorne, Zapolski verhindert in dieser viralen Abwehrschlacht allerdings mit spektakulären Paraden einen weiteren Gegentreffer. Die spusu Vienna Capitals schaffen somit die Sensation und gewinnen das „härteste Spiel ihrer Vereinsgeschichte“ gegen den HC COVID 19 mit 4:1.

spusu Vienna Capitals – HC COVID 19 4:1 (1:0, 3:1, 0:0)
Tore CAPS: Ty Loney (16. Min.), Niki Hartl (30. Min.), Riley Holzapfel (35. Min.), Mike Zalewski (40. Min.)
Tor Covid 19: Unbekannt (38. Min., PP1)

Line-Up spusu Vienna Capitals

Goalies:  #30 Ryan Zapolski | #29 Bernhard Starkbaum

1. Linie: #42 Alex Wall, #36 Mark Flood – #11 Sascha Bauer, #21 Riley Holzapfel, #96 Niki Hartl

2. Linie: #50 Mario Fischer, #8 Brenden Kichton – #9 Ali Wukovits, #40 Mike Zalewski, #27 Ty Loney

3. Linie: #10 Marc-André Dorion, #14 Patrick Peter – #12 Kyle Baun, #91 Taylor Vause, #6 Rafael Rotter

4. Linie: #5 Dominic Hackl, #4 Phil Lakos – #13 Sondre Olden, #22 Julian Grosslercher, #61 Patrik Kittinger

Statement Dave Cameron, Head-Coach spusu Vienna Capitals
„Es war eine großartige Leistung, auch dank der unglaublichen Unterstützung unserer Fans. Wir haben unseren Game-Plan 60 Minuten durchgezogen und waren vom Startbully weg bereit. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann, dass wir bei den Break-Aways des HC COVID 19 mehr als den vorgeschriebenen einen Meter Abstand gehalten haben. Wir haben Corona auf sportlichem Weg die Grenzen aufgezeigt. Ich hoffe, dass sich der Virus auch in der Realität bald geschlagen gibt.“

Statement Franz Kalla, General Manager der spusu Vienna Capitals
„Ich bin tief berührt von der Solidarität, die der Verein in den letzten Monaten von unserer Fan-Gemeinschaft erfahren hat. Heute, vor einer imaginär ausverkauften Erste Bank Arena, die nochmals – aufgrund der großen Nachfrage – aufgestockt wurde, dieses imaginäre Duell zu bestreiten, das ist schon richtiger „Magic Moment“ gewesen. Ich hätte mir nie gedacht, dass wir so viele Zuschauer, so viele Fans und damit so viel Unterstützung bekommen. Die letzten Wochen und der heutige Tag waren wirklich unglaublich. Vielen Dank!“

www.vienna-capitals.at, Pic: XBox NHL2020

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