ICEHL

Entscheidung gefallen: Nächstes österreichisches ICEHL-Team wechselt den Headcoach!

Etwas mehr als drei Wochen sind ins Land gezogen, seit die Vienna Capitals im Pre-Playoff gegen den nunmehrigen Halbfinalisten Hydro Fehérvár AV19 in drei Spielen ausschieden. In dieser Zeit gab es jede Menge Bewegung hinter den Kulissen des Hauptstadtvereins.

Nach eingehender Analyse der zurückliegenden Saison – in der Platz sechs nach dem Grunddurchgang zwar nicht erreicht wurde, Rang sieben und eine deutlich bessere Heimbilanz allerdings klare Verbesserungen im Vergleich zur Vorsaison darstellen – wurden innerhalb der Organisation die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt. So wurden in den vergangenen Wochen und Monaten Vertragsverlängerungen sowie Neuzugänge fixiert und weitere Personalentscheidungen getätigt. Diese wird der Hauptstadtverein im Laufe der Off-Season verkünden, teilweise sind Veröffentlichungen erst nach Ende der noch laufenden Playoffs der win2day ICE Hockey League möglich.

Kevin Constantine wird nicht in Wien bleiben

In Bezug auf die Position des Head-Coaches können die Vienna Capitals schon jetzt verlautbaren, dass die Zusammenarbeit mit Kevin Constantine nicht fortgesetzt wird. Der 67-jährige US-Amerikaner übernahm den Posten als Head-Coach im vergangenen November und führte den Hauptstadtverein in der abgelaufenen Saison auf Tabellenplatz sieben und damit in die Pre-Playoffs, wo gegen den nunmehrigen Halbfinalisten Hydro Fehérvár AV19 das Aus in drei Spielen erfolgte. Constantine coachte die Caps in insgesamt 36 Begegnungen. In diesen sammelte sein Team je 18 Siege und 18 Niederlagen. Die Vienna Capitals bedanken sich bei Kevin Constantine für seinen Einsatz in den vergangenen Monaten und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.

Entscheidung soll zeitnah folgen!

Die Vienna Capitals befinden sich seit Saisonende mit klaren Anforderungen an Trainerkandidaten auf der Suche nach der idealen Besetzung dieser entscheidenden Position. Aus einer Vielzahl an Bewerbungen wurde bereits eine erste Shortlist an Kandidaten gebildet, mehrere Coaches werden schon in den nächsten Tagen und Wochen zu intensiven Gesprächen in Wien erwartet. Der neue Head-Coach soll in die Besetzung der noch offenen Kaderpositionen involviert werden und diese maßgeblich prägen. Ziel der Capitals-Organisation ist es, ein konkurrenzfähiges Team zusammenzustellen, mit dem in der kommenden Saison in einer immer stärker werdenden Liga mit strukturell anderen Voraussetzungen als noch vor einigen Jahren zumindest der Viertelfinaleinzug gelingen soll.

Statement Martin Reiss, Präsident der Vienna Capitals

„Wir haben das im Vorfeld der Saison ausgegebene Ziel, nach dem Grunddurchgang einen Platz in den Top sechs zu belegen, nicht erreicht. Das lässt sich nicht leugnen und stellt auch für mich persönlich eine Enttäuschung dar. Dafür gibt es Gründe, diese wurden ausführlich analysiert, diskutiert und auch die entsprechenden Lehren daraus gezogen. Insgesamt muss man rückblickend ein differenzierteres Bild der vergangenen Saison zeichnen. Mit Platz sieben steht die beste Grunddurchgangsplatzierung seit dem letzten Halbfinaleinzug im Jahr 2023 zu Buche. In der STEFFL Arena konnten wir den Capitals-Fans, mit deren Unterstützung wir einen Zuschauerrekord knacken konnten, vor allem in der zweiten Saisonhälfte einige Highlights liefern. Das durchwegs positive und wertschätzende Feedback von vielen Partnern und Fans motiviert uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die Capitals zu einer Organisation zu machen, die unabhängig von üppigen öffentlichen Zuwendungen oder einem Mäzen im Hintergrund lange Bestand hat und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann. Ein großer Teil dieses Weges ist gegangen. Das Erreichte in der Vorsaison kann für uns allerdings nur ein Zwischenschritt sein, insbesondere, was das sportliche Ergebnis angeht. Die positive Entwicklung, die die Vienna Capitals in den vergangenen Jahren hingelegt haben, soll sich auch in sportlichem Erfolg widerspiegeln. Daran wird innerhalb des Vereins unermüdlich gearbeitet, wenngleich man die aus verschiedenen Gründen – momentane – wirtschaftliche Kraft der aktuellen Top-Sechs-Vereine nicht leugnen kann und sich die Erwartungshaltung auch dementsprechend gestalten muss. Sehr positiv nehme ich wahr, dass innerhalb der Liga an Möglichkeiten gearbeitet wird, schon ab der Saison 2027/28 durch konkrete Maßnahmen die Ausgeglichenheit der Liga wieder verstärkt in den Fokus zu nehmen. Im Interesse aller Vereine und vor allem der Entwicklung der Liga, mit finanziell stabil aufgestellten Vereinen, insgesamt.“

Statement Christian Dolezal, Sportlicher Leiter der Vienna Capitals

„Rückblickend ist es evident, dass die damalige Entscheidung, Kevin Constantine als Head-Coach zu bestellen, richtig war. Auch seiner Person ist es zu verdanken, dass wir uns nach einem schlechten Saisonstart letztendlich als Siebter für die Pre-Playoffs qualifiziert haben. Dafür gebührt ihm unser aller Dank. Für uns als Organisation geht es nun aber um den langfristigen Aufbau einer Top-Sechs-Mannschaft, weswegen wir auf der Trainerposition einen anderen Weg einschlagen werden. Wir befinden uns bereits in vertieften intensiven Gesprächen mit geeigneten Kandidaten. Ich bedanke mich bei Kevin für sein Engagement sowie seine harte Arbeit in den vergangenen Monaten und wünsche ihm für den weiteren Lebensweg alles Gute. Auch wenn die vergangene Spielzeit nicht unseren Erwartungen entsprach, hat vor allem die zweite Saisonhälfte gezeigt, dass unser Team konkurrenzfähig war. Es ist uns für die neue Saison gelungen, den Kern der Mannschaft zusammenzuhalten. Das Gerüst der Mannschaft steht daher. Die noch offenen Positionen werden wir gemeinsam mit unserem neuen Head-Coach mit schlagkräftigen Neuverpflichtungen füllen.“

www.vienna-capitals.at, Pic: Vienna Capitals/Manfred Szieber 

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