Aljaz Predan wechselte nach acht Jahren beim EC Red Bull Salzburg zum HK SZ Olimpija. Somit spielt der 23-jährige Slowene erstmals seit der U18 wieder für ein Team aus seiner Heimat. Bereits im zweiten Spiel für Ljubljana durfte der Stürmer seinen ersten Treffer bejubeln, der prompt zum Top-Tor der ersten Woche wurde. Im Gespräch mit der win2day ICE Hockey League spricht der Neuzugang der Drachen über seine neue Rolle, den HK SZ Olimpija und seine Ziele.
Du bist nach acht Jahren in
Salzburg im Sommer zu Olimpija gewechselt. Was waren deine
Beweggründe?
Ich glaube generell, dass es deutlich schwieriger ist als
Ausländer in einem Team zu spielen. Nachdem ich von Salzburg
weggegangen bin, war für mich Ljubljana die einzig sinnvolle
Station. Der Coach und der gesamte Staff haben dann alle Hebel in
Bewegung gesetzt, um mich zum HKO zu lotsen.
Wie blickst du auf die Zeit in Salzburg
zurück?
Ich habe in Salzburg meine Jugend verbracht und bin dort auch
vier Jahre in die Schule gegangen. Von dort wegzugehen war
natürlich nicht einfach, da Salzburg schon so etwas wie mein zu
Hause war. Es war eine schöne Zeit.
Wie schnell hast du dich in Ljubljana
eingelebt?
Ich hab‘ mich sehr schnell in Ljubljana eingelebt. Viele
Mitspieler kenne ich schon von früher und auch mit den anderen habe
ich mich sofort gut verstanden. Ljubljana ist außerdem eine
unglaubliche Stadt, die mir richtig daugt.
Der Saisonstart ist für euch gut gelaufen. Nach dem Punkt
gegen Linz habt ihr am Sonntag in Wien mit einem tollen Comeback
den ersten Saisonsieg gefeiert. Wie ist das Spiel aus deiner Sicht
verlaufen?
Wir haben diesen positiven Saisonstart verdient. Wir
konzentrieren uns immer nur auf unser Spiel und nicht darauf, was
die Gegner machen. Wir wollen schnell spielen und kämpfen über die
gesamte Spielzeit. Bereits wenn man die Kabine betritt, merkt man
den großartigen Zusammenhalt im Team. Es macht richtig Spaß, mit
der Mannschaft auf das Eis zu gehen.
Du hast beim Stand von 0:2 den wichtigen Anschlusstreffer
erzielt. Wie besonders war dein erstes Tor im Olimpija-Trikot, das
dann sogar zum win2day Top-Tor der ersten Woche ernannt
wurde?
Das war natürlich ein besonderes Gefühl. Den ersten Treffer
vergisst man nie. Jetzt hoffe ich, dass noch viele folgen
werden.
Der Treffer ist dir nach einem schönen Alleingang gelungen.
Zeigt das auch, dass du Verantwortung übernehmen
willst?
Ich möchte hier natürlich eine andere Rolle als in Salzburg
einnehmen. Ich bekomme deutlich mehr Eiszeit. Bei den Red Bulls
waren es vielleicht fünf bis sieben Minuten pro Begegnung – hier
sind es jetzt 20 Minuten – das fühlt sich natürlich gut
an.
Die Saison ist noch jung – aber welche Ziele habt ihr als
Mannschaft und was hast du dir persönlich
vorgenommen?
Unser Trainer gibt uns keinen Druck. Er fokussiert sich auf ein
hohes Energielevel in jeder Begegnung und das Teamgefüge. Wir haben
keine „Handschellen“ angelegt, wir spielen einfach Eishockey. Der
Headcoach will, dass wir in jedes Spiel ohne Angst gehen können.
Wenn wir das beherzigen, können wir es weit schaffen. Ich
persönlich hab mir meine Weiterentwicklung als Ziel
gesetzt.
Ihr spielt am Freitag in Graz – was erwartest du dir von
dieser Partie?
Es wird keine Wiederholung des Vorbereitungsspiel – Graz wird
mit Sicherheit deutlich gefährlicher auftreten. Aber, wenn wir so
spielen wie gegen Wien, können wir alle überraschen.
ice.hockey , Bild: Leo Vymlatil









