Graz99ers

ICEHL: Neo Graz Boss Jerich: “Beim Eishockey brennt was in mir!“

Seit gestern ist klar, dass die Graz99ers einen neuen Boss haben. Herbert Jerich übernimmt die Agenden von Jochen Pildner-Steinburg und hat mit den Steirern so einiges vor. 

In einem großen Interview mit der „Kleinen Zeitung“ sprechen sowohl Jochen Pildner-Steinburg als auch Herbert Jerich wie es zu dieser Personalentscheidung kam, was die nächsten Schritte sind und warum sich Jerich ausgerechnet für die 99ers entschied.  

Die Graz99ers feiern bald ihr 25-jähriges Bestehen, ebenso lange ist auch Jochen Pildner-Steinburg dabei, nun aber folgt der Abschied. Dies hat vor allem einen Grund, denn Pildner-Steinburg gibt offen zu, dass es ihm nun reicht. Er war ja nicht nur 25 Jahre lang bei den 99ers am Werk, sondern fast 60 Jahre im Eishockey-Business.

Die Übergabe an Jerich ist keine große Überraschung, immerhin war er schon mal Vizepräsident, kennt daher die Gegebenheiten und ist zudem auch im Sport-Sponsoring aktiv. Gerade was das Sponsoring angeht, erwartet man sich auch viel. Jerich gibt auch an, dass sein Unternehmen als Sponsor gewonnen werden konnte, zudem will man die Firma „GAW“ halten. Zudem baut man auf das gute Netzwerk von Jerich bei der weiteren Sponsorensuche.

Die Verantwortlichen in Graz sind überzeugt davon, dass er nun der richtige Mann für die Aufgabe sei. Als das Angebot kam, überlegte Jerich zunächst und es brauchte auch einige Telefonate mit Pildner-Steinburg. Seine Begeisterung für den Sport und die 99ers war aber  immer schon da, zudem war er auch maßgeblich an der Vanek-Verpflichtung in der Lock-Out Sesason verantwortlich und spürte, dass man die Fans begeistern kann.

Wie sehen nun aber die nächsten Schritte aus? Jerich spricht selbst davon, dass er kein Spezialist in Sachen Eishockey ist, daher wird es auch wichtig sein, Experten einzustellen. Wie bereits angekündigt, werden die 99ers einen Sportdirektor einstellen, der auch Bernd Vollmann entlasten soll. Dies soll ein absoluter Fachmann sein, die Suche läuft bereits.

Besonders am Herzen liegt Jerich auch der Nachwuchs, denn er weiß, dass man nur mit einem breiten Team am Ende auch erfolgreich sein kann. Angesprochen auf die derzeitige Situation, gibt er auch zu, dass die Imports nicht die besten sind. Wenn es aber eine breite Jugend und einen tiefen Kader gibt, wächst auch der Konkurrenzkampf und genau dorthin wollen die 99ers in Zukunft.

Ob es auf der Trainerbank Änderungen geben wird, beantwortet Jerich aus jetziger Sicht nicht: „Das muss dann der Sportdirektor entscheiden, wie auch den Stil, den wir spielen. Den brauche ich nicht vorzugeben, sonst brauche ich ja keinen Sportdirektor.“

Warum entschied sich Jerich nun aber ausgerechnet für Eishockey? „Nichts gegen Basketball oder Handball, aber dazu habe ich keine Affinität. Ich habe gemerkt, beim Eishockey brennt noch was in mir – und mich entschieden, „All in“ zu gehen.“

www.hockey-news.info, Bild: Werner Krainbucher, Puckfans.at

 

 

 

 

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