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ICEHL

ICEHL: Wie erfolgreich wird der „Jugendliche Wiener Weg“?

40 Spiele im Grunddurchgang sind in den Büchern. Die spusu Vienna Capitals qualifizierten sich zum 19. Mal in ihrer 20-jährigen Geschichte für die Play-Offs – und das ausgerechnet in ihrem Jubiläumsjahr mit einem so österreichischen Line-Up wie noch nie!

Zuletzt liefen die Caps gegen Top-Teams wie Salzburg oder den EC-KAC mit 19 Österreichern, darunter 16 Wiener bzw. 12 Eigenbau-Spieler, und  – verletzungsbedingt – nur drei Imports auf.

Viele Eigengewächse aus dem Silver Capitals-Nachwuchs sowie aus der Vienna Capitals Hockey Academy wurden vom Coaching-Staff erfolgreich ins Team eingebaut. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp 26 Jahren stellen die Caps eines der jüngsten Line-Ups der Liga.

General Manager Franz Kalla erklärt dass dieser Weg schon lange vorbereitet war: „Man muss damit beginnen, dass wir eigentlich diesen Weg, den wir eingeschlagen haben, schon vor Jahren begonnen haben. Denn sonst wären wir gar nicht in der Lage gewesen, mit so vielen Eigenbauspielern in diese Saison zu starten. Also eigentlich ist es nur eine konsequente Fortsetzung. Das zweite ist natürlich: Dass der Weg mit den Jungen so aufgeht und viele Junge diese Chance nutzen, das ist natürlich extrem erfreulich.“

Auch Kapitän Mario Fischer weiß dass die jungen Cracks mehr als nur Lückenfüller waren: „Zum vierten Platz und der damit verbundenen Play-Off-Qualifikation haben unsere jungen Spieler sicher einen Riesenbeitrag geleistet. Sie haben sich seit dem Saisonstart richtig gut entwickelt und sich auch ihre Eiszeit, mit ihrem Einsatz, ihrem Talent und Fleiß verdient. Wir alle können auf unsere vielen Young-Guns stolz sein. Natürlich ist es schmerzhaft, wenn du auf die Top-Legionäre verletzungsbedingt verzichten musst. Gleichzeitig bereitet es mir als Captain aber große Freude, wenn ich sehe, wie unser junges Team gegen starke Mannschaften wir Klagenfurt auftritt, trotz der Verletzungssorgen. Wir müssen uns sicher nicht verstecken, obwohl wir einen sehr jungen und unerfahrenen Kader haben.“

Fischer ist zudem überzeugt dass der Weg heuer noch lang sein wird: „Wir haben eine junge Mannschaft, aber wir sind hungrig auf Siege. Wir wollen es niemandem leicht machen und oben mitspielen. Das muss unser Ziel sein und dafür werden wir uns voll reinhauen. Wir haben natürlich nicht den Spielstil wie in den vergangenen Jahren. Das geht aber auch nicht, da die Erfahrung auf Top-Niveau – aufgrund der vielen jungen Spieler bei uns im Line-Up – noch nicht vorhanden ist. Dennoch haben wir in den vergangenen 40 Spielen immer Mittel gefunden, um in fast jeder Partie um den Sieg mitzuspielen. Das hat uns schlussendlich die vorzeitige Play-Off-Qualifikation beschert. Auf diese Leistung sind wir stolz.“

Durch das Einstellen des Spielbetriebs der Silver Capitals fürchteten viele dass lange aufgebauten Nachwuchscracks keine Perspektive mehr geboten werden kann. Doch die Caps ließen Worten Taten folgen. Cracks wie Lukas Piff, Patrick Antal, Fabio Artner, Armin Preiser oder Timo Pallierer bekommen eine echte Chance und haben sich zum Großteil auch schon in die Torschützenliste eingetragen.

Eine Entwicklung die hoffentlich nicht nur corona-, oder verletzungsbedingt zustande kam, sondern im besten Fall ein Paradebeispiel dafür ist, dass sich Investiotinen in die Nachwuchsarbeit langfristig rechnen und möglichst andere Vereine ebenso dazu animiert mehr auf die eigenen jungen Cracks zu vertrauen und ihnen eine Chance zu geben.

www.vienna-capitals.at, www.sky.at, www.hockey-news.info, Pic: Vienna Capitals

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