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Michael Grabner arbeitet an seiner Karriere als Headcoach!

Michael Grabner hat seine aktive Karriere längst beendet – doch von Eishockey-Pension kann beim Ex-NHL-Stürmer keine Rede sein. Statt Golfplatz steht für den 38-Jährigen weiterhin das Eis im Mittelpunkt: In den USA coacht er aktuell Nachwuchsspieler bei den Junior Coyotes in Phoenix.


Trainer statt Ruhestand

Seit drei Jahren arbeitet Grabner mit U14-Talenten und zeigt sich selbst überrascht von seiner neuen Rolle: Der Einstieg ins Trainergeschäft sei ungeplant gewesen, mittlerweile aber eine echte Leidenschaft. Besonders die Entwicklung junger Spieler steht für ihn im Fokus – darunter auch österreichische Talente sowie sein eigener Sohn Aidan, der vor einem möglichen Draft in der Western Hockey League steht. Aidan ist der älteste Sprößling. Neben ihm, Olivia und Benjamin ist aktuell das vierte Kind unterwegs.


Teures System in Nordamerika

Grabner gewährt gegenüber der „Kronen Zeitung“ auch Einblicke in das US-Nachwuchssystem, das sich deutlich von Europa unterscheidet. Die Ausbildung ist teuer: 8.000 Dollar pro Saison sind die Regel, Topprogramme kosten sogar ein Vielfaches. Für viele Familien bedeutet das eine enorme finanzielle Belastung, manche nehmen einen Kredit auf.


Kritik am österreichischen System

Langfristig möchte Grabner auch als Coach den nächsten Karriereschritt machen – idealerweise als Headcoach. Eine Rückkehr nach Österreich schließt er nicht aus. Gleichzeitig übt er Kritik an der Entwicklung im heimischen Eishockey: Zu viele Importspieler würden die Chancen für junge Österreicher einschränken. Sein Appell: Mehr Fokus auf Ausbildung und klare Rollen für Nachwuchsspieler – nach nordamerikanischem Vorbild.

Pic:Screenshot/Puls24

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