Der Tabellenzweite der Qualifikation EV Zug benötigt nur
noch einen Sieg für den Halbfinal Einzug, konnte er sich doch in
der heimischen Bosshard-Arena auch in Spiel 3 gegen Lugano
durchzusetzen.
Zuvor sagte man zuvor eine knappe Serie voraus, droht nun den
Südtessinern, letztes Jahr noch Finalist, das frühzeitige
Aus.
Die gestrige dritte Begegnung gestaltete sich als lebhaftes auf und ab und lebte vor allen Dingen von den Fehlern. So fielen im mittleren Abschnitt und innerhalb von 5 Minuten fünf Tore. Doch am Ende gewann das Heimteam anhand ihres besser gespielten letzten Drittels und führen in der Serie mit 3:0.
Den Zentralschweizern gelang ein Start nach Mass, indem Raphael
Diaz den Puck vom eigenen Tor weg beförderte und schnell bemerkte,
dass Lugano noch nicht bereit war. Diaz schnappt sich die Scheibe
und brachte sie vors gegnerische Tor, wo es für den zukünftigen
Lugano Stürmer ein leichtes war, den Führungstreffer zu erzielen.
Lugano wirkte träge und müde, kamen aber dennoch kurz nach Ablauf
eines Powerplays dank einem abgelenkten Weitschuss von Bürgler zum
Ausgleich. Unglücklich für den Zuger Goalie Stephan, weil die
Scheibe eher langsam auf sein Tor zukam, von Bryann Flynn noch
unhaltbar abgelenkt zum Eigentor der Zuger wurde. Das geschenkte
Tor jedoch verlieh den Bianconeri aber keine Flügel, im Gegenteil,
sie kassierten danach noch 6 Strafminuten hintereinander, erst
später pendelte sich das Duell auf ein ausgeglichenen Niveau
ein.
Im 2.Drittel Lugano 2:1 in Führung, erneut war es ein Treffer kurz
nach Ablauf eines Überzahlspiels. Morini traf nach einem Zuspiels
von Bürgler, für Goalie Stephan aber nicht unhaltbar. Der Ausgleich
der Gastgeber folgte postwendend: Sven Leuenberger holte sich die
Scheibe und beförderte diese zu Lammer, der den Puck zu McIntyre
weiterleitete und ins leere Tor versorgte, dabei sah die Dewfensive
der Luganesi schlecht aus. Als der Jubel der Zuger vorbei war, ging
Lugano erneut in Front. Sannitz nach einem Schuss von Hofmann
stocherte den Puck über die Torlinie, diesmal war die Zuger
Verteidigung nicht parat. Aber die Führung von Lugano hiel nicht
lange, so probierte es Zgraggen mit einem Bauerntrick, aber
Merzlikons parat, dann stocherte McIntyre nach und drückte den Puck
über die Linie und alles begann wieder bei Null. Nach 40 Sekunden
legte der HC Lugano durch Bürgler zur erneuten Führung vor. Fünf
Tore in innerhalb von 5 Minuten, da wurde Playoff-Intensität
geboten.
Auch im letzten Abschnitt ging das Toreschiessen weiter. Santeri Alatalo mit einem herrlichen Zuspiel zu Lammer, welcher unhaltbar für Merzlikins die Scheibe in den Winkel hämmerte. Es war das erste schön herausgespielte Tor in dieser Partie. Die Zuger Denis Everberg und Dario Simion vermochten den Puck aus einem Knäuel auszugraben, die Scheibe landete bei Diaz welcher diese ansatzlos ins Netz beförderte und sich das Stadion in ein Tollhaus verwandelte und die Innerschweizer nun so richtig Druck ausübten. Trotzdem kamen die Luganesi vermehrt in die Zuger Zone und rannten mit letzter Kraft und Verzweiflung gegen das Zuger Tor an, aber der EVZ blieb ruhig und abgeklärt. Zug siegte am Ende dank einem besser gespielten letzten Drittel..
Ambri-Piotta verliert auch das dritte Spiel in der
Playoffviertelfinal-Serie gegen Biel, welche nun bereits mit einem
Bein im Halbfinal stehen
Biel steht kurz vor seinem zweiten aufeinanderfolgenden Einzug in
die Playoff-Halbfinals. Sie ringen den HC Ambri-Piotta mit 5:3
nieder und führen in der Serie mit 3:0.
Matchwinner für die Seeländer wurde der aktuelle Playoff-Topskorer Jason Fuchs, ein ehemaliger Stürmer der Leventiner. Fuchs erzielte das 2:1 und das 4:3und wurde zum Doppeltorschützen im Powerplay. Ambri hatte im Finish noch die Möglichkeit für den 4:4 Ausgleich, bevor der Bieler Mike Künzle 3 Sekunden vor Spielende mit seinem Treffer ins leere Tor alles klar machte.
Nun droht dem HC Ambri-Piotta wie schon in der letzten Playoff-Teilnahme 2014 gegen Gottéron, das schnelle Ausscheiden im Viertelfinal. Mit einem Sieg morgen Samstag könnten die Bieler in der Valascia ihren Halbfinal-Einzug feiern.
Die Partie hatte für Ambri mit ihrer frühen 1:0 Führung durch Marco Müller im Powerplay verheissungsvoll angefangen. Eine Reaktion der Seeländer erfolgte zehn Minuten später mit einem Doppelschlag zur 2:1 Führung. Ambri hingegen konnte trotz seiner Überlegenheit im 2.Drittel keinen Profit daraus schlagen, erzielten aber dennoch im letzten Drittel den 3:3Ausgleich. Doch wegen ihren teils unnötigen Strafen brachten sich die Biancoblu immer wieder selbst in Nöten. So kassierte Novotny beim 1:1 für seinen Bandencheck gegen Biels Captain Tschantré eine Zwei-plus-Zehnminuten-Strafe. Kurz darauf konnte Biel kurze Zeit in doppelter Überzahl spielen, die Jason Fuchs zum 2:1 nutzte und Schmutz in der 24. Minute auf 3:1 erhöhte. Fuchs war es auch, welcher beim Ausschluss von D’Agostini die Partie schlussendlich mit 4:3 entschied. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Leventiner erzielte Zwerger in der 28.Minute im Powerplay und Fischer den 3:3 Ausgleich in der 46. Minute.
Der SC Bern in der Serie gegen Genéve-Servette in
Not
Die Berner verloren auch ihr zweites Heimspiel der
Viertelfinalserie gegen Servette in einer nie enden wollende
Verlängerung. Johan Franson erzielte den entscheidenden Treffer in
der 96. Minute. Dank dem Sieg führen die Genfer eher unerwartet die
Serie mit 2:1.
Lausanne bodigen die SCL Tigers nach einem 1:2 Rückstand
mit 5:2
Nach der 1:5 Heimschlappe vor fünf Tagen befindet sich der Lausanne
HC in der Serie gegen die Emmentaler zum ersten Mal im Vorteil.
Nach ihrem gestrigen 5:2 Heimsieg liegen die Waadtländer mit 2:1 in
Front.
Zug – Lugano 5:4 (1:1, 2:3, 2:0) Stand: 3:0
Tore: 1. (0:47) Suri (Diaz) 1:0. 8. Bürgler (Sannitz,
Loeffel) 1:1 (Eigentor Flynn). 24. Morini (Bürgler) 1:2. 26.
McIntyre (Lammer, Leuenberger) 2:2. 27. Sannitz (Hofmann) 2:3. 29.
(28:20) McIntyre (Zgraggen) 3:3. 29. (28:50) Bürgler 3:4. 43.
Lammer (Alatalo) 4:4. 49. Diaz (Simion) 5:4.
Bemerkungen: Zug ohne Klingberg (krank). Lugano
ohne Cunti, Riva und Klasen (alle verletzt).
Biel – Ambri-Piotta 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)
Tore: 3. Müller (Kubalik/Ausschluss Kreis) 0:1. 13. Riat
(Diem, Künzle) 1:1. 16. Fuchs (Salmela, Brunner/Ausschluss Ngoy)
2:1. 24. Schmutz (Hügli) 3:1. 28. Zwerger (Kubalik,
Hofer/Ausschluss Pouliot) 3:2. 46. Fischer (Mazzolini) 3:3. 49.
Fuchs (Salmela/Ausschluss D’Agostini) 4:3. 60. (59:57) Künzle 5:3
(ins leere Tor).
Bemerkungen: Biel ohne Paupe (verletzt) sowie Earl
und Lüthi (beide krank), Ambri-Piotta ohne Lerg und Pinana (beide
verletzt).
Bern – Genève-Servette 2:3 (1:0, 1:0, 0:2, 0:0, 0:1)
n.V. Stand: 1:2
Lausanne – SCL Tigers 5:2 (2:2, 1:0, 2:0) Stand 2:1
Rapperswil – ZSC Lions 2 : 3 (0:1, 2:1, 0:1)
Fribourg – Davos 7 : 3 (2:1, 4:1, 1:1)









