Neuerdings setzt der HC Lugano auf Kontinuität, vor zwei Jahren noch undenkbar, da wäre Coach Greg Ireland schon lange entlassen worden. Von vielen Medien wurde Ireland bereits abgeschrieben, aber der Kanadier hält sich hartnäckig, trotz aller Unkenrufe in Lugano. Haben die Bianconeri plötzlich ihre Strategie in der Trainer-Frage geändert?
Als Larry Huras den HC Lugano im Oktober 2011 übernahm,
wechselten die Südtessiner ihre Coaches jeweils nach rund
eineinhalb Jahren aus, obwohl ihnen meist kurz davor ein Vertrag
über mehrere Jahre unterbreitet wurde. Bei Greg Ireland wird nun
neuerdings auf Kontinuität gesetzt, obwohl dem HC Lugano droht, die
diesjährige Playoffs zu verpassen.
Diese Beständigkeit scheint sich nun auszuzahlen, konnten die
Luganesi aus den letzten vier Begegnungen drei Siege feiern und den
Rückstand auf den achten Platz bis auf zwei Zähler reduzieren.
Davor hatte Lugano vier Partien in Folge verloren und sechs Punkte
Rückstand auf den rettenden achten Platz, dies hätte früher zu
einer Trainerentlassung geführt. So wurde der achte Rang am
16.1.2017 dem damaligen Coach Doug Shedden zum Verhängnis, trotz
weiterlaufendem Vertrag.
Doch Shedden war in den Jahren zuvor bei weitem nicht der einzige
Trainer, der beim HC Lugano seinen Platz räumen musste. Auch der
heutige Schweizer–Naticoach Patrick Fischer wurde im Oktober 2015
gegangen, trotz weiterlaufenden Kontrakt bis 2018 und eineinhalb
Jahre zuvor wurde Larry Huras nach dem Viertelfinal-Out gegen den
EV Zug verabschiedet. Ihre Amtszeit bei Lugano nicht beenden
konnten auch Barry Smith, Philippe Bozon und Kent Johansson, damit
hatten die Südtessiner seit 2009 elf verschiedene Coaches
entlassen. Sollte der HC Lugano in dieser Saison die Playoffs
verpassen oder erneut in eine Niederlagenserie geraten, könnte auch
für Ireland das Duzend voll sein, und fraglich trotz Kontinuität,
wie lange Greg Ireland noch vom Finaleinzug in den letztjährigen
Playoffs profitieren kann.
Pic: DEC/Margotti









