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International

ÖEHV: Es wird erneut keine dritte Liga geben

Wie so oft in den letzten Jahren scheiterte erneut der Versuch, eine dritte Liga ins Leben zu rufen. Damit wird es auch in der kommenden Saison mehrere Landesverbandsligen, aber keine gemeinsame geben. Dies jedoch führt bei einigen Vereinen zu Problemen.

Vorige Saison stieg Kapfenberg aus der ÖAHL aus, was zur Folge hatte dass die Liga nach nur einer Spielzeit wieder eingestellt wurde. Der ÖEHV unternahm heuer einen neuen Anlauf und schrieb die Meisterschaft erneut aus. Teams aus der Steiermark du Wien hatten zwar Interesse bekundet, aber letztendlich waren es zu wenig Rückmeldungen und das Thema war bald wieder vom Tisch.

Der Plan sah dann so aus, dass die steirischen Vereine in der höchsten Kärntner Liga, der AHC, teilnehmen. Ende März ging von KEHV-Präsident Herbert Hohenberger eine Einladung bzgl. einer möglichen Teilnahme an der Kärntner Liga an die steirischen Eliteligavereine aus Kapfenberg, Zeltweg, Graz und Frohnleiten. Dabei wurden die Teams gebeten, sich bis Mitte April zu melden ob Interesse daran bestünde um weitere Gespräche zu führen.

Nicht involviert war bis dato der Steirische Verband und scheinbar auch nicht informiert waren die Vereine in Kärnten. Denn Zeltweg, Kapfenberg und der ATSE Graz hatten großes Interesse an einer Teilnahme in Kärnten und auch der steirische Verband hätte den Klubs wohl keine Steine in den Weg gelegt. Doch nicht alle in Kärnten konnten dieser Idee etwas abgewinnen und einige Teams legten ihr Veto ein. Ihnen war schlichtweg der Anfahrtsweg in die Steiermark zu weit.

Damit musste der KEHV sein Angebot wieder zurückziehen und die steirischen Teams brauchten eine Alternative, zumal die Zukunft der steirischen Eliteliga alles andere als klar ist. Die ohnehin nur aus fünf Teams bestehende Liga droht nämlich weiter zu schrumpfen und litt auch unter einer Zweiklassen-Gesellschaft.

Nun wurde man in der Steiermark wieder selbst aktiv und versuchte doch noch eine ÖAHL zusammen zu bringen. Die EV Zeltweg Murtal Lions, die Kapfenberg Kängurus, der ATSE Graz, dazu die WEV Lions, sowie die Eisbären aus Zell am See wären als Teilnehmer angedacht gewesen. Eine ausbaufähige Liga mit durchwegs traditionsreichen Teams und sicher für alle Teilnehmer interessant.

In Zell am See überlegte man zwar, jedoch stand man bereits den Kärntnern im Wort und wird genauso wie die Salzburg Oilers an der AHC teilnehmen.

Nun scheint also alles wieder auf ein weiteres Übergangsjahr hinauszulaufen. Wobei man aus dem Pinzgau klare Worte hört, dass man unbedingt an der Gründung einer dritten Liga für 2021/22 mitarbeiten will. In den nächsten Jahren möchte man sich konsolidieren, eine neue Mannschaft mit heimischen jungen und ehemaligen Spielern aufbauen und spätestens zum 100-jährigen Jubiläum 2028 wieder an einer zweithöchsten österreichischen Spielklasse teilnehmen.

Zeltweg, Kapfenberg und der ATSE Graz haben nun keine andere Option und müssen wohl darauf hoffen, dass es in der Steiermark noch mindestens zwei Teams gibt, die erneut eine 5er-Eliteliga mit ihnen ausspielen. Auch die WEV Lions, die Ambitionen haben außerhalb von Wien zu spielen, haben keine Option zur „Auto Eisner Regionalliga“.

Neuer Anlauf 2021?
Die Gründung einer österreichweiten dritthöchsten Eishockeyspielklasse ist in den letzten Jahren mehrfach gescheitert. Zumeist aus denselben Gründen: Die Vereine haben unterschiedliche Voraussetzungen und Vorstellungen. In erster Linie geht es um die Anfahrtswege und dabei gar nicht mal rein nur um den Kostenfaktor. Denn viele Spieler bei den in Frage kommenden Teams haben Familie, gehen einer Vollzeit-Arbeit nach und haben schlichtweg kein Interesse an den Wochenenden weite und lange Busfahrten zu Auswärtsspielen auf sich zu nehmen.

Die andere Seite der Geschichte ist, dass es bald keine andere Option gibt, außer vermehrt bundesländerübergreifend zusammen zu arbeiten, wenn man eine Meisterschaft mit mehreren Teams auf einem gewissen Niveau durchführen möchte. Denn in den meisten Bundesländern werden die für eine Eliteliga in Frage kommenden Teams immer weniger. Ein Problem das nicht nur die Steiermark betrifft.

Auf Grund der unterschiedlichen Ansichten und Voraussetzungen eine Lösung zu finden, mit der eine 3.Liga 2021/22 gestartet werden kann, wird es vor allem zwei Dinge benötigen: Kompromissbereitschaft der betreffenden Personen und Zeit um dies ordentlich und gut zu planen. So bleibt nur zu hoffen dass man sich früh genug zusammen setzt und an der lange erhofften und dringend notwendigen dritten Liga arbeitet.

Pic: EV Zeltweg/Mayerl

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