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International

ÖEHV-Präsident Hartmann hat große Pläne für die Weiterentwicklung des österreichischen Eishockeys

Die Weltmeisterschaft in Finnland geht für das österreichische Nationalteam heute mit dem alles entscheidenden Spiel gegen Großbritannien zu Ende. Ein Aufwärtstrend war klar zu sehen, welche Herausforderung wird es in Zukunft geben und wie sollen diese gemeistert werden?

Auch wenn man es am letzten Tag wieder ein Entscheidungsspiel gibt, so spürt man eine gewisse Euphorie im österreichischen Eishockey. Immerhin punktete man gegen die Top-Nation USA und konnte Tschechien im Shoot-Out bezwingen. Zudem spielte man gegen Schweden und Finnland durchaus gefällig. Das gibt Grund zur Hoffnung auf eine beständig gute Eishockeyzukunft in Österreich. Was es dafür braucht, erklärt Präsident Klaus Hartmann im Interview mit der „Kleinen Zeitung“.

An vorderster Front steht natürlich Headcoach und Sportdirektor Roger Bader, mit dem man den Vertrag auch verlängern will. Aber Bader konzentriert sich hauptsächlich auf das A-Team sowie auf die U20.

Man hat aber bei der U18 WM genau gesehen, dass dort massiver Aufholbedarf besteht und auch der Tag von Roger Bader hat nur 24 Stunden. Aus Sicht von Hartmann wäre es daher besonders wichtig, dass es jemanden geben würde, der sich eigenverantwortlich um den Nachwuchs kümmert und die Jungen so Step-by-Step an die Profis heranführt.

Von der U18 abwärts könnte ein eigener Verantwortungsbereich geschaffen werden, wo auch ein besonderes Merkmal auf die Tormann-Ausbildung gelegt werden soll, denn dort gibt es laut Hartmann besonderen Handlungsbedarf. Wichtig wird auch sein, dass es einen Mitarbeiter gibt, der ständig vor Ort in den Hallen ist und im engen Austausch mit den Vereinen steht.

Auch wenn es bei der Legionärsregelung durchaus noch Potenzial gibt, sieht Hartmann hier die ersten Verbesserungen: „Auch wenn es Klubs noch immer zehn Legionäre ermöglicht, glaube ich nicht, dass es überall so weitergeht. Man merkt, dass junge Einheimische schon jetzt mit längerfristigen Verträgen ausgestattet werden und ich glaube, das ist die richtige Richtung.“

Nicht sonderlich erfreut zeigt sich der Präsident über die Diskussion der Doppelstaatsbürgerschaft und Eishockey-Österreicher. Das langfristige Ziel wäre acht Legionäre pro Team, es kann aber auch passieren, dass nun ein Gericht alles kippen lässt.

Hartmann spricht auch offen die budgetäre Situation an: „Wir müssen unser Budget von etwa vier Millionen Euro erhöhen, einen eigenen Bereich schaffen für PR, Lobbying und Sponsoring.“ Nur mit mehr Geld kann man eine bessere Ausbildung für den Nachwuchs schaffen.

Heute sind aber alle Augen auf das Spiel gegen Großbritannien gerichtet. Ein Sieg wäre aus mehrerlei Hinsicht wichtig. Einerseits hätte das Team es sich nach den guten Leistungen in Finnland verdient erstklassig zu bleiben, andererseits würde der Verbleibt in der Top-Gruppe auch Auswirkungen auf Zuschauer, Medien und Sponsoren haben. Zu guter Letzt sollen auch die Spieler etwas belohnt werden: „Es gibt natürlich Klassenerhaltsprämien. Früher lag die bei rund 1500 Euro brutto, mein Ziel ist es aber im Rahmen der Möglichkeiten diese Prämie etwas anzuheben, “ so Hartmann.

www.hockey-news.info, Pic: Screenshot

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