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ÖEHV-Präsident Hartmann: „Uns ist jede Eisfläche recht!“

Im österreichischen Eishockey gibt es derzeit einige positive Dinge zu berichten. Der Erhalt des A-Nationalteams in der Erstklassigkeit, die Austragung der Division IA-WM oder auch die hochklassigen Testspiele die im kommenden Jahr anstehen. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt, vor allem die Eisflächen-Thematik stößt sauer auf.

ÖEHV Präsident Klaus Hartmann stand im großen Interview mit der „Kleinen Zeitung“ Rede und Antwort. Nachdem er erst kürzlich in das Haus des Sports nach Wien einlud um die kommenden Projekte zu erläutern. Besonders stolz zeigt er sich über die prestigeträchtigen Testspiele vor der WM 2024 gegen Deutschland, Lettland, Tschechien und wie zuletzt verkündet wurde auch Weltmeister Kanada.

Das Herren-Nationalteam wird sich ausgiebig auf die WM vorbereiten. Bereits im November steht der Deutschland Cup an und bis zur Weltmeisterschaft gibt es gleich fünf Teamcamps. Angesprochen auf die Kosten zeigt sich Hartmann sehr transparent und beziffert diese mit rund 500.000€. Hartmann ergänzt dazu, dass der ÖEHV immer positiv bilanziert hat und das Gesamtbudget von einst 3,5 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro ausgebaut hat. 

Wenn man über das Thema Geld spricht, kommt natürlich auch die Hallenthematik ins Spiel. Hartmann ist gebürtiger Villacher und gerade in seinem Heimatbundesland kommen vermehrt schlechte Nachrichten auf. Radenthein wird in diesem Winter wohl gar kein Eis machen, auch Steindorf tut sich schwer und das Projekt in Villach wird stets nach hinten verlegt. Außerhalb von Kärnten hört man auch immer wieder von den Probleme der Wiener Steffl Arena.

Hartmann dazu: „Für uns ist, und das möchte ich betonen, nicht wichtig, ob die Hallen von Kommunen betrieben werden, oder von Privaten, siehe Ferlach. Uns ist jede Eisfläche recht und lieb. Zudem ist zu hinterfragen, wieso Energiekonzerne Rekordgewinne machen, und Sportvereine und Hallenbetreiber sich die Kosten nicht mehr leisten können, nicht zielgerichtet gefördert werden. Doch da fehlt manchmal wohl politischer Wille.“

Die Situation in Villach beschreibt Hartmann als „mühsam“. Nahezu täglich telefoniere er mit den Verantwortlichen. Der Bau der zweiten Halle wird ihm stets mit 2024 zugesagt, aber vor allem die Kommunikation seitens der Stadt, läuft „nicht immer optimal“.

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