Der SC Hohenems fügte in der Division West der Ö Eishockey Liga im Vorarlberger Derby vor über 1.300 Fans Tabellenführer EHC Lustenau mit einem 3:2-Sieg die erste Saison-Niederlage zu. Schon am Freitag feierten die Wattens Penguins im Tiroler Derby gegen den EHC Crocodiles Kundl mit dem 2:0 ihren zweiten Heimsieg in Folge. Am Sonntag folgt zum Abschluss das Match Dornbirner EC gegen den HC Kufstein. In der Division Ost gewann Leader Sharks Gmunden mit einem 7:3 im Schlager auswärts bei Titelverteidiger Kapfenberger SV vor knapp 1.000 Fans auch das zweite Saison-Duell. Der Wiener Eislauf-Verein siegte auswärts beim ATSE Graz klar mit 5:0 und ist nun Tabellenzweiter.
Am Samstag stieg in der Division
West das Vorarlberger Derby zwischen dem SC Samina
Hohenems und dem EHC Lustenau. Die Steinböcke hatten das
erste Duell der Lokal-Rivalen gegen die Löwen am Nationalfeiertag
auswärts mit 2:6 verloren und brannten im stimmungsvollen
Herrenriedstadion auf Revanche.
Gleich nach 30 Sekunden stand es 1:0 für die Gastgeber nach einer
brüderlichen Kombination: Stefan Spannring schoss von der blauen
Linie und Patrick Spannring verwertete den Rebound aus kurzer
Distanz (1.). Die Antwort des Tabellenführers ließ nicht lange auf
sich warten: Thomas Auer traf mit einem platzierten Schuss aus dem
Slot zum 1:1 (4.). Wieder legten die Hausherren vor: In einer
5:3-Überzahl stand Benjamin Kyllönen nach einer Abwehr von
Lustenau-Goalie Lukas Reihs goldrichtig und erzielte das 2:1
(13.).
Zu Beginn des zweiten Abschnitts überstand das Team von Head Coach
Thomas Sticha zwei Unterzahlspiele in Folge. Lustenau agierte in
dieser Phase mit zu wenig Nachdruck und fand in Hohenems-Keeper
Karlo Škec seinen Meister. Danach waren die Gäste jedoch auch bei
Fünf gegen Fünf überlegen, schnürten den Schlittschuhclub in dessen
Verteidigungszone ein und hatten eine Vielzahl an
Torschüssen.
Dann hatten die Steinböcke ein Powerplay, Lustenau eroberte in
Unterzahl die Scheibe im Angriffsdrittel und Goalgetter Martin
Grabher Meier glich aus kurzer Distanz zum 2:2 aus (33.). Die
Grafenstädter zeigten sich vor dem Tor effizienter: Zwei Sekunden
vor Ablauf dieser Überzahl gelang Hohenems die neuerliche Führung,
Marcel Wolf staubte zum 3:2 ab (35.).
Das Derby blieb auch im letzten Abschnitt hochspannend. Hohenems
konnte zwei weitere Überzahlspiele nicht zur möglichen
Vorentscheidung nützen. Lustenau musste gegen Ende sogar noch eine
dritte Unterzahl absolvieren und ließ wertvolle Zeit verstreichen,
um noch den Ausgleich zu erzielen. Am Ende zogen die Gäste noch
Goalie Reihs, der SC Hohenems rettete den knappen 3:2-Vorsprung bis
zur Schluss-Sirene und fügte dem souveränen Tabellenführer
ausgerechnet im Derby die erste Saison-Niederlage zu.
Wattens Penguins besiegen
die Crocodiles Kundl
Schon am Freitag empfing die WSG Swarovski Wattens
Penguins den EHC Crocodiles Kundl im Alpenstadion.
Das Unterinntaler Derby war das erste Aufeinandertreffen der beiden
Clubs in dieser Saison und entwickelte sich im ersten Abschnitt zu
einer flotten Angelegenheit mit Chancen auf beiden Seiten. Beide
Keeper – Wotan Knecht bei Wattens und Jakub Kostelny bei Kundl –
ließen in den ersten 20 Minuten keine Gegentreffer zu.
Im zweiten Drittel gingen die Gastgeber früh in Führung: Bei einer
angezeigten Strafe überraschte Ricards Purins Kundl-Goalie Kostelny
und kehrte die Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie
(23.). Die Crocodiles mussten, nachdem sie eine Unterzahl
überstanden hatten, nun offensiver agieren. Wattens stand defensiv
gut und hielt den knappen Vorsprung bis zur zweiten
Drittelpause.
Im letzten Abschnitt legte Wattens bei immer stärker werdendem
Schneefall im Alpenstadion nach: Pavel Sukharev traf in einem
Powerplay nach einem Querpass von Ricards Purins zum 2:0 (46.).
Fünf Minuten vor dem Ende konnten die Gäste eine Überzahl nicht
nützen. Am Ende zog Kundl-Head-Coach Jaroslav Betka seinen Goalie,
Kundl hatte zusätzlich eine weitere Überzahl, Treffer gelang den
Crocodiles keiner mehr. Wattens-Keeper Wotan Knecht schaffte ein
Shutout und verhalf seinem Team zum zweiten Heimsieg in Folge.
Division Ost:
Zweiter Saison-Sieg für
Sharks Gmunden gegen Meister Kapfenberg
Der große Schlager in der Division Ost der Ö Eishockey Liga lautete
am Samstag KSV Kängurus gegen den UEHV CAM4DENT
Sharks Gmunden. Der Titelverteidiger aus dem Mürztal hatte gegen
die Haie eine Rechnung offen, gewannen die Oberösterreicher doch
das erste Saisonduell Mitte Oktober im Haifischbecken am Traunsee
knapp mit 5:4.
Der Tabellenführer erwischte auch beim Auswärtsspiel den besseren
Start: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite
überraschte Johannes Mackner Kapfenberg-Goalie Oliver Zirngast und
erzielte das 1:0 (3.). Danach hatten die Sharks zwei weitere
Hochkaräter nach einem schnellen Konter, Moritz Neurauter und
Johannes Mackner scheiterten innerhalb weniger Sekunden an
Zirngast.
Dann übernahm der Meister immer mehr das Kommando und kam auch zu
guten Chancen. Das Tor erzielten jedoch die Gäste: Nach einem schön
vorgetragenen Angriff netzte Moritz Neurauter von der rechten Seite
zum 2:0 für den Tabellenführer ein (17.).
Im zweiten Drittel drängten die Kapfenberger auf den
Anschlusstreffer, aber es dauerte lange bis dieser auch fiel.
Stefan Trost bezwang Luka Gračnar von der linken Seite zum 1:2
(33.). Die mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten Oberösterreicher
hatten nach einer Scheibeneroberung im Angriffsdrittel die Antwort
parat: Mario Pichler kehrte nach einem Doppelpass aus kurzer
Distanz ins leere Tor zum 3:1 ein (35.). Und die Haie legten nach:
Patrick Gaffal zog von der blauen Linie ab und erhöhte sogar auf
4:1 (40.).
Nach wenigen Augenblicken im letzten Abschnitt war das Match wieder
offen: Florian Hoppl traf vom linken Bullykreis mit einem
herrlichen Schuss zum 2:4 für die Kängurus ins lange Eck (42.).
Iacopo Granza schickte wenig später Pierre Graf auf die Reise und
der Goalgetter ließ sich beim Anschlusstreffer zum 3:4 nicht zwei
Mal bitten (45.). Plötzlich war der Schlager wieder hochspannend,
aber nur für 13 Sekunden: KSV-Goalie Zirngast servierte Bastian
Szieber, der aus kurzer Distanz das 5:3 erzielte, den Puck
(45.).
Das Team von Spielertrainer Kris Reinthaler warf danach alles nach
vorne, hatte auch eine 5:3-Überzahl. Der vermeintliche
Anschlusstreffer wurde wegen hohen Stocks aberkannt. Nach einem
Faceoff erzielte Mathias Haiböck das 6:3 für Gmunden (57.), die
Entscheidung in einem echten Eishockey-Kracher.
Die Sharks hatten ihren Torhunger aber noch nicht gestillt: 56
Sekunden vor dem Ende war erneut Mathias Haiböck, der aus kurzer
Distanz das 7:3 für den Tabellenführer machte, zur Stelle (60.).
Die Sharks gewannen auch das zweite Saison-Duell gegen den Meister
und bauten ihren Vorsprung in der Tabelle aus.
Wiener Eislauf-Verein lässt
beim ATSE Graz nichts anbrennen
Der ATSE Graz traf am Samstag in der Division Ost im
ewigen Klassiker auf den Wiener Eislauf-Verein. Das Duell der
zwei traditionsreichen und klangvollen Namen im österreichischen
Eishockey war früh in der Saison ein richtungsweisendes Spiel im
Kampf um die Playoff-Plätze und ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel
der direkten Tabellennachbarn.
Beide Teams agierten von Beginn an offensiv, es ging im ersten
Abschnitt flott hin und her. Nach einem energischen Vorstoß fuhr
Theodor Fichtinger ins Angriffsdrittel und erzielte mit einem
schönen Schuss das 1:0 für den WEV (16.).
Im zweiten Abschnitt hatten die Wiener einen Blitzstart: Nach einem
Angriff über rechts wehrte ATSE-Keeper Paul Mocher die Scheibe ab
und Verteidiger Richard Gruber setzte einen platzierten Schuss aus
dem Slot zum 2:0 in die Maschen (22.). Am Spielcharakter änderte
sich danach wenig, auch die Grazer kamen zu Chancen.
Das Team von Philipp Ullrich agierte vor dem Tor aber effizienter:
Nach einem Bilderbuch-Konter erzielte Stefan Nador knapp nach
Halbzeit der Partie das 3:0 für den WEV (31.). Nun versuchten die
Wiener, das Spiel unter Kontrolle zu halten. Zusätzlich ließ Goalie
Moritz Merkader bis zur zweiten Sirene keinen Gegentreffer
zu.
Im letzten Abschnitt legte der WEV nach kurzer Zeit nach: Tobias
Schönauer netzte nach 30 Sekunden zum 4:0 ein, das war die
Vorentscheidung für die Gäste (41.). Der ATSE konnte dem Match
keine entscheidende Wende mehr geben, im Gegenteil: Rene Pospisil
fälschte einen Schuss zum 5:0 ab (52.). Danach spielten die Wiener
den Sieg trocken nach Hause, Goalie Moritz Merkader feierte ein
Shutout. Der WEV ist nun aktuell Tabellenzweiter hinter den Sharks
aus Gmunden.
HDK Maribor war spielfrei – für die Füchse geht’s am 30.
November beim WEV weiter.
Ö Eishockey Liga –
Division West:
SC Samina Hohenems vs. EHC Lustenau 3:2
(2:1,1:1,0:0)
Sa., 23. November 2024, 17:30 Uhr, Eisstadion Hohenems
Torschützen SC Hohenems: Patrick Spannring (00:30 Min.),
Benjamin Kyllönen (12:35 Min./PP2), Marcel Wolf (34:31
Min./PP1)
Torschützen EHC Lustenau: Thomas Auer (03:36 Min.), Martin
Grabher Meier (32:57 Min./SH1)
WSG Swarovski Wattens Penguins vs. EHC Crocodiles Kundl 2:0
(0:0,1:0,1:0)
Fr., 22. November 2024, 19:30 Uhr, Alpenstadion
Torschützen Wattens Penguins: Ricards Purins (22:42 Min.),
Pavel Sukharev (45:55 Min./PP1)
Dornbirner EC vs. HC Kufstein
So., 24. November 2024, 17:30 Uhr, Messestadion Dornbirn
Ö Eishockey Liga – Division
Ost:
ATSE Graz vs. Wiener Eislauf-Verein 0:5
(0:1,0:2,0:2)
Sa., 23. November 2024, 19:30 Uhr, Merkur Eisstadion
Torschützen Wiener Eislauf-Verein: Theodor Fichtinger (15:56
Min.), Richard Gruber (21:02 Min.), Stefan Nador (30:23 Min.),
Tobias Schönauer (40:30 Min.), Rene Pospisil (51:04 Min.)
KSV Kängurus vs. UEHV
CAM4DENT Sharks Gmunden 3:7 (0:2,1:2,2:3)
Sa., 23. November 2024, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen KSV Kängurus: Stefan Trost (32:23 Min.), Florian
Hoppl (41:04 Min.), Pierre Graf (44:21 Min.)
Torschützen Sharks Gmunden: Johannes Mackner (02:23 Min.),
Moritz Neurauter (16:36 Min.), Mario Pichler (34:34 Min.), Patrick
Gaffal (39:04 Min.), Bastian Szieber (44:34 Min.), Mathias Haiböck
(56:51 Min., 59:04 Min.)
HDK Maribor war spielfrei.
www.eishockey.at, Pic: SC Hohenems









