Die Vienna Capitals gehen mit einem Wiener Goalie-Duo in die Saison 2026/27 der win2day ICE Hockey League. Nach der bereits erfolgten Vertragsverlängerung mit Sebastian Wraneschitz können die Caps die Rückkehr von Max Zimmermann verkünden. Der 26-jährige Torhüter mit Nationalteamerfahrung unterschrieb einen Einjahresvertrag bei seinem Heimatverein. Damit geht der zweifache Meister nicht nur mit dem Stand jetzt einzigen in Österreich geborenen Torhüter-Duo in die neue Saison. Die Vienna Capitals verfügen mit den beiden Wienern derzeit über das einzige Goalie-Tandem, das auch im eigenen Verein ausgebildet wurde.
Statistiken
Der am 12. September 1999 in Wien geborene Max Zimmermann verbrachte den Großteil seiner Eishockey-Laufbahn in der Organisation der Vienna Capitals. Nach jahrelanger Ausbildung bei den Junior-Capitals stieg der Torhüter zur Saison 2017/18 zeitweise in den Profikader des Hauptstadtklubs auf. Am 6. Oktober 2017 gab Zimmermann sein Debüt in der Caps-Kampfmannschaft und feierte mit 36 Saves und einer Fangquote von 92,31 Prozent prompt einen Sieg über den HC Znojmo. Tags darauf stoppte der Wiener alle 18 Schüsse auf sein Tor, erreichte gegen die Dornbirn Bulldogs sein erstes Shutout auf höchstem Niveau. Zimmermann, der zum damaligen Zeitpunkt 18 Jahre und 25 Tage alt war, ist der jüngste Torhüter der Ligageschichte, der ein Shutout verzeichnen konnte. Für den Goalie, der in weiterer Folge wieder hauptsächlich im damaligen Farmteam, den Vienna Capitals Silver, eingesetzt wurde, waren es die bislang letzten Spiele für die Profimannschaft der Wiener.
Kehrt Capitals den Rücken
Zur Saison 2021/22 verließ Zimmermann die Caps-Organisation, um sich dem EK Die Zeller Eisbären in der Alps Hockey League anzuschließen. Im Bundesland Salzburg mauserte sich der Wiener über vier Spielzeiten zum wohl besten Torhüter der Liga. Mit dem Linksfänger im Tor krönten sich die Eisbären im Jahr 2023 erstmals zum österreichischen Meister der Alps Hockey League. Am 11. April 2024 feierte der Wiener sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft. In seiner letzten Saison in Zell am See, der Spielzeit 2024/25, verzeichnete Zimmermann in 30 Grunddurchgangsspielen eine Fangquote von 93,5 Prozent, der mit Abstand höchste Wert der Liga. Auf dem Weg zum ersten Alps-Titel der Vereinsgeschichte setzte der Wiener mit einer Save Percentage von 94,5 Prozent in 13 Playoffspielen noch einen drauf. Die abgelaufene Saison verbrachte Zimmermann erstmals im Ausland. Die Spielzeit 2025/26 begann der Torhüter in der französischen Ligue Magnus bei Gap. In 17 Ligaspielen verzeichnete Zimmermann eine Fangquote von 89,9 Prozent, allerdings war der Österreicher mit deutlichem Abstand der statistisch beste Goalie des Tabellenschlusslichts. Noch im Dezember 2025 zog Zimmermann in die dänische Metal Ligaen zu den Frederikshavn White Hawks weiter. Im Dress des Grunddurchgangsletzten sorgte der Wiener sofort für Furore. Verletzungsbedingt konnte Zimmermann nur sechs Spiele für Frederikshavn absolvieren, in diesen kassierte er aber nur zehn Tore und verzeichnete eine Fangquote von 93,5 Prozent. Ende Dezember wurde Zimmermann für seine Leistungen ins Team der Woche der Metal Ligaen berufen.
Statement Max Zimmermann
„Es ist wahnsinnig schön, zu Hause zu sein und für die Organisation spielen zu dürfen, bei der ich praktisch den gesamten Nachwuchs durchlaufen habe. Ich habe in den vergangenen Jahren viel Spielpraxis gesammelt und gelernt, was es heißt, zu gewinnen. Die Erfahrungen, die ich in Frankreich und Dänemark gemacht habe, waren super und haben mich sowohl als Mensch als auch als Sportler weitergebracht. Sebi (Wraneschitz, Anm.) und ich kennen uns schon sehr lange, wir haben uns immer gut verstanden. Wir werden uns in der kommenden Spielzeit gegenseitig pushen. Ich habe zuletzt einige Male darüber nachgedacht, wie es sein wird, wieder in der STEFFL Arena für die Capitals zu spielen. Darauf und auf die neue Saison freue ich mich jedenfalls schon sehr.“
Statement Christian Dolezal, Sportlicher Leiter der Vienna Capitals
„Ich kenne Max noch aus meiner Zeit als Nachwuchsleiter und Coach der U20. Als wir im Jahr 2017 die EBYSL gewannen, hatte er mit seinen Leistungen großen Anteil daran. Er verfügte schon seit jeher über gute Anlagen und viel Potenzial. Max hat sich in den vergangenen Jahren in Zell am See und im Ausland super entwickelt. Es hat ihm auf jeden Fall gutgetan, Erfahrung als ‚Einsergoalie‘ zu sammeln. Wir haben den Kontakt in den vergangenen Jahren aufrechterhalten, weshalb ich mich auch persönlich darüber freue, dass er trotz anderer Interessenten wieder Teil der Capitals-Organisation ist. Max und Sebi werden ein starkes Torhüter-Duo bilden. Sie wurden beide nicht nur in Wien geboren, sie wurden beide bei den Capitals ausgebildet. Auch insofern hat dieses Torhütergespann Symbolwirkung.“
vienna-capitals.at Pic: Leo Vymlatil









