Zum zweiten Mal in Folge qualifizierte sich die slowenische Eishockey-Nationalmannschaft der Herren für die Olympischen Winterspiele. Mit sieben Spielern aus der Erste Bank Eishockey Liga trifft das Team von Headcoach Kari Savolainen am Mittwoch zum Auftakt auf die USA.
Mit Siegen über Polen, Dänemark und Gastgeber Weißrussland qualifizierte sich Slowenien im September 2016 für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea. Wie schon vor vier Jahren, als sie das Turnier auf dem tollen siebenten Rang beendeten, gehen die Slowenen in einer Gruppe mit der USA, Slowakei und den „Olympischen Athleten aus Russland“ (OAR) als großer Außenseiter in das Rennen. Im 25-Mann-Kader sind gleich sieben Akteure aus der Erste Bank Eishockey Liga, darüber hinaus vertritt Andrej Hebar von HK Olimpija Ljubljana die Alps Hockey League. Unter den drei Torhütern, acht Verteidigern und 14 Stürmern befinden sich insgesamt 23 Spieler mit EBEL-Vergangenheit.
„In einer sehr wichtigen Phase müssen wir mit Luka Vidmar und Ales Music auf zwei sehr wichtige Spieler verzichten. Das tut natürlich weh“, berichtet Fehervar-Coach Hannu Järvenpää auch stellvertretend für seine Trainerkollegen und fügt hinzu: „Wir freuen uns aber sehr für Mušo und Vido. Sie haben sich einen Platz im Olympiakader erkämpft und das macht uns stolz.“ Noch bevor das Herren-Nationalteam am Mittwoch das olympische Eishockeyturnier beginnt, stand Landsfrau Natasa Pagon schon auf dem Eis. Die Linienrichterin der Erste Bank Eishockey Liga war im Frauen-Eröffnungsspiel zwischen Japan und Schweden sowie am Montag bei Japan gegen die Schweiz im Einsatz. Mit Mark Lemelin hat ein weiterer Liga-Schiedsrichter die Reise nach Pyeongchang angetreten, der gebürtige Kanadier wird in den nächsten Tagen sein Olympia-Debüt geben.
Stimmen der slowenischen
Olympia-Teilnehmer aus der Erste Bank Eishockey Liga:
Miha Verlic (EC
VSV): „Der Sieg über Dornbirn war ein guter Abschied für
mich. Olympische Spiele sind ein Traum für jeden Sportler, ich
freue mich sehr. Am Papier sind unsere Gegner allesamt stärker
einzuschätzen, aber wir konnten auch schon in Sotchi
überraschen.“
Ziga Pance (Dornbirn
Bulldogs): „Es ist eine große Ehre und ein Kindheitstraum
von mir. Die Gegner sind wohl von ihrer Hockey-Basis her stärker,
aber wir zeigten schon vor vier Jahren, was wir können. Wir sind
der Underdog, das kann auch ein Vorteil sein. Wir wissen auch, wie
man Eishockey spielt.“
Mitja Robar
(EC-KAC): „Wir müssen realistisch sein, es wird nicht
einfach. Wir Slowenen sind beim Olympischen Turnier Außenseiter.
Auch wenn die NHL-Spieler nicht dabei sind, wird es nicht unbedingt
einfacher. Jene Spieler, die die anderen Nationen aufbieten, sind
auch sehr gut.“
Luka Gracnar (EC Red Bull
Salzburg): „Ich denke, dass einiges möglich ist
und wir es eventuell ins Viertelfinale schaffen können. Auf jeden
Fall werden wir den olympischen Spirit genießen. Es ist eine tolle
Sache, inmitten solch sportlicher Größen dabei sein zu können.“
Ken Ograjensek (Moser
Medical Graz99ers): „Ich bin sehr glücklich über diese
Gelegenheit, es ist vielleicht eine einmalige Chance. Ich freue
mich schon auf die Partien, bin aber auch etwas traurig, dass ich
in der wichtigen Meisterschafts-Phase einige Spiele verpasse.“
Ales Music (Fehervar
AV19): „Wenn sich ein Land mit zwei Millionen Einwohnern
bereits zum zweiten Mal in Folge für die Olympischen Spiele
qualifiziert, dann ist das eine tolle Leistung, auf die wir sehr
stolz sind. Ich erwarte mir von uns, dass wir unser Land auf und
abseits des Eises bestmöglich vertreten“
Luka Vidmar (Fehervar
AV19): „Ich freue mich schon auf unsere Spiele und die
ganzen Erfahrungen, wenn wir den besten Athleten aus anderen
Sportarten zuschauen können. Ich bin froh und stolz, Teil dieser
Gruppe zu sein, die unser Land hier vertreten darf.“
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