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Sonstiges: Legenden in Worte gegossen: die Spitznamen der Eishockey-Stars

Spitznamen sind im Eishockey gang und gäbe. Nicht nur die großen Stars sind stets unter einem lustigen, furchterregenden oder rätselhaften Nicknamen bekannt, sondern auch viele weniger bekannte Spieler schmücken sich mit einem Beinamen. Diese Tradition ist so alt wie der Sport selbst und liegt sicher darin begründet, dass hier echte Charaktere auf dem Eis stehen, deren Persönlichkeit sich durch einen treffenden Spitznamen besonders gut transportieren lässt.

Martialische Spitznamen flößen Respekt ein

Sie nennen sich Alpenvulkan, Mad Dog, Jake the Snake oder sogar Killer. Ihre Namen haben sie sich meistens nicht selbst ausgedacht, sondern diese entwickelten sich im Laufe ihrer Karriere. Manchmal knüpft ein Nickname direkt an den Realnamen an, wie es bei Altstar „Mad Dog“ John Madden der Fall ist. Wie ein verrückter Hund hat der Eishockey-Veteran natürlich auch gespielt, daran hegt wohl niemand echte Zweifel. Dass man den noch beim HC Bozen aktiven Nick Palmieri „Napalm“ taufte, hat sicher ebenfalls etwas mit seinem echten Namen, aber auch mit seinen Aktivitäten auf dem Eis zu tun. Der ehemalige kanadische Flügelstürmer John Kordic durfte sich nicht ohne Grund über den Zusatznamen „Rambo“ freuen, zumindest weist dieser Nick doch auf eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit hin. Auffällig ist bei den genannten Spitznamen: Sie sind alle ein bisschen martialisch und sollen ganz gewiss dem Gegner Respekt einflößen. Jeder, der es wagt, einen Mad Dog oder Rambo herauszufordern, muss eben wissen, dass er es mit einem echt harten Brocken zu tun bekommt.

Nicknames sind im Sport weit verbreitet – und machen ihn lebendig

Spitznamen spielen im Eishockey also eine große Rolle, keine Frage. Doch auch in anderen Sportarten haben sich zahlreiche – teils ungeheuerliche – Nicks durchgesetzt. Quer durch die Sportlandschaft gehen die Aliase mit den Akteuren Hand in Hand und manchmal hat ein Beiname seinen Träger auch ein Stück weit zu dem gemacht, was er heute ist. Bestes Beispiel dafür ist „Iron“ Mike Tyson mit seiner eisernen Faust, eine Boxerlegende, die seine Fans regelmäßig zum Ausrasten brachte. Eine Übersicht der besten Spitznamen für Sportler zeigt gut, wie kreativ die Namensgeber sein können. Von „Beefy“ über „Beast Mode“ bis hin zu „Tiger Woods“: Ohne diese Nicknames wäre die gesamte Sportwelt doch um einiges ärmer.

Der beste Eishockeyspieler aller Zeiten: „The Great One“

Zurück aufs Eis! Einer der ganz Großen im Eishockey (wahrscheinlich sogar für alle Zeiten der Größte) trägt genau den passenden Namen: „The Great One“. Für die Leistungen eines Wayne Gretzky ist kein Superlativ zu mächtig, denn niemand hat diesem Sport mehr Erfolge zu verbuchen als er. Leider ist der Größte der Größen schon seit 1999 nicht mehr aktiv, davor brach er alle Rekorde – viele davon hält er erstaunlicherweise bis heute. Seine Scorerpunkte liegen bei unglaublichen 3.238, er schoss 1.016 Tore, davon 122 in den Play-Offs. Der Zweitplatzierte Gordie Howe schafft es gerade mal auf insgesamt 869 Treffer, was sicherlich auch schon eine sehr beachtliche Leistung ist. Doch Gretzky liegt noch weit darüber, ein guter Grund, um die Nummer 99 im Eishockey nie wieder an jemand anderen zu vergeben. Einmaliges sollte eben einmalig bleiben.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei: „The Russian Rocket“

Der Russe Pawel Wladimirowitsch Bure hat altersbedingt ebenfalls schon den Schläger an den Nagel gehängt – doch sein Ruhm bleibt. Gleich in seinem ersten Spiel in der NHL im Jahr 1991 sorgte er für enormes Aufsehen: Bure bewegte sich mit ungeheurer Geschwindigkeit und zeigte ein spektakuläres Talent. Die Vancouver Sun nannte ihn am darauffolgenden Tagen die „schnellste sowjetische Rakete seit Sputnik“ – und schon war sein Spitzname „Russian Rocket“ geboren. Die Schnelligkeit behielt die Rakete bis zum Karriereende bei und auch der Beiname folgt ihm noch heute. Wahrscheinlich gibt es sogar Eishockeyfans, die seinen realen Namen gar nicht kennen, aber schon oft von der russischen Rakete gehört haben. Pawel Bure wurde übrigens in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen 2012 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen, das hat sportlichen Ewigkeitswert.

Photo by Kremlin.ru (Author), CC-BY 4.0 (Licence)

Ein Premium-Keeper mit Biss: „The Dominator“

Die große Ehre, in der Hall of Fame vertreten zu sein, teilt sich Bure mit dem tschechischen Torwart Dominik Hašek, der 2011 aus dem aktiven Spiel ausschied. Vorher zeigte der Keeper der gesamten Sportwelt, was eine Harke ist. Vor allem in den 90er Jahren zählte er zu den besten Torhütern überhaupt, er gewann gleich zweimal hintereinander die Hart Memorial Trophy: ein Coup, den bis jetzt keiner seiner Kollegen nachahmen konnte. Zusammen mit den Detroit Red Wings konnte Hašek zweimal im Stanley Cup triumphieren – und die tschechische Nationalmannschaft jubelte mit ihm gemeinsam über olympisches Gold. Was liegt näher als solch einen Premium-Sportler „The Dominator“ zu nennen, denn er dominierte auf seine Weise (fast) jedes Spiel.

Auf Nicks achten und ihre Hintergründe erforschen

So manche Legende wurde also tatsächlich in Worte gegossen. Im besten Falle zementieren die Spitznamen der Eishockeystars also den dauerhaften Ruhm und lassen auch noch nach der aktiven Karriere selige Erinnerungen aufleben. Sie charakterisieren die jeweilige Spielweise und erheben so manchen Spieler bis in den Sporthimmel. Die Nicks können aber auch einfach nur witzig sein oder Rätsel aufgeben: Es lohnt sich, auf sie zu achten und ihre Hintergründe zu erforschen. Das bringt noch mehr Tiefe in das ohnehin schon spannende Hobby Eishockey

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