Einer der dienstältesten und erfolgreichsten Spieler in den Reihen der Red Bulls verabschiedet sich: Der sechsmalige deutsche Meister Mads Christensen wird Red Bull München nach insgesamt sechs Spielzeiten und 318 Pflichtspielen (290 DEL | 28 CHL) verlassen.
Während seiner Zeit in München sammelte der 32-Jährige in der DEL drei Meisterschaften sowie 74 Tore und 86 Assists. „Die Entscheidung, Mads kein neues Vertragsangebot zu unterbreiten, ist uns aufgrund seiner großen Verdienste für unseren Klub sehr, sehr schwergefallen“, erläutert Christian Winkler, Geschäftsführer und Managing Director Sports beim EHC Red Bull München.
„Ich gebe nie
auf“
„Mit insgesamt elf nationalen Meistertiteln hat
er in Dänemark und in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen.
Gewiss hat auch sein ausgeprägtes Gewinner-Gen dazu beigetragen,
seine Mannschaften noch besser zu machen“, so Winkler weiter. Auch
Christensen beschreibt vor allem seine Einstellung als
entscheidenden Faktor für die vielen Titelgewinne: „Ich gebe nie
auf. Ich hasse das Gefühl, zu verlieren. Vielleicht macht genau das
in den entscheidenden, engen Spielen den Unterschied.“ Diese
Mentalität helfe ihm vor allem in der K.-o.-Runde: „Die Playoffs
sind fast immer meine erfolgreichste Zeit gewesen.“
DEL-Titelhattrick mit
Berlin und München
Der dänische Nationalspieler begann
seine Laufbahn in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2009 bei den
Iserlohn Roosters. Nach seiner starken Premieren-Saison mit 45
Scorerpunkten wechselte Christensen zu den Eisbären Berlin, für die
er vier Spielzeiten auflief. Dort feierte der Linksschütze zusammen
mit dem damaligen Eisbären-Trainer Don Jackson 2011, 2012 sowie
2013 dreimal die deutsche Meisterschaft. Im Sommer 2014 folgte der
Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt. Insgesamt absolvierte
Christensen 529 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse und
kommt auf 287 Scorerpunkte (135 Tore | 152 Assists).
„Sehe meine Zukunft in
Deutschland“
In der vergangenen Hauptrunde absolvierte
er wegen einer langwierigen Hüftverletzung nur 18 Einsätze für die
Red Bulls. Aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Saison 2019/20
lief Christensen am 24. November vergangenen Jahres gegen
Ingolstadt das letzte Mal im Trikot der Red Bulls auf. „Es ist
unglaublich bitter, dass Mads sich nicht auf dem Eis vom Münchner
Publikum verabschieden konnte, obwohl er die vergangenen Wochen und
Monate wirklich sehr hart für sein Comeback in den Playoffs
gearbeitet hat. Alle Fans können aber versichert sein, dass wir für
Mads und natürlich auch für Jason Jaffray einen würdigen Abschied
organisieren werden“, verspricht Winkler. Ein Wiedersehen mit dem
1,79 Meter großen Offensiv-Spieler ist ohnehin nicht
unwahrscheinlich, da er gerne in Deutschland weiterspielen würde:
„Ich sehe meine Zukunft in den nächsten Jahren auf jeden Fall hier.
Hoffentlich habe ich nicht meine letzte Meisterschaft in
Deutschland gewonnen.“
„Danke für die
Unterstützung“
Christensen fühlt sich nach seiner
langen Reha-Zeit nun wieder fit für neue Aufgaben. „Ich habe gerade
meine Reha in der Red Bull Eishockey Akademie erfolgreich und
schneller abgeschlossen, als es erwartet wurde. Ich wäre bereit für
die Playoffs gewesen“, so der Däne. „Es war für mich persönlich
sehr bitter, dass die Saison nach der Hauptrunde beendet wurde,
auch wenn die Entscheidung richtig war.“ Durch die Absage hatte
Christensen zudem keine Möglichkeit, sich von den Fans zu
verabschieden: „Ich bedanke mich für die Unterstützung in den
ganzen Jahren. Es gab viele emotionale Augenblicke, die ich nie
vergessen werde. Ihr habt mit uns mitgefiebert und euren Teil dazu
beigetragen, dass Eishockey in München weitergewachsen ist. Vielen
herzlichen Dank an jeden einzelnen!“
Ois Guade
Geschäftsführer Winkler ist sich sicher, dass Christensen auch bei
seiner neuen Karrierestation Erfolg haben wird: „Mads hat wichtige
Teile unserer Klubgeschichte mitgeschrieben. Wo auch immer er in
der kommenden Saison anheuern wird, er wird auch dort seine Spuren
hinterlassen. Ois guade, mein Dänen-Freund!“
www.redbullmuenchen.de, Photo: GEPA pictures/ EHC Red Bull Muenchen/ Matthias Balk









