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Dornbirn Bulldogs

EBEL: Rassismus-Skandal in Graz!

Die Graz99ers feierten gestern Abend einen ungefährdeten 3:1 Sieg über die Dornbirn Bulldogs und bleiben damit vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Das Spiel wurde jedoch von einem Eklat überschattet, der ein Nachspiel haben sollte.

Es war ein zu jeder Zeit ungefährdeter Sieg der Grazer gegen zahme Bulldogs, die ihren Weg aus der Krise nicht finden. Doch das (Negativ-)Highlight der Partie spielte sich auf der Tribüne ab.

Einige „Fans“ der Steirer hatten es auf Dornbirns farbigen Defender Jordan Subban abgesehen und begleiteten seine Auftritte mit Affenlauten. Als Subban kurz vor Ende zur Strafbank ging und nach Ablauf der 2 Minuten diese wieder verließ hallten aus dem Bereich der Grazer Fanklubsektoren rassistische Laute durch die Halle.

Jordan Subban wurde Opfer von Rassismusattacken (Pic: cdmediateam)

Szenen die in der heutigen Zeit in der sich über alle Sportarten hinweg eine Bewegung gegen Rassismus in Gang gesetzt hat absolutes No-Go sind.

DEC-Stürmer Kevin Macierzynski ließ seinen Frust in einem facebook-Posting raus und ist erschüttert über Teile des Grazer Publikums. „Noch nie erlebt. Affengeräusche aus dem Grazer Publikum gegen unseren Mitspieler gerichtet. Wo sind wir bitte? Wie charakterlos seid ihr?“ begleitete Macierzynski mit dem Hashtag „Sag Nein zu Rassismus“.

Von Seiten der Vereine gibt es bislang noch keine öffentliche Stellungnahme, sehr wohl jedoch von den Fans. Das Gros der Grazer Fans verurteilt dies und schämt sich für die eigenen Leute. Eigene Fans fordern Hallenverbote, andere würden eine Strafe seitens der Liga gegen die Grazer gut heißen.

Wir schließen uns den Worten von Kevin Macierzynski an und fordern hier ein deutliches Signal seitens der Liga und/oder der Graz99ers. Rassistische Äußerungen haben in unserem geliebten Sport nichts zu suchen und müssen sofort sanktioniert werden. Der Eishockeysport stand und steht seit jeher für ein Miteinander und respektvollem Umgang. Alle sind aufgefordert dies aufrecht zu erhalten. Liga, Vereine und auch die Fans, dies sich egal ob organisiert oder nicht, gegen solche Äußerungen wehren und sich davon distanzieren müssen.

Photo: Werner Krainbucher

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