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Eishockey WM 2023: Wer ist qualifiziert & zählt zu den Favoriten?

Im kommenden Jahr wird die 86. Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren stattfinden. Veranstaltet wird der Wettbewerb der besten Nationalmannschaften im Eishockey von der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF. Stattfinden wird die Weltmeisterschaft 2023 im finnischen Tampere und im lettischen Riga. Zu den Favoriten zählen einmal mehr die Nationen, die bereits in der Vergangenheit große Erfolge im internationalen Eishockey einfahren konnten.

In der sogenannten Top-Division treten ausschließlich die aktuell besten 16 Mannschaften der Welt gegeneinander an und kämpfen um den prestigeträchtigen Weltmeistertitel. Zwar gibt es Favoriten wie Weltmeister Finnland oder Rekordchampion Kanada, trotzdem ist im Eishockey immer alles möglich. Dementsprechend stellt sich die kommende WM im Eishockey als äußerst spannend dar, auch für Sportwetten. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen Sportwetten live abgegeben werden können.

Fakt ist: Es herrscht bereits große Vorfreude auf die anstehende Weltmeisterschaft. Die qualifizierten Nationalmannschaften versprechen hochklassiges Eishockey. Schauen wir uns das Ganze also mal etwas mehr im Detail an.

Neue Austragungsorte: Weltmeisterschaft in Finnland und Lettland

Dass die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in den beiden europäischen Länder Finnland und Lettland stattfindet, war lange nicht abzusehen. Bekanntgegeben wurde der Austragungsort beim jährlichen Kongress der IIHF während der WM 2019 in der Slowakei.

Dort hatten sich der schwedische, tschechische und russische Verband auf die Aufteilung der WM-Turniere zwischen 2023 und 2025 geeinigt. Ursprünglich war der Plan der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF, die WM 2023 im russischen St. Petersburg auszutragen. Dafür war bereits eine Arena mit 22.500 Zuschauern als Hauptaustragungsort geplant – die bis dahin größte Eishockey-Arena der Welt.

Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 wurde nicht nur die russische Nationalmannschaft aus dem Turnier ausgeschlossen, sondern dem russischen Verband auch das WM-Turnier 2023 im eigenen Land entzogen. Diese Entscheidung fiel am 26. April 2022. Bereits am 27. Mai legte sich das IIHF Council dann auf die Alternativen Finnland und Lettland fest. Eine Gegenkandidatur von vom Länder-Duo Ungarn und Slowenien wurde kurzfristig zurückgezogen. So findet das Turnier im nächsten Jahr in Nordosteuropa statt.

Ein Vorteil der finnisch-lettischen Bewerbung war, dass dort bereits die nötige Infrastruktur für eine Eishockey-WM vorhanden ist. So müssen keine neuen Arenen für die sportliche Großveranstaltung gebaut werden. In die finnische Nokia Arena in Tampere passen 13.455 Zuschauer. Im lettischen Riga liegt die Arena Riga. Hier finden insgesamt 10.300 Zuschauer einen Platz.

Modus der Weltmeisterschaft im Eishockey

Im nächsten Jahr wird die Eishockey-WM vom 12. bis 28. Mai ausgetragen. In aller Welt wird vor allem die Top-Division genannt, wenn von der Eishockey-Weltmeisterschaft gesprochen wird. Doch der Wettbewerb der besten Nationen im Eishockey ist deutlich breiter aufgestellt. In der Top-Division spielen ausschließlich die 16 besten Nationalmannschaften der Welt. Die schwächeren Nationen treten in den Divisionen I bis IV gegeneinander an und spielen dort um Auf- und Abstieg.

So qualifizieren sich Tabellenerster und -zweiter der Division I für die Top-Division im kommenden Jahr. So ändert sich das Teilnehmerfeld der Top-Division und damit der eigentlichen Eishockey-Weltmeisterschaft von Jahr zu Jahr.

Das Teilnehmerfeld der WM 2023

In diesem Jahr ist die deutsche Nationalmannschaft ein Teil der Gruppe A. Hier trifft die deutsche DEB-Auswahl auf Weltmeister Finnland, Schweden, den USA, Frankreich, Dänemark, Ungarn und Österreich. Gleich im ersten Spiel wartet mit der schwedischen Nationalmannschaft ein äußerst starkes Team auf die deutsche Mannschaft. Ein hartes Los.

Gleich im zweiten Spiel wartet dann schon Gastgeber und amtierender Weltmeister Finnland. Danach wartet die US-amerikanische Nationalmannschaft. Erst nach der folgenden zweitägigen Spielpause warten die vermeintlich leichteren Gegner wie Dänemark, Österreich oder Aufsteiger Ungarn und die französische Nationalmannschaft. Das deutsche Team hat dementsprechend keinerlei Zeit, sich in das Turnier zu finden. Vielmehr muss die deutsche Nationalmannschaft von Beginn an Top-Leistungen auf das Eis bringen, um bei der anstehenden Weltmeisterschaft erfolgreich sein zu können. Die Gruppe A wird im finnischen Tampere ausgetragen.

In der Gruppe B der Top-Division trifft Gastgeber Lettland auf Kanada, Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Norwegen, Slowenien und Kasachstan. Hier wird ebenfalls um den Einzug ins Viertelfinale gekämpft. Die Gruppe B wird im lettischen Riga ausgespielt. Jeweils zwei der vier Viertelfinalspiele finden in Tampere und Riga statt. Ab dem Halbfinale werden alle Duelle in der Nokia Arena von Tampere ausgetragen. Der Ort, an dem bereits das Endspiel der WM 2022 stattfand.

Favoriten der WM 2023

Die finnische Nationalmannschaft gilt nicht allein aufgrund ihres Heimvorteils als großer Favorit. In der jüngsten Vergangenheit dominierten die Finnen alle großen Wettbewerbe im internationalen Eishockey. So gewann die finnische Mannschaft zwei der letzten drei Weltmeisterschaften. Ausschließlich im Jahr 2021 musste sich die Mannschaft aus Finnland dem Rekordchampion Kanada geschlagen geben.

Auch bei den olympischen Spielen war die finnische Nationalmannschaft im Eishockey erfolgreich. Im chinesischen Peking gewann Finnland die olympische Goldmedaille. Dementsprechend ist klar, dass ohne unerwartete Änderungen im Kader der finnischen Nationalmannschaft, das Gastgeber-Team als Top-Favorit ins Turnier gehen wird. Sowohl in der eigenen Defensive als auch in der Offensive stehen Nationaltrainer Jukka Jalonen ausschließlich hochqualitative Athleten zur Verfügung.

Neben der finnischen Nationalmannschaft gilt vor allem Kanada als favorisiert. Kein Wunder, denn gleich dreimal in Folge hieß die Paarung im Endspiel: Finnland gegen Kanada. Besonders im Finale der letzten Weltmeisterschaft 2022 zeigte sich die ganze Klasse der beiden Mannschaften. Damals entwickelte sich ein spektakuläres Duell auf Augenhöhe. Nach einer frühen Führung durch die Kanadier gab die finnische Nationalmannschaft nicht auf und glich schnell aus. Im Anschluss an eine temporäre Sperre für den kanadischen Torhüter kippte das Spiel zugunsten der Finnen. Nach dem 3:1 für die finnische Mannschaft schien der Sieg des Gastgebers bereits frühzeitig sicher.

Dank einer fulminanten Schlussphase erholte sich die kanadische Mannschaft allerdings von dem Rückstand und glich in den letzten Minuten des letzten Drittels durch zwei späte Treffer aus. Das Endspiel ging dementsprechend in die sogenannte Overtime. Hier konnte Finnland dank eines Treffers im Powerplay für die Entscheidung sorgen.

Sicher ist, dass sich die Kanadier im nächsten Jahr nur zu gern für das dramatischerweise verlorene Finale 2022 rechen wollen. Nicht unrealistisch, dass auch bei der anstehenden Weltmeisterschaft die Kanadier im Finale auf die Finnen treffen. Dadurch würde die Endspiel-Paarung zum vierten Mal in Folge aus den gleichen Nationalmannschaften bestehen. So oder so, die Vorfreude auf die WM 2023 im Eishockey ist bereits mehrere Monate vor Turnierbeginn riesig.

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