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Emotionale Rückkehr: Harry Lange kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück!

Harry Lange genießt in Bad Nauheim bis heute Kultstatus. Als Spieler, Trainer und sportlicher Gestalter prägte der gebürtige Österreicher den Klub über mehr als ein Jahrzehnt. Am Sonntag kehrt der 42-Jährige erstmals ins Colonel-Knight-Stadion zurück – allerdings auf der Gästebank, als Head Coach der Düsseldorfer EG.

Lange feierte mit den Roten Teufeln 2013 den Oberliga-Titel, absolvierte anschließend fünf komplette Zweitliga-Saisonen ohne ein einziges verpasstes Spiel und erhielt 2018 ein seltenes offizielles Abschiedsspiel. Später führte er Bad Nauheim als Trainer und Sportlicher Leiter bis ins DEL2-Finale 2023. Entsprechend emotional ist die Rückkehr: „Nie im Leben hätte ich gedacht, einmal als Gegner nach Bad Nauheim zu kommen“ betont Lange, der nahezu ausschließlich positive Erinnerungen an den Klub verbindet. Sportlich geht es für beide Teams um wichtige Punkte im Kampf um die Top-10-Plätze. Insgesamt treffen Bad Nauheim und Düsseldorf in dieser Saison noch dreimal aufeinander.

Die Trennung von den Graz99ers im November „war schon ein Schlag in die Magengrube“, so Lange und ist nach wie vor überzeugt: „Wir waren auf einem richtig guten Weg.“ Danach rechnete er eigentlich mit einer längeren Pause. Ein Wechsel innerhalb der ICE Hockey League war vertraglich seitens der Graz99ers vertraglich ausgeschlossen. Dann meldete sich überraschend die DEG „und da fängst du natürlich an zu überlegen“, so der 42-jährige gegenüber der „Frankfurter Neue Presse“.

Mitte Dezember übernahm Lange in Düsseldorf und unterschrieb zunächst bis Saisonende. Nach einem Fehlstart folgte eine klare Leistungssteigerung: 14 Punkte aus neun Spielen bedeuten aktuell Rang neun. Besonders defensiv zeigte sich das Team zuletzt deutlich stabiler – trotz personeller Ausfälle.

Zu einer möglichen sportlichen Zukunft in Bad Nauheim äußert sich Lange zurückhaltend, betont aber die enge emotionale Verbindung zum Klub. Für 60 Minuten am Sonntag ruhen jedoch alle Freundschaften – dann zählt für den ehemaligen Publikumsliebling nur der sportliche Erfolg mit der DEG.

Bild: HCI / PAPA Productions

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