Braden Christoffer ist einer der überragenden Neuzugänge der Innsbrucker Haie im letzten Sommer. Gemeinsam mit seinem kongenialen Sturmpartner Daniel Ciampini liegt er an der Spitze der ICEHL-Scorerwertung. Die Innsbrucker Haie veröffentlichten nun ein interview mit ihm in dem er tiefe Einblicke gibt:
Wie gefällt es dir in
Innsbruck, in Tirol?
Ich finde die Stadt sehr schön
und die Landschaft ist etwas, das die meisten nur auf Postkarten
sehen oder aus Filmen kennen. Ich wollte schon immer einmal in den
Bergen leben. Leider konnten ich und meine Teamkollegen aufgrund
von Covid das alles bisher nicht voll genießen.
Was sind die Ziele fürs
Team und deine persönlichen Ziele?
Vom Saisonstart an
habe ich gedacht, dass wir ein Team haben, das den Titel holen
kann. Die letzten Wochen waren hart, wir hatten viele Verletzte,
und davon einige Schlüsselspieler. Aber ich glaube, dass wir noch
immer auf Kurs sind und gute Playoffs zeigen können. Meine
persönlichen Ziele behalte ich für mich, aber sie sind in
Reichweite. Ich hoffe jedenfalls ich kann mit meinen Toren dem Team
helfen zu gewinnen.
Du trägst die Nummer 63,
deine „eigentliche“ Nummer ist aber 23…
Ich habe in
den letzten acht Saisonen immer die Nummer 23 getragen. Diesmal war
ich beim Aussuchen etwas spät dran. Ich habe Christian Jennes sogar
gefragt, wie viel er für die 23 haben will. Aber er hat wohl
gedacht ich mache Scherze 😉
Aber 63 als back up ist auch nicht schlecht.
Wer ist dein
Vorbild?
Ich habe verschiedene Vorbilder. Ich glaube
meine ersten waren meine Eltern. Sie haben hart gearbeitet und mir
gezeigt, wie wichtig das ist. Das ist definitiv ein Grund dafür,
dass ich in meiner Karriere bisher so weit gekommen bin.
Oilers-Kapitän und
Superstar Connor McDavid hat über dich gesagt, du wärst ein echter
Leader. Was bedeutet dir das?
Das war ein richtig
cooler Moment. Wir waren damals zusammen in einem Trainingscamp der
Edmonton Oilers in Penticton, BC. So ein Lob von einem solchen
Kaliber zu bekommen, dem jüngsten Oilers-Kapitän der Geschichte,
ist eine große Ehre. Ich wollte immer ein Leader sein, und meine
Teamkollegen besser machen.
Hast du einen
Spitznamen?
Ich habe
schon verschiedene Spitznamen gehabt, überall wo ich hingekommen
bin gabs wieder einen anderen. Mein Favorit ist Christo, kurz für
Christoffer.
Welche Schlagzeile möchtest
du 2021 über dich lesen?
„Die Schiris lieben und
respektieren Braden Christoffer“ – nein, im Ernst: Ich bin keiner
der in den Zeitungen oder auf Social Media etwas über sich lesen
muss. Hauptsache, es ist etwas, worauf ich stolz sein kann.
Wer ist der „verrückteste“
Typ in der Haie-Kabine?
Die ganze Kabine ist voll von
Witzbolden und lustigen Typen. Alleine mit den Jungs neben mir
lache ich mich regelmäßig krank. Besonders hervor sticht für mich
aber keiner – also bin wohl ich der verrückteste 😉
Wer ist der härteste,
unangenehmste Gegenspieler in der bet-at-home ICE Hockey
League?
Die Frage ist schwierig. Wenn es einen geben
würde, dann würde ich seinen Namen nicht sagen, und ihm auch noch
Munition gegen mich geben.
Was ist das Schönste, ein
Tor zu erzielen, einen tollen Assist zu geben, oder einen perfekten
Check zu landen?
Die Antwort lautet ein schönes Tor.
Meiner Meinung nach ist Tore zu schießen immer noch das Größte im
Hockey.
Beschreibe dich auf dem Eis
in drei Worten…
Fokussiert – intensiv –
wettbewerbsfähig
Beschreibe dich abseits des
Eises in drei Worten…
Lustig – einfühlsam –
unterhaltsam
Was ist dein Lieblingsplatz
in Innsbruck?
Leider habe ich aufgrund von Covid noch
nicht alles gesehen. Aber mein Favorit ist die Nordkette und die
atemberaubende Aussicht.
Wie schaut es mit deinen
Deutschkenntnissen aus?
Ich kann ein paar Bruchstücke,
aber weder eine Unterhaltung führen noch verstehe ich viel. Aber
ich fange an besser zu werden.
Noch zum Essen: Dein
Favorit aus der Tiroler Küche?
Speckknödel sind
unglaublich gut, und Gulasch ist Bombe. Ich weiß dass Gulasch
eigentlich keine Tiroler Spezialität ist, aber ich habe es zum
ersten Mal hier gegessen, und es ist gewaltig.
www.hcinnsbruck.at, Photo: Werner Krainbucher









