Kuriose und zugleich bittere Nachrichten aus der spanischen Liga Nacional de Hockey Hielo (LNHH): Ein Klub aus der höchsten spanischen Eishockeyliga konnte die Visa von gleich neun Legionären nicht verlängern. Für die betroffenen Spieler ist die Saison damit abrupt beendet – ihre Chancen auf eine Fortsetzung der Spielzeit in Europa sind stark gefährdet.
Die Legionäre stammen aus den USA, Kanada und Taiwan und decken alle Mannschaftsteile ab. Ohne gültige Aufenthaltstitel dürfen sie weder weiter in der LNHH spielen noch kurzfristig zu einem anderen europäischen Verein wechseln.
Der Klubpräsident erklärte dazu, die Behörden hätten mitgeteilt, dass die Voraussetzungen für eine Visa-Verlängerung nicht erfüllt seien. Als Alternativen seien politisches Asyl, ein Studium in Spanien oder humanitäre Aufenthaltstitel genannt worden. Dabei liege keinerlei irreguläre Migration vor, zudem hätten die Spieler ohnehin geplant, das Land nach Saisonende wieder zu verlassen.
Der Kern des Problems liegt im Status der Liga: Die LNHH ist keine Profiliga. Dadurch können Vereine ihre Legionäre rechtlich nicht als ausländische Arbeitskräfte anstellen – eine zwingende Voraussetzung für entsprechende Visa. Dieses strukturelle Problem trifft nun direkt die Spieler und den sportlichen Wettbewerb.









