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National League

NLA-Finale: Bern mit einer Hand am Meisterkübel

Drei Matchpucks für den SC Bernwelche bereits eine Hand am Meisterkübel hat. Nur noch ein Sieg fehlt ihnen zum 16. Meistertitel, den dritten in den vergangenen vier Saisons. Bern gewann gestern Abend in der Zuger Bosshard-Arena 3:1 und führen auch in der Finalserie mit 3:1.

Das Spiel begann sehr intensiv und schnell, dabei versuchte der EVZ wieder jenes Tempoeishockey zu zeigen, welches sie durch die ganze Saison hindurch ausgezeichnet hatte und unter anderem auch zu den vier Siegen nacheinander gegen den SCB geführt hatte. Die Zentralschweizer versuchten dem Gegner immer wieder mit ihrem aufsässigem Forechecking die Zeit zum Spielaufbau zu nehmen. 11:3 lautete das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel und trotzdem hiess es nach Ablauf der ersten 20 Minuten immer noch 0:0. Im einzigen Überzahlspiel traf der Zuger Dario Simion nur den Pfosten und Dennis Everberg verpasste zweimal aus kürzester Distanz den verdienten und wichtigen Führungstreffer, welcher möglicherweise spielentscheidend gewesen wäre.

Eine der Stärken der Berner in dieser Serie ist die Effizienz, denn sobald sich den Hauptstädtern eine Gelegenheit bietet, schlagen sie zu, so wie nach knapp 5 Minuten im mittleren Abschnitt, als sie in Überzahl den Führungstreffer erzielten. Gaëtan Haas hatte das Powerplay eiskalt ausgenützt und ist seit seiner Rückkehr ins Team am vergangenen Samstag ein klarer Mehrwert für den SCB. Drei Minuten vor der zweiten Pause erhöhte Haas wegen einem vorentscheidenden Fehler des Zuger Jungtalents Thomas Thiry auf 2:0.

Indessen aber brodelte die Zuger Volksseele, vor allem wegen des vermeintlichen Ausgleichstreffer von Garrett Roe. Weil Dennis Everberg gemäss den Referee’s den Berner Goalie Genoni zuvor im Torraum entscheidend behindert haben soll, wurde der Treffer nach einer langen Videokonsultation nicht gegeben. Auch nach dem Drittelsende wurde strittig und uneins darüber diskutiert. Dabei musste ein erboster Zuger Anhänger abtransportiert werden, weil er seinen Unmut allzu exzessiv ausführte. Trotzdem müssen sich die Zentralschweizer den Vorwurf gefallen lassen, dass sie ihre klar ersichtliche, spielerische Überlegenheit nicht in Tore umzumünzen konnten. Das wiederspiegelt auch das Torverhältnis von 25:13 Schüssen nach zwei Dritteln zugunsten des EV Zug.

Neue Hoffnung am Zuger Horizont kam in der 45. Minute auf, Lino Martschini in Überzahl und einer Direktabnahme verkürzte auf 1:2 und bekamen trotz gefährlichen Konter der Berner nochmals zu einige Chancen für den Ausgleich, vor allem bei einem weiteren Powerplay und dem Ablenker von Garrett Roe. Doch der SCB mit seiner Routine und der in den letzten 4 Jahren nur eine Playoff-Serie verloren hatte, geriet nicht mehr in allzu grosser Gefahr. So erzielte Arcobello wir bereits am Dienstag den Siegtreffer per “Empty Netter“ und der SC Bern untermauerte damit erneut seine Auswärtsstärke, hatten sie doch nur eines von acht Playoff-Spielen auf fremdem Eis verloren.

Telegramm Playoff-Finale 4.Spiel

Zug Bern 1:3 (0:0, 0:2, 1:1) Stand 1:3
Tore:
25. Haas (Blum, Boychuk/Ausschluss Klingberg) 0:1. 37. Haas (Bieber, Berger) 0:2. 45. Martschini (Roe, Everberg/Ausschluss Berger) 1:2. 58. Arcobello (Haas) 1:3 (ins leere Tor).
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Widerström und Morant (alle überzählig), Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Grassi (beide verletzt), Marti und Brügger (beide überzählig). Tor von Roe wegen Torhüterbehinderung aberkannt (31.).


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