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Schweiz

NLB: Bittere Niederlage für Martin Ulmer und Olten im 4. Playoff-Spiel gegen Thurgau

In allen vier Eisarenen endeten die Partien der Playoff-Viertelfinale nach der regulären Spielzeit unentschieden. Die aber spektakulärste Partie an diesem Sonnatg erlebten wohl die 1684 Zuschauer in der „Güttingerseuti“ zu Weinfelden.

Das favorisierte Olten führte beim HC Thurgau bis 205 Sekunden vor Spielende mit 5:2. Doch völlig unerwartet aus Sicht der Oltener und innerhalb von 85 Sekunden erzielten Andri Spiller (2 Tore) und Captain Patrick Parati den Ausgleich. In der Verlängerung führte Eric Arnold’s zweiter persönlicher Treffer zum 6:5 Sieg der Thurgauer. Olten vergab damit den sicher geglaubten Auswärts-Sieg anhand der leichtfertig gespielten Schlussminuten im 4. Spiel des Playoff-Viertelfinal in der Verlängerung („sudden death“).

Etwas verhalten begann die Startphase der beiden Teams in die vierte und verrückte Begegnung dieser Playoff-Viertelfinal-Serie, wobei sich die Thurgauer in den ersten Minuten im Oltener Drittel festsetzen konnten. Doch anhand der gut aufgestellten und kompakten Verteidigung des EHCO kamen sie kaum zu Schüssen, ansonsten war Olten Goalie Mischler stets zur Stelle.
In der Mitte des ersten Drittels übernahm der EHCO zunehmend die Regie und lagen durch den Treffer von Tim Bucher’s Direktschuss 1:0 in Führung. Doch Thurgau reagierte kurz nach dem Anpfiff zum mittleren Abschnitt nach nur 39 Sekunden mit dem Ausgleich durch den Kanadier Descheneau. Doch hatte der Ausgleich nur kurzen Bestand. da nach etwas mehr als einer Minute Lukas Haas auf Pass von Silvan Wyss den Führungstreffer für Olten erzielte. Von zwei dummen Strafen seitens des EHCO, 50 Sekunden vor dem Drittelsende konnten die Ostschweizer profitieren, indem Eric Arnold zum erneuten Ausgleich traf.

Beim Stande von 2:2 ging es in das letzte Drittel und es dem EHCO durch Wyss gelang die Führung schnell wieder an sich zu reissen und diese in der 49.Minute gar zum 4:2 durch Mäder erhöhte. Nach MacGregor Sharps 5:2, knapp neun Minuten vor der Schlusssirene, sah Olten wie der sichere Sieger aus. Doch der HCT wäre nicht der HCT, würde man nun nicht erst recht Gas geben. Olten liess den Puck sowie den Gastgeber weiterhin laufen und die mitgereisten Oltener Fans jubelten bereits dem nächsten Sieg entgegen, Doch der HCT gab nicht auf und hatte etwas gegen ein vorzeitiges Ende des Duells dagegen. Was man nicht mehr für möglich hielt, vor allem aus Sicht der Oltener, schoss der HCT innerhalb von 85 Sekunden (!) drei Tore und erzwangen dadurch die Overtime.

Das Spiel wogte bis zur 68. Minute hin und her mit Möglichkeiten für beide Teams. Doch nach einem Abpraller von Olten-Goalie Mischler stand Eric Arnold genau an der richtigen Stelle vor dem Tor und beförderte den Puck kurzerhand ins Oltener Tor. Mit dem eher unerwarteten Sieg der Ostschweizer steht es in der Serie statt 3:1 für den EHCO nun 2:2. Damit steht Olten im Heimspiel am kommenden Mittwoch unter Zugzwang um die Führung der Serie wieder an sich zu reissen zu können.

Auch der SC Langenthal verlor in der Overtime

Beim SC Langenthal wurde nichts mit einer schnellen Qualifikation für den Halbfinal. Sie verloren auswärts in Visp im „sudden death“ mit 4;3 und die Serie steht unentschieden 2:2.
Kleine Dinge verhinderten gestern Sonntag den Langenthaler Sieg. Vor allem im Schlussdrittels liessen die Oberaargauer, welche mit 3:2 in Front lagen, sträflich eine Überzahlsituation ungenutzt, zudem unternahmen sie viel zu wenig und suchten den Treffer nicht mit der letzten Konsequenz, um dadurch unnötige Puckverluste zu verhindern. Zweimal hatten die Visper in Unterzahl die Scheibe und suchten mit einem Akteur weniger den Ausgleich.
Zwei Sekunden nach dem Ablauf einer Strafe gegen Aurélien Marti, der wegen eines Checks gegen den Kopf eine Zwei-plus-zehn-Minuten-Strafe kassierte und nach seinem groben Einsteigen zudem noch das Plexiglas repariert werden musste, kassierten die Oberaargauer in dieser Strafzeit den Ausgleichstreffer. In der anschliessenden Overtime sicherte sich Leiv Fogstad Vold mit einem Nachschuss den 4:3 Sieg für den EHC Visp. Somit sieht sich der SC Langenthal gezwungen am Mittwoch auf eigenem Eis zu reagieren. Will der SCL die Serie gegen Visp zu seinen Gunsten beenden, muss man aber ein weiteres Mal nach Visp reisen, so oder so.

Rapperswil-Jona steht als erstes Team im Playoff-Halbfinal

Die Rapperswil-Jona Lakers setzen sich in der Playoff-Serie gegen die EVZ Academy mit 4:0 durch und stehen im als erstes Team im Halbfinal. Ein Durchlaufen der Lakers in dieser Serie gegen die Zuger war es wahrlich nicht, da das Siegtor des Cupsiegers vom Obersee in den letzten beiden Partien jeweils erst in der 82. resp. der 79. Minute fiel. Auch konnten die Zuger in den Spielen drei und vier in den Verlängerungen beide Male in doppelter Überzahl agieren. In der gestrigen auswärtigen Partie in Zug erzielte Corsin Casutt für Rapperswil nach 78:39 Minuten mit dem 62. Torschuss das siegbringende 2:1. Bei der EVZ Academy glänzte Goalie Noël Bader, welcher in den letzten beiden Partien das Zuger Tor hütete, mit 60 Paraden.

Ajoie führt in der Serie gegen La Chaux-de-Fonds
Spannung auch in der Viertelfinal-Serie zwischen dem HC Ajoie und La Chauc-de-Fonds. Die Ajouluts holten gegen die Neuenburger einen 0:2 Rückstand auf und siegten schlussendlich dank den Toren von Verteidiger Jordane Hauert und Zaccheo Dotti mit 3:2 in der Verlängerung. Beim Stande von 3:1 benötigt Ajoie nur noch einen Sieg für die Halbfinalqualifikation.

Resultate Playoffs (best of seven) vom 4.3.2018

HC Thurgau – EHCO 6:5 (0:1, 2:1, 3:3, 1:0) n.V. Stand: 2:2
Tore: 11:20 Bucher (Haas, Wyss) 0:1. 20:39 Descheneau (Andersons) 1:1. 21:57 Haas (Chiriaev, Wyss / Ausschluss Küng) 1:2. 39:10 Arnold (Neher / Ausschluss Zanatta) 2:2. 41:44 Wyss (Haas, Chiriaev) 2:3. 48:59 Mäder (Rexha, Muller) 2:4. 51:15 Sharp (Ulmer, Rouiller) 2:5. 56:35 Spiller (Descheneau, Braes) 3:5. 57:16 Parati 4:5. 58:00 Spiller (Descheneau) 5:5. 68:22 Arnold (Loosli) 6:5.

Visp – Langenthal 4:3 (1:1, 1:2, 1:0) n.V. Stand 2:2
Rapperswil-Jona Lakers (1.) 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.; Schlussstand 0:4.
Ajoie (5.) – La Chaux-de-Fonds (4.) 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) n.V.; Stand 3:1.

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