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ÖEL-Halbfinalauftakt: Lustenau souverän, KSV gewinnt nach dramatischer Aufholjagd!

Was war das für ein Auftakt zum Halbfinale in der Ö Eishockey Liga: Der EHC Lustenau feierte am Samstag zum Start der Best-of-Three-Serie in der Rheinhalle Lustenau vor fast 1.000 Fans gegen den HC Kufstein einen 4:1-Sieg und kann auswärts in einer Woche in der Eisarena Kufstein den Final-Einzug fixieren. Kapfenberg startete in der hauseigenen Stadthalle vor über 1.000 Fans im ersten Match der Best-of-Three-Serie gegen den SC Hohenems nach 1:4-Rückstand eine sensationelle Aufholjagd und siegte am Ende mit 5:4 nach Penalty-Shootout, stellte in der Serie auf 1:0 und kann am nächsten Samstag im Eisstadion Hohenems das Final-Ticket buchen.

 

Halbfinale 1 – Spiel 1: EHC Lustenau feiert Heimsieg gegen den HC Kufstein

Der EHC Lustenau traf im Halbfinale der Ö Eishockey Liga zum Auftakt der Best-of-Three-Serie am Samstag in der Rheinhalle Lustenau vor fast 1.000 Fans auf den HC Kufstein. Das Duell des Siegers der Division West gegen den Tabellen-Dritten im Westen nach dem Grunddurchgang war von Beginn an eine von beiden Teams intensiv geführte Angelegenheit.

Die Löwen, die bisher kein einziges Heimspiel in dieser Saison verloren hatten, übernahmen schnell das Kommando. Die Dragons hielten zu Beginn voll dagegen und überstanden früh die heikle Phase einer Unterzahl, die sogar für rund eineinhalb Minuten eine 3:5-Unterlegenheit brachte. Die ersten Emotionen kochten hoch, das Playoff-Feeling sorgte schon im ersten Abschnitt für ein Knistern in der Rheinhalle.

Nach einem schnellen und schnörkellosen Konter über Clemens Paulweber, der den Gegenangriff einleitete sowie den finalen Pass spielte, und Herbert Steiner schoss Christian Pittl aus dem Slot staubtrocken zur 1:0-Führung für die Kufsteiner ein (16.).

Auch im zweiten Drittel waren die Gastgeber überlegen, schnürten die Tiroler immer wieder in deren Verteidigungszone ein. Kufstein spielte im Verbund mit dem stark agierenden Goalie Thomas Pfarrmaier defensiv stark und wartete geduldig auf Konterchancen. Dann zog Lustenau-Verteidiger Jonas Kutzer von der blauen Linie ab, Goalgetter Christopher D’Alvise überzuckerte die Situation nach einem Getümmel am schnellsten und erzielte aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich (25.).

Knapp zwei Minuten später legte Lustenau nach: Adem Kandemir verwertete ein Zuspiel von Daniel Stefan vom linken Bullykreis direkt und sorgte mit dem 2:1 für die erstmalige Lustenauer Führung (27.). Die Gäste verabsäumten es in ihrer ersten Überzahl, den Ausgleich zu erzielen. Auf der anderen Seite zog Verteidiger Jonas Kutzer ab und Chris D’Alvise fälschte zum 3:1 ab (34.).

Für den Beginn des letzten Abschnitts nahmen die Vorarlberger eine Überzahl mit, konnten in dieser numerischen Überlegenheit den Vorsprung jedoch nicht ausbauen. Nach fünf Minuten hatten die Gäste ein weiteres Powerplay, in dem den Dragons jedoch auch kein Treffer gelang.

Knapp zehn Minuten vor dem Ende gelang den Lustenauern die Entscheidung: Der finnische Stürmer Riku Tiainen deutete am rechten Bullykreis einen Pass an und sendete die Scheibe ansatzlos zum 4:1 in die Maschen (50.). Lustenau liegt mit dem 4:1-Sieg in der Halbfinal-Serie mit 1:0 voran. Das zweite Match in der Best-of-Three-Serie steigt in einer Woche in der Eisarena Kufstein.

 

Halbfinale 2 – Spiel 1: Kapfenberg siegt nach Aufholjagd gegen den SC Hohenems

Die KSV Kängurus fighteten im Halbfinale der Ö Eishockey Liga im ersten Match der Best-of-Three-Serie am Samstag in der Stadthalle Kapfenberg vor über 1.000 Fans gegen den SC Samina Hohenems. Die beiden Teams duellieren sich in der fünften ÖEL-Saison zum bereits fünften Mal in einer Playoff-Serie, nach vier Playoff-Duellen steht es 2:2.

Die Steinböcke, die im Line Up nur mit 14 Feldspielern ins Mürztal gekommen waren, erwischten einen Traumstart: Patrick Spannring zog nach einem schnellen Konter alleine auf Kapfenberg-Goalie Oliver Zirngast und schoss trocken zum 1:0 ein (3.). Die Steirer versuchten auf den Ausgleich zu gehen, aber Hohenems-Keeper Karlo Škec ließ zunächst keinen Gegentreffer zu.

Die Gäste, die schlussendlich im ersten Drittel fünf Torschüsse mehr hatten, zeigten sich in der Offensive effizient: Nach einem Faceoff an der eigenen blauen Linie lancierten die Vorarlberger erneut einen schnellen Konter, Leon Schmeiser spielte von der rechten Seite quer vor das Tor, wo Fabian Mandlburger die Schlägerschaufel hinhielt und aus kurzer Distanz auf 2:0 stellte (13.). Knapp drei Minuten vor Drittelende hatten die Kängurus ihr erstes Überzahl-Spiel, konnten aus der numerischen Überlegenheit kein Kapital in Form des ersten Treffers schlagen. Gegen Drittelende wurde es zum ersten Mal emotional, die Gemüter beruhigten sich aber schnell wieder.

Wie schon in den ersten 20 Minuten lieferten sich die beiden „alten Bekannten“ auch im Mittelabschnitt ein flottes und intensives Spiel. Früh hatten die Kapfenberger ihre nächste Powerplay-Gelegenheit, wieder blieben die Mürztaler ohne Torerfolg. Der Sieger der Division Ost kämpfte verbissen darum, endlich in der Halbfinal-Serie anzukommen, aber die Schüsse auf HSC-Keeper Karlo Škec fielen meist zu zentral aus.

Die Emser ihrerseits versuchten, das Match und den Zweitore-Vorsprung unter Kontrolle zu halten, sowie schnelle Konter zu fahren. Ricards Purins, der die Kapfenberger Defensive schwindlig spielte, brachte die Scheibe auf Eric Ockert, der 21 Sekunden nach Halbzeit der Partie aus dem Slot das 3:0 für den Schlittschuhclub erzielte (31.).

Knapp vier Minuten später verkürzten die Kapfenberger auf 1:3, Manuel Trost bezwang Hohenems-Keeper Škec mit einem herrlichen Wristshot aus dem Slot (35.). Gleich danach hatte das Team von Spielertrainer Kristof Reinthaler in einer weiteren Überzahl die Chance auf den Anschlusstreffer, der aber in dieser Phase nicht gelang.

Im Schlussdrittel war Crunchtime angesagt: Kapfenberg fuhr energisch an, Hohenems verteidigte geschickt. Dann hatte Eric Ockert einen Energieanfall auf der rechten Seite, ließ einen Kapfenberger Verteidiger aussteigen und sendete die Scheibe zum 4:1 für Hohenems ein (51.). Danach hatten die Kängurus eine Überzahl, lange sogar in einer 5:3-Überlegenheit. Lukas Draschkowitz kehrte den Puck knapp sechs Minuten vor dem Ende aus kurzer Distanz zum 2:4 über die Linie (55.), das Match war wieder spannend.

Und plötzlich war es ein Krimi: Pierre Graf traf aus kurzer Distanz zum 3:4-Anschlusstreffer (58.). Dann zogen die Hausherren ihren Goalie, Kapfenberg belagerte weiterhin das gegnerische Tor und Neal Unterluggauer bugsierte die Scheibe nach einem Gestocher genau eine Minute nach dem Anschlusstreffer zum 4:4-Ausgleich über die Linie (59.).

Die Partie ging nach der Kapfenberger Aufholjagd in die Overtime, in der Hohenems gegen Ende eine 4:3-Überzahl hatte, diese aber nicht zum Siegestreffer nützen konnte. Der Showdown namens Penaltyschießen folgte. Dort traf Florian Hoppl als einziger Schütze und sicherte den Kängurus den 5:4-Sieg und die 1:0-Serienführung. Die Steirer können am nächsten Samstag mit einem Auswärtssieg in Hohenems das Final-Ticket buchen.

 

Ö Eishockey Liga 2025/2026 – Playoff – Halbfinale

Spiel 1:

EHC Lustenau vs. HC Kufstein 4:1 (0:1,3:0,1:0)
Sa., 21. Februar 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Christopher D’Alvise (24:41 Min., 33:10 Min.), Adem Kandemir (26:45 Min.), Riku Tiainen (49:57 Min.)
Torschütze HC Kufstein: Christian Pittl (15:16 Min.)

Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:0

KSV Kängurus vs. SC Hohenems 5:4 n.P. (0:2,1:1,3:1,0:0,1:0)
Sa., 21. Februar 2026, 18:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschützen KSV Kängurus: Manuel Trost (34:01 Min.), Lukas Draschkowitz (54:01 Min./PP2), Pierre Graf (57:34 Min.), Neal Unterluggauer (58:34 Min.), Florian Hoppl (65:00 Min./Entscheidender Penalty)
Torschützen SC Hohenems: Patrick Spannring (02:22 Min.), Fabian Mandlburger (12:21 Min.), Eric Ockert (30:21 Min., 50:29 Min.)

Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:0

Spiel 2:

HC Kufstein vs. EHC Lustenau
Sa., 28. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein

SC Hohenems vs. KSV Kängurus
Sa., 28. Februar 2026, 18:30 Uhr, Eisstadion Hohenems

Spiel 3 (Falls nötig):

EHC Lustenau vs. HC Kufstein
Mi., 04. März 2026, Rheinhalle Lustenau

KSV Kängurus vs. SC Hohenems
Mi., 04 März 2026, Stadthalle Kapfenberg

www.eishockey.at, Pic: KSV/Randeu

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