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International

Olympia: Chinas Eishockey-Team hat noch viel Arbeit vor sich

In wenigen Monaten beginnen in China die Olympischen Winterspiele 2022. Die Hauptstadt ist damit nach 2008 bereits zum zweiten Mal Schauplatz des größten Sportereignisses der Welt. Doch im Gegensatz zum letzten Mal treten nun die Wintersportler an, um die besten der Welt zu küren. Damit verbleiben die Spiele vorerst auf dem asiatischen Kontinent, schließlich fand die letzte Ausgabe im südkoreanischen Pyeongchang statt. Auf Gastgeber China wartet im Eishockey allerdings eine Herkulesaufgabe.

Pic: pixabay.com

Die Regeln für die Olympischen Spiele sind denkbar einfach. Jedes Land, das an der Veranstaltung teilnehmen möchte, muss sich in irgendeiner Form qualifizieren. Damit sollen die Talentiertesten der jeweiligen Sportart die Chance erhalten gegeneinander anzutreten und den Besten zu küren. Doch eine Ausnahme bestätigt die Regel. Das Gastgeberland der Olympischen Spiele ist immer automatisch fix qualifiziert.

China ist krasser Außenseiter

Aber diesmal hat ausgerechnet die aufstrebende Weltmacht China ein Problem. Die Ergebnisse des chinesischen Eishockey-Teams waren bisher wenig überzeugend, sodass das Internationale Olympische Komitee befürchten musste, dass die Gastgeber Schwierigkeiten haben werden mit den besten Mannschaften mitzuhalten. China wäre zweifellos ein krasser Außenseiter. Daher überlegte man China von einer Teilnahme im eigenen Land zu befreien.

Allerdings wäre diese Entscheidung zweifellos ein „Game-Changer” für die weitere Entwicklung des Sports in China gewesen. Dieser Begriff kommt zwar aus dem Fußball und bedeutet so viel wie „Schlüsselszene“, beispielsweise wenn es einen Platzverweis gibt, jedoch würde er die Situation genau beschreiben. Die Lage war einige Zeit offen, alle Beteiligten versuchten eine Lösung zu finden. Immerhin gibt sich das Gastgeberland größte Mühe, zu den Besten im Eishockey aufzuschließen. Einige Spieler mit chinesischen Wurzeln wechseln in die Liga in China, um für ihre Heimat bei den Olympischen Spielen antreten zu können.

Immerhin soll das Land bis zu 300 Millionen Wintersportbegeisterte haben, die nur darauf warten, dass ihre Stars auch in diesen Disziplinen Spitzenleistungen erbringen. Das Potenzial für einen großen Aufschwung ist also grundsätzlich gegeben. Die Olympischen Spiele vor eigenem Publikum könnten den chinesischen Eishockey-Spielern jenen Auftrieb verleihen, der für einen Boom nötig wäre.

China tritt an

Dennoch, die Gefahr ist nun gebannt. Bei dem dreitägigen Treffen des Weltverbandes in Zürich entschieden die Verantwortlichen, dass China beim olympischen Eishockeyturnier 2022 in Peking an den Start gehen wird. Diese Entscheidung wird bei den Eishockeyfans in China für Erleichterung sorgen.

Schließlich hat das Team so erstmals die Chance, sich mit den besten Mannschaften der Welt zu messen. Die Gegner für die Gastgeber stehen bereits fest. China trifft in der Vorrunde auf die USA, Kanada und Deutschland und bekommt es so mit drei der stärksten Teams der Welt zu tun. Das könnte sich als besondere Herausforderung erweisen. Denn anders als in anderen Sportarten, wie beispielsweise dem Tischtennis, ist China beim Eishockey alles andere als eine sportliche Weltmacht.

Ganz im Gegenteil, Eishockey und China scheinen einfach nicht zusammenzupassen. Dabei ist das Land bereits seit 1963 Mitglied im Weltverband. Doch es hat noch immer lediglich etwas mehr als 500 aktive Sportler bei den Männern. Im Vergleich dazu weist Kanada derzeit fast 77.000 Eishockeyspieler aus und verfügt dabei nur über drei Prozent der Einwohner Chinas.

Das Reich der Mitte spielte zuletzt bei der D-Weltmeisterschaft und holte gegen Amateurteams, wie jenen aus Belgien, Australien und Kroatien, lediglich einen einzigen Sieg. Aber wer weiß, ein Großereignis im eigenen Land hat schon so manches Team beflügelt.

Schlägt Kanada zurück?

Die Ausgangslage für das Eishockeyturnier der Olympischen Winterspiele in Peking ist klar. Der Titelverteidiger aus den USA gehört ebenso zu den Favoriten, wie die 2018 von Deutschland überraschend geschlagenen Kanadier. Neben Finnland und Russland sollte man allerdings auch Deutschland nicht unterschätzen. Die Mannschaft hat mit dem Center der Edmonton Oilers, Leon Draisaitl, einen der besten Angreifer der Welt im Kader.

Pic: pixabay.com

In der Nationenwertung liegt Kanada mit 13 Goldmedaillen uneinholbar in Führung und wird daher alles daransetzen, neuerlich ganz oben zu stehen. Auf Gastgeber China wartet nun noch jede Menge Arbeit am Eis, um sich im eigenen Land beweisen zu können. Das wird keine leichte Aufgabe, mithilfe der heimischen Fans sollte aber sowieso für Begeisterung in den Rängen gesorgt sein.

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