HC Pustertal Wölfe

Schiri-Ärger nach Playoff-Krimi: „Sie konnten tun, was sie wollten“

Nach der dramatischen Overtime-Niederlage des HC Pustertal im vierten Halbfinalspiel der ICE Hockey League gegen Olimpija Ljubljana stand weniger das Ergebnis als vielmehr die Schiedsrichterleistung im Mittelpunkt der Diskussionen. Trainer Jason Jaspers fand nach Spielende deutliche Worte, wie „Sportnews“ berichtet.

Deutliche Kritik an den Unparteiischen

Im Fokus stand vor allem das klare Ungleichgewicht bei den Strafminuten. Pustertal bekam lediglich ein Powerplay zugesprochen, während man gleich fünfmal in Unterzahl agieren musste.

Jaspers machte seinem Ärger Luft und kritisierte die Linie der Schiedsrichter indirekt: „Fünf Powerplays gegen eines. Stellen Sie sich vor, das wäre andersrum gewesen.“

Besonders in der Verlängerung sah der Coach die Kontrolle entgleiten: „In der Overtime konnten sie tun, was sie wollten.“

Umstrittene Szene kurz vor Schluss

Für zusätzlichen Frust sorgte eine entscheidende Szene kurz vor dem Game-Winner. Henry Bowlby wurde in aussichtsreicher Position zu Fall gebracht, ein Pfiff blieb jedoch aus.

Auch diese Situation dürfte Jaspers im Nachhinein beschäftigt haben, wenngleich er den Fokus auf das große Ganze legte: „Den Unterschied haben am Ende die Strafminuten gemacht.“

Stolz auf die eigene Mannschaft

Trotz aller Kritik stellte sich der Kanadier schützend vor sein Team und lobte dessen Einsatz in schwieriger Atmosphäre. „Ich könnte nicht stolzer auf die Spieler sein“, erklärte Jaspers und ergänzte: „Wir haben heute in einer feindseligen Umgebung sehr stark gekämpft.“

Zudem betonte er, wie knapp sein Team am Sieg vorbeigeschrammt war: „Trotz dieses Ungleichgewichts waren wir eine Minute davon entfernt, das Spiel zu gewinnen.“

Respekt für den Gegner

Neben aller Enttäuschung zeigte sich Jaspers auch fair gegenüber dem Gegner aus Ljubljana:„Ljubljana hat heute nicht locker gelassen, immer weitergekämpft und starkes Eishockey geboten.“ Auch Olimpija-Coach Ben Cooper zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin nicht nur stolz auf die Spieler, weil wir gewonnen haben, sondern vor allem wegen der Leistung.“

Serie bleibt offen

Der HC Pustertal verpasste es damit, den Finaleinzug vorzeitig perfekt zu machen. Stattdessen geht die Serie weiter. 

 

Bild: Foppa Iwan – HC Pustertal

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