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EBEL

Kadervorstellungen 2019 7/11: Fehervar AV19

Die Preseason neigt sich dem Ende zu und die neue Saison steht vor der Tür. Zeit, einen Blick auf die Teams zu werfen und sich mit den Kadern zu beschäftigen mit denen die elf Vereine in die neue Saison gehen. Und anstatt der traditionellen Kaderbewertungen gibt es heuer eine Kadervorstellung – die Bewertung übernehmt ihr: Mit unserem Umfragetool.

Nach drei verpassten Playoffqualifikationen durften die Ungarn aus Fehervar letzte Saison endlich wieder Playoffluft schnuppern. Durch Rang 6 im Grunddurchgang gelang die direkte Qualifikation für die post season, wo jedoch bereits im Viertelfinale gegen Salzburg mit 2:4 Siegen Schluss war. Auch heuer will der 13-fache ungarische Meister wieder in die Playoffs und hat dafür vor allem ligaintern geangelt. Nicht weniger als fünf Legionäre wechselten innerhalb der EBEL nach Fehervar und das könnte der Vorteil der Magyaren sein, denn Eingewöhnungszeit werden diese Herren keine brauchen.

Trainer:
Eingewöhnungszeit braucht auch der Headcoach der Ungarn keine. Hannu Järvenpää wurde am 1.Dezember 2018 installiert und geht nun in seine dritte Saison als Coach der Teufel, seine zweite von Beginn an. Davor war er bereits drei Jahre in Laibach, vier in Villach und kurzzeitig auch schon vor diesem Engagement in Fehervar tätig. Es ist seine zehnte EBEL-Saison an der Bande und somit ist er der aktuell erfahrenste EBEL-Coach der Liga. Mit Antti Karhula und Cameron MacDonald bleiben auch seine beiden Assistenten an Bord – beste Voraussetzungen dass das Werkl in Fehervar schnell zum Laufen zu bringen!

Hannu Järvenpää bleibt Headcoach (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Goalie:
Spannend verlief der Transfer-Sommer auf der Goaliepostion. Die letztjährige unumstrittene Nummer 1 Mac Carruth verabschiedete sich nach zwei Jahren und ging in die DEL2 zu den Lausitzer Füchsen. Klar, er war unangefochten, aber wohl auch auf Grund der fehlenden Alternativen, denn zuletzt waren seine Leistungen nicht mehr ganz so toll wie im ersten Jahr. Ganze sechs mal durfte der 23-jährige David Kornakker lediglich ran, machte seine Sache zwar ganz ordentlich, genoss aber nicht das große Vertrauen von Järvenpää. Dennoch wird er auch heuer wieder die Nummer 2 sein und wohl öfter zum Einsatz kommen. Er wird sich aber dennoch hinten anstellen müssen, denn die Ungarn holten einen ligabekannten Mann, der anderswo nach vielen Jahren ausrangiert wurde. Michael Ouzas blieb der EBEL erhalten, kam nach sechs Jahren in Linz aus der Stahlstadt nach Ungarn. Seine Klasse ist unbestritten, auch wenn seine Stats in den letzten Jahren kontinuierlich abbauten. Aber vielleicht tut ihm der Tapetenwechsel gut – die Saison wird es weisen…

Ouzas wechselt von Linz nach Ungarn (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Verteidiger:
Punktuell stärkte Hannu Järvenpää seine Defense in der Offseason. Diese war in der Vorsaison auch schon ganz gut, jedoch fehlte ihr etwas der Offensivpunch. Mit Bence Stipsicz war ein Ungar mit elf Treffern Toptorjäger. Er wird weiterhin den Dress der Magyaren tragen wie auch sein Landsmann Daniel Szabo, der bester D-Punktesammler der abgelaufenen Saison war. Ebenso vertraut man weiterhin auf die Dienste der Legionäre Michael Caruso, Jonathan Harty und dem 38-jährigen finnischen Routinier Harri Tikkanen. Alle drei sah man schon vor ihren Fehervar-Engagements in der EBEL und diese Transferpolitik verfolgt man nun weiter. Mit Tim Campbell holte man den nächsten EBEL-erfahrenen Defender, diesmal aus Bozen. Der 28-jährige sammelte letzte Saison sieben Treffer und 27 Assists für die Südtiroler. Ebenso neu in der Defense ist der 26-jährige Dylan Busenius. Für ihn ist die Liga Neuland, wie überhaupt das europäische Eishockey. Er kam aus der kanadischen Collegeliga und feiert in Fehervar sein Profidebüt. Geschichte sind hingegen die Legionäre Ty Wishart und Eric Meland.

BISHERIGE KADERVORSTELLUNGEN
EC Red Bull Salzburg
EHC Black Wings Linz
Orli Zmojmo
HC Innsbruck
EC VSV
EC KAC
Fehervar AV19
Graz99ers
HC Bozen
Vienna Capitals
EC Dornbirn

Stürmer:
Einen etwas größeren Umbruch gibt es in der Fehervar-Offense. Mit Luttinen, Vänttinen und Koskiranta verließ die Finnen-Connection das Team, ebenso ist Zack Philipps Geschichte. Am schmerzhaftesten sind jedoch die Abgänge der Einheimischen: Istvan Sofron und vor Allem Janos Hari hinterlassen Lücken. Bei Sofron, der zu MAC Budapest in die slowakische Liga wechselte, ist es die Erfahrung, bei Hari die unglaubliche Qualität. Doch genau diese verschaffte ihm nun einen Vertrag in der finnischen Liiga bei den Pelicans Lahti. Immerhin sammelte der 27-jährige letzte Saison 72 Punkte aus 59 Spielen und verpasste den Liga-Topscorer Titel nur knapp.

Janos Hari ist Geschichte (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Nun müssen andere nachrücken und aus heimischer Sicht könnte das vielleicht Csanad Erdely werden. Der 23-jährige geht in seine vierte EBEL-Saison und sammelte in der letzten Spielzeit schon über 40 Punkte. Ebenso weiter im Team sind mit Andrew Sarauer und Daniel Koger zwei weitere erfahrene Ungarn. Dazu kommen mit Reisz, Sarpatki und Szabo-Pal weitere Heimische, die bereits EBEL-Erfahrung haben. Auch der Slowene Kuralt und der Slowake Sille sind wichtige Bestandteile des Kaders.

Auf dem Legionärsbereich hat es in Punkto Leistungsträger aber natürlich nicht nur Abgänge sondern auch Zugänge gegeben. Drei neue ausländische Stürmer holte man an Bord und alle drei kennen die Liga bestens. Der EBEL-erfahrenste ist Andrew Yogan, der aus Innsbruck kam. Der 27-jährige ist ein absoluter Goalgetter, erzielte in 112 EBEL-Spielen unglaubliche 64 Treffer und legte weitere 60 auf. Mit ihm wird man in Ungarn viel Freude haben. Selbiges erhofft man sich von Scott Timmins. Er war in den letzten beiden Saisonen in Dornbirn engagiert und kommt mit einer Quote von 84 Punkten aus 110 Spielen nach Fehervar. Der dritte neue Legionär ist Finne und spielte zuletzt in Zagreb. Auf Mikko Lehtonen darf man sehr gespannt sein. Er ist ein absoluter Scorer, sein Engagement in Zagreb war jedoch ein Fiasko. Nach einer Verletzung musste er die Saison schnell beenden. Nun will er etwas verspätet in der EBEL beweisen was er drauf hat.

Wird Yogan auch in Fehervar bomben? (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Alles in Allem hat der Fehervar-Angriff zumindest am Papier ein Upgrade erhalten. Doch wo galt es sich zu verbessern? Die Scoringeffizienz suchte schon letzte Saison ligaweit vergeblich seines gleichen. Spielraum ist auf jeden Fall im Powerplay, denn das war alles andere als Playoffwürdig. Man darf gespannt sein wie die neu formierte Offense der Teufel einschlägt.

Nun seid ihr dran: Wo seht ihr Fehervar in der kommenden Saison?

Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch

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